Testbericht

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13.10.2010 von Peter Knoll

ca. 2:20 Min
Testbericht
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  1. Avid Media Composer 5
  2. Weitere Features

Feinschliff am Film

Im MC sind bereits elementare Werkzeuge des professionellen Soundbearbeitungsprogramms Pro Tools enthalten. Damit lassen sich die wichtigsten Klangmanipulationen vornehmen.

MC enthält u.a. die Effektsammlung Boris Continium Complete 6. Für Compositings bleiben wenig Wünsche übrig. Anders als etwa Final Cut Pro oder Premiere Pro verzichtet der MC nahezu vollständig auf Tools, die sich nicht präzise einstellen lassen. Fast alle Effekte lassen sich in Echtzeit anwenden.

Fertige Projekte gibt der MC in allen gängigen Dateiformaten aus, unter Windows brennt er auch DVDs (ohne Menüs) direkt aus der Timeline. Alternativ übergibt der Avid die Sequenz in der Zeitleiste an andere Programme wie Pro Tools oder den mitgelieferten Konverter Squeeze.

So haben wir getestet

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© PC Magazin

Den Media Composer haben wir parallel unter Mac OS 10.6.4 auf einem MacBook Pro von 2008, 2,53 GHz Dualcore, 4 GByte RAM von TakeMS wie unter Windows 7, 64 Bit getestet. Unter Windows verwendeten wie die von Avid zertifizierte mobile Workstation Dell Precision M4500 mit 4 GByte RAM.

In beiden Fällen bearbeiteten wir rund zwei Stunden importiertes AVCHD-Material mit dem LogicBoard.

Gipfeltreffen der Schnitt-Spezialisten: Media Composer vs. Final Cut Pro und Premiere Pro

Die stärksten Konkurrenten des Media Composers sind Final Cut Pro und Premiere Pro. Apple verkauft Final Cut Pro in der Studio-Box u. a. mit dem Compositing-Programm Motion für 999 Euro. In derselben Preisklasse liegt Premiere Pro.

  • Capturing/Datenübertragung
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© PC Magazin

Der Media Composer (MC) steuert bandbasierte Zuspielgeräte optimal. In MC 5 hat Avid die Verlinkung mit verschiedenen Medien erweitert. AVCHD-Material muss noch zeitraubend importiert werden. In Final Cut Pro 7 (FCP) fällt es schwer, die Übertragung von AVCHD-Material präzise zu steuern. Einzelne Streams lassen sich nicht übertragen.

Premiere Pro CS5 (PP) bietet keine Vorschau bei einigen HDV-Zuspielern, kann aber als einziges Programm auch AVCHD-Material direkt verarbeiten. Auch der RedOne-Workflow funktioniert bestens.

  • Schnitt

MC hat mit Abstand die meisten Optionen für den Schnitt. Beiden Mitbewerbern fehlen Tools wie das praktische Find Flash Frame.

  • Nachbearbeitung

MC bietet viele Effekte. Sie sind oft hochwertiger und genauer einstellbar als die der Mitbewerber. Beiden fehlen Tools wie ein auf die Region einstellbarer Bildstabilisierer. Die in PP und FCP integrierten Effekte sind von unterschiedlicher Qualität und oft 1-Klick-Tools.

  • Oberfläche und Bedienung

Wer sofort loslegen will, kommt mit FCP und PP viel schneller zurecht als mit dem MC, der seine Vorteile erst nach gründlicher Einarbeitung zeigt.

  • Ausgabe
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© PC Magazin

MC fehlt am Mac ein Authoring-Programm. Mit PP wird das sehr gute Encore mitgeliefert, im FCPStudio ist DVD Studio Pro enthalten. Der Adobe Media Encoder ist besser als Squeeze (MC) und Compressor (FCP).

  • Teamwork

Der MC ist als einziges Programm dafür konzipiert, dass an einem Arbeitsplatz mehrere Cutter arbeiten und bietet eine entsprechende Rechtevergabe.

  • Eine Frage des Workflows

Der MC ist derzeit das stärkste Schnittprogramm. Wer nur AVCHD-Material bearbeitet, ist mit Premiere Pro besser bedient. Das FCP Studio ist das Programmpaket mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Fazit:

Der MC 5 ist der Maßstab, an dem sich alle Mitbewerber messen lassen müssen: Es gibt momentan keine gleich gute Alternative im Profi-Lager. Das Update lohnt sich unbedingt - trotz kleiner Service-Schwächen.

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