Analoges Gaming-Headset

Beyerdynamic MMX 150 im Test: Klangstark spielen

13.12.2021 von Alana Friedrichs

Beyerdynamic erweitert mit dem MMX 150 sein Gaming-Segment. Das Headset soll mit Spiele-Funktionen wie dem Augmented Mode auftrumpfen. Wir haben uns das Gaming-Headset im Praxis-Test genauer angesehen.

ca. 3:20 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Keyart des Beyerdynamic MMX 150
Mit dem Augmented Mode simuliert das MMX 150 die Wiedergabe von Umgebungsgeräuschen wie bei einem offenen Headset.
© beyerdynamic
EUR 122,49
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Pro

  • toller Klang, der auf Gaming ausgelegt ist
  • Mikrofon mit natürlicher Stimmwiedergabe
  • Augmented Mode simuliert offenes Headset
  • hoher Tragekomfort

Contra

  • nur ein Medienelement zum Steuern von Lautstärke, Stummschaltung und Augmented Mode
  • wenig Einstellungsmöglichkeiten

Fazit

Das MMX 150 kann bei Ton-Wiedergabe und Mikrofon-Klang voll überzeugen. Ob die Zusatzfunktionen gegenüber dem MMX 100 den Aufpreis von rund 30 Euro wert sind, will jedoch gut überlegt sein. Einen Griff zum eigentlich überzeugenden MMX 150 können wir nur denen empfehlen, die auf eine USB-Verbindung angewiesen sind oder den Augmented Mode besonders wertschätzen können.


Gut

Mit der MMX-Serie erschließt der Audio-Hersteller Beyerdynamic den Headset-Markt im Gaming-Segment. Nach dem höherpreisigen MMX 300 erweitert man die Produktpalette um das Einstiegsmodell MMX 100 (Test) sowie das Mittelklasse-Headset MMX 150.

Was das Gaming-Headset für 130 Euro bietet und ob sich das MMX 150 durch hochwertigen Klang und bequemen Sitz von der Konkurrenz absetzen kann, erfahren Sie im folgenden Praxis-Test.

Beyerdynamic MMX 150 im Test: Design, Bedienelemente & Tragekomfort

Wie das MMX 100 auch verkleidet Beyerdynamic das MMX 150 zu einem großen Teil mit mattem Aluminium. Dadurch erhält das Headset einen dezenten, aber hochwertigen Look. Die beiden Farboptionen Schwarz und Grau unterstreichen diesen. Highlights setzt das MMX 150 durch orange Akzente, deren Gefallen vom persönlichen Geschmack abhängt.

Die Over-Ear-Ohrmuscheln lassen sich wie auch beim Schwestermodell leicht austauschen. Verbinden lässt sich das MMX 150 per USB-A oder vierpoliger Klinke. Die Kabellänge beträgt 2,4 m (USB-A) bzw. 1,2 m (Klinke).

Am Headset selbst verbaut man nur ein einziges Bedienelement: Ein Lautstärkedrehrad, mit dem wir das Headset lauter und leiser stellen. Per Druck auf das Lautstärkerad schalten wir zudem unser Mikrofon stumm. Auf eine Möglichkeit, das Headset durch Hochschieben des Mikrofons stummzuschalten, verzichtet man beim MMX 150.

Zusätzlich können wir den Augmented Mode (dazu später mehr) aktivieren, indem wir die Mute-Taste für mindestens zwei Sekunden gedrückt halten. Dies wird durch eine dezente RGB-Beleuchtung am Drehregler angezeigt.

Hier hätten wir uns dedizierte Tasten für die einzelnen Funktionen gewünscht. Auch sehen wir die RGB-Anzeige nur bei abgesetztem Headset. Eine Audio-Mitteilung über den Wechsel zwischen den Modi wäre daher ebenfalls wünschenswert gewesen.

Dank der Memory-Foam-Füllung, mit der Beyerdynamic die Ohrmuscheln wie auch die mit Kunstleder verkleidete Innenseite des Tragebügels ausstattet, bleibt das MMX 150 auch nach mehreren Stunden bequem. Wer sich regelmäßig in Raids oder anderen längeren Gaming-Sessions wiederfindet, braucht beim MMX 150 daher keine Angst vor Kopf-, Nacken- oder Ohrenschmerzen haben.

Produkfoto des Beyerdynamic MMX 150
Verbinden lässt sich das MMX 150 entweder per USB-A oder mit Klinkenstecker.
© beyerdynamic

Beyerdynamic MMX 150 im Test: Mikrofon & Klang

Bei Sound und Mikrofon kommt die selbe Technologie wie beim günstigeren MMX 100 zum Einsatz. Das ist jedoch nichts Schlechtes.

Denn auch das MMX 150 kann dank der 40-mm-Treiber mit klaren Höhen und einem wuchtigen, aber nicht überladenen Bass glänzen. Den Frequenzbereich gibt Beyerdynamic mit 5 bis 30.000 Hz an. Durch die Impedanz von 32 Ohm eignet sich das Headset auch für den Einsatz mit Smartphone, Konsole, Laptop oder Tablet.

Nicht nur der Klang des MMX 150 überzeugt. Auch bei der Ortung von Feinden macht das Gaming-Headset einen tollen Job. In wettkampforientierten Shootern konnten wir stets einordnen, wo sich ein Gegner befand.

Während die Over-Ear-Ohrmuscheln dabei die meisten Umgebungsgeräusche herausfiltern und so einen Fokus auf das Spiel erlauben, bietet der Augmented Mode die Möglichkeit, ein offenes Headset zu simulieren und so Real-Life-Töne wie Türklingeln oder Gespräche besser hindurchzulassen.

Aktivieren bzw. Ausschalten können wir den Augmented Mode per längerem Klick auf das Lautstärkerad am Headset. Für den Einsatz des Augmented Mode ist jedoch eine USB-Verbindung notwendig. Über Klinke ist das Feature also nicht verfügbar.

Erneut einen guten Job macht neben den Treibern auch das Mikrofon. Das Meta Voice Nierenkondensator-Modell mit 9,9 mm Kapel bietet ein natürliches und verständliches Klangbild. Zudem werden kleinere Hintergrundgeräusche wie Maus- oder Tastaturklicken herausgefiltert. Auch in hitzigeren Gaming-Sessions und lauteren Discord-Anrufen bleiben wir so stets gut zu hören.

Produktfoto des Beyerdynamic MMX 100 vor schwarzem Hintergrund

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Beyerdynamic MMX 150 im Test: Kompatibilität, Software & Einstellungsmöglichkeiten

Dank der Auswahl zwischen Klinke und USB-A kann das MMX 150 bei einer ganzen Reihe von Geräten zum Einsatz kommen. Während wir am Rechner das USB-Kabel verwenden und so auf den Augmented Mode zurückgreifen können, bietet der vierpolige Klinkenstecker Kompatibilität mit den meisten Smartphones, Gaming-Controllern und mobilen Geräten wie Laptops.

Eine dedizierte Software bietet das MMX 150 wie auch das MMX 100 nicht. Wer gerne selbst Hand anlegt und den Equalizer feintunen möchte, wird also enttäuscht. Auch mit der kostenpflichtigen Immerse-Software des MMX 300 lässt sich das MMX 150 nicht verbinden. Bei einem Headset dieser Preisklasse hätten wir uns hier mehr Optionen gewünscht, die Grundeinstellungen des Gaming-Headsets bieten dafür aber bereits sehr gutes Ausgangsmaterial. Dadurch wird die fehlende Software verschmerzbar.

Beyerdynamic MMX 150 im Test: Fazit

Auch das MMX 150 kann bei Ton-Wiedergabe und Mikrofon-Klang voll überzeugen. Ob die Zusatzfunktionen gegenüber dem MMX 100 den Aufpreis von rund 30 Euro wert sind, will jedoch gut überlegt sein.

Einen Griff zum eigentlich überzeugenden MMX 150 können wir nur denen empfehlen, die auf eine USB-Verbindung angewiesen sind oder den Augmented Mode besonders wertschätzen können. Zumal das günstigere MMX 100 eine dedizierte Mute-Taste zum Stummschalten bietet - im Gegensatz zum MMX 150.

beyerdynamic | New MMX series MMX 100 & MMX 150 - Features

Quelle: beyerdynamic
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