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Borderlands 3 im Test: Erneut ein grandioser Sammel-Shooter

Lange hat es gedauert, jetzt ist es da: Borderlands 3 setzt die Loot-Shooter-Serie erfolgreich fort und leistet sich im Test nur kleinere Patzer.

Borderlands 3 im Test

© 2K Games

Borderlands 3 im Test

Pro

  • Witzige Charaktere
  • Massig Loot
  • Hervorragendes Gunplay
  • 40 Stunden Spielzeit
  • Motivierende Story

Contra

  • Nervige Menüs
  • Kleinere Performance-Einbrüche

Fazit

Borderlands 3 ist trotz großer Konkurrenz der beste Loot-Shooter auf dem Markt.
Hervorragend

Borderlands ist zurück! Und mittlerweile ist der Loot-Shooter nicht mehr allein auf dem Markt, denn neben Borderlands 3 hat der geneigte Spieler mittlerweile eine immense Auswahl in diesem Genre. Egal ob Destiny, The Division 2 oder Warframe – (Online-)Loot-Shooter gibt es nahezu wie Sand am Meer. Aber das Original ist doch immer noch das Beste. Oder etwa nicht?

Das können wir im Prinzip schon jetzt bestätigen, denn Borderlands 3 bietet im Gegensatz zu manch anderem Loot-Shooter eine echte, lange Kampagne und bietet nicht nur Stoy-Häppchen, um den Spieler danach in eine Grind-Landschaft zu entlassen. Die Geschichte lässt sich zwar relativ kurz erläutern: Wir sind ein Kammerjäger und müssen sogenannte „Kammern“ auf unterschiedlichen Planeten säubern und die enthaltenen Schätze plündern, während die Bösewichte Troy und Tyreen versuchen, uns zuvor zu kommen. Klingt jetzt nicht sonderlich spannend, die Story entwickelt sich aber über die Dauer der Kampagne zu einem echten Highlight.

Borderlands 3 im Test: Wer die Wahl hat, teilt die Qual aus

Zu Beginn müssen wir uns aber entscheiden. Spielen wir mit FL4K, Moze, Amara oder Zane? Sie alle haben unterschiedliche Fähig- und Fertigkeiten. FL4K ist beispielsweise ein Bestienmeister und kann Begleiter erschaffen, die einem im Kampf unterstützen. Schützin Moze hingegen besinnt sich auf ihre Knarren und kann auf einen kleinen Mech zurückgreifen. Amara ist als Sirene eine klassische Magier-Klasse, Zane hingegen nutzt Technik wie Drohnen, um den Gegnern den Garaus zu machen. Noch komplexer wird es, wenn wir uns dann die einzelnen Skilltrees ansehen, die wir mit der Zeit entwickeln. Denn mit jedem Levelaufstieg erhalten wir neue Skillpunkte, die wir dann investieren können, um unsere Charaktere zu verbessern.

Borderlands 3 im Test

© 2K Games

So richtig abgefahren wird die Vielfalt aber, wenn wir uns mal die Knarren anschauen. Denn nahezu jede Knarre bietet mittlerweile zwei Feuermodi. Und darüber hinaus bieten sie, je nach Waffenhersteller, unterschiedliche Optionen. So erzeugen Hyperion-Waffen beispielsweise einen kleinen Schutzschild beim Anlegen, Atlas-Wummen versehen Gegner mit einem Tracking-Chip, sodass die Kugeln die Gegner selbst um Ecken verfolgen. Tediore-Waffen laden wir hingegen nicht nach, sondern werfen sie einfach weg. Denn sobald das Magazin leer ist, verwandelt sich die Wumme in eine Granate.

Borderlands 3: Endlich gutes Gunplay

Klar, diese Vielfalt kennen wir bereits aus Borderlands oder Borderlands 2. In Borderlands 3 fühlt sich das Gunplay hingegen endlich vernünftig an. Hatte man, gerade in Borderlands 2, oft das Gefühl mit einer Soft-Air durch die Gegend zu laufen, bieten die Waffen in Borderlands 3 ein wirklich durchschlagendes Feeling, was das Gameplay noch einmal zufriedenstellender aussehen lässt. Ebenso vielfältig wie die Waffen sind auch die Gegner. Zwar fallen die nicht ganz so abwechslungsreich aus wie in Borderlands 2, aber wir bekommen immer noch genügend Kanonenfutter vor die Flinte. Hin und wieder laufen wir dann auch Boss-Gegnern über den Weg, die schon eine deutlich krassere Herausforderung darstellen. Aber hey, wer will schon einen Loot-Shooter zocken, wenn sämtliche Gegner eine echte Kopfnuss wären? Da macht es auch nur wenig, dass die Gegner-KI hin und wieder Aussetzer aufweist.

Borderlands 3 im Test

© 2K Games

Schön: In Borderlands 3 lernen wir erstmals in der Serie andere Planeten kennen. Das tut der Abwechslung sehr gut, denn so gelangen wir auch mal in andere Areale wie eine futuristische Metropole oder tiefen Dschungel.

Aber es ist leider nicht alles Gold was glänzt. Denn Borderlands 3 bietet ein hochgradig umständliches Interface. Wenn wir beispielsweise die Karte aufrufen wollen, müssen wir oft erst nervig ins Hauptmenü wechseln und dann noch zoomen, um beispielsweise unsere Kartenmarkierung zu sehen. Zudem müssen auch einzelne Untermenüs immer wieder laden, beispielsweise gilt das für die Skilltrees. Gerade auf Konsolen wie der PS4 – ohne Pro – nervt das auf Dauer. Auch die Navigation durch das Inventar ist wenig benutzerfreundlich – hier gibt es mittlerweile deutlich bessere Alternativen. Vor allem, weil die wirklich interessante Story gut 40 Stunden unterhält – wenn wir zahlreiche Nebenquests absolvieren und die Spielwelt erkunden.

Borderlands 3: Fazit

Coole Waffen, coole Charaktere, coole Story – so ließe sich Borderlands 3 ziemlich zügig beschreiben. Dazu gehört aber auch die Wahrheit, dass Borderlands 3 sich ein paar kleinere Schwächen gönnt. Die Fieslinge sind nicht annähernd so spannend wie Handsome Jack aus Borderlands 2 und das Menü grenzt hinsichtlich Usability an eine kleine Katastrophe. Nichtsdestotrotz: Wer einen spaßigen Shooter mit massig Loot sucht, der kommt an Borderlands 3 nicht vorbei.

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