Analoges Gaming-Headset

Beyerdynamic MMX 100 im Test: Toller Klang, kleiner Preis

10.12.2021 von Alana Friedrichs

Toller Klang für unter 100 Euro: Das ist das Versprechen des MMX 100 von Beyerdynamic. Ob das preiswerte Gaming-Headset das halten kann, haben wir im Praxistest herausgefunden.

ca. 2:50 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Produktfoto des Beyerdynamic MMX 100 vor schwarzem Hintergrund
Das MMX 100 kommt im dezenten Look mit den für Beyerdynamic typischen orangenen Akzenten.
© beyerdynamic

Pro

  • toller Klang, der auf Gaming ausgelegt ist
  • Mikrofon mit natürlicher Stimmwiedergabe
  • hoher Tragekomfort
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Contra

  • wenig Einstellungsmöglichkeiten

Fazit

Das MMX 100 von Beyerdynamic stellt sich als tolle Option für Spielende heraus, die trotz hohem Preisbewusstsein nicht auf guten Klang verzichten möchten. Vor allem für die aktuelle Konsolengeneration bietet sich das Headset an. Auf tiefgreifende Einstellungsmöglichkeiten muss man hier verzichten. Tragekomfort, Klang und Mikrofon können im Test aber überzeugen.


Hervorragend

Mit dem MMX 100 erweitert der Heilbronner Hersteller Beyerdynamic seine Gaming-Headset-Reihe MMX. Neben dem MMX 300 und dem ebenfalls neu veröffentlichten MMX 150 bietet es einen günstigen Einstieg in die Serie. Für rund 100 Euro soll das Headset dabei dennoch einen ausgezeichneten Klang und hohen Tragekomfort bieten.

Ob das analoge Headset eine gute Option für preisbewusste Spielende darstellt, haben wir in unserem Praxistest auf die Probe gestellt.

Beyerdynamic MMX 100 im Test: Design, Bedienelemente & Tragekomfort

Das MMX 100 besteht zu einem großen Teil aus mattem Aluminium, was dem Headset in den beiden verfügbaren Farben Schwarz und Grau einen dezenten Anstrich verpasst. Die für Beyerdynamic typischen orangenen Akzente sind Geschmackssache, sorgen aber dafür, dass sich das MMX 100 im Design von der Konkurrenz abhebt. Auf RGB verzichtet man beim MMX 100.

Einzelne Elemente wie den Ohrmuscheln lassen sich leicht austauschen, was die Langlebigkeit des Headsets. Das MMX 100 bringt ein Gewicht von 296 Gramm auf die Waage.

Zum Anschließen bietet das MMX 100 zwei 3,5-mm-Klinkenanschlüsse: Einen 4-poligen Anschluss mit 1,2 Metern Länge u.a. für Apple-Produkte und aktuelle Konsolen sowie einen 2x3-poligen Anschluss mit einer Kabellänge von 2 Metern u.a. für Desktop-Rechner.

Am Headset selbst beschränkt man sich bei den Bedienelementen auf einen Lautstärkeregler und einen dedizierten Mute-Button. Eine Möglickeit, das Mikrofon durch Hochschieben stummzuschalten gibt es nicht. Dafür ist das Mikrofon selbst abnehmbar.

Den Aluminium-Querbügel stattet Beyerdynamic auf der Innenseite mit Kunstleder aus, welches man mit Memory Foam füllt. So ist das MMX 100 trotz fehlendem separatem Kopfband auch nach mehreren Stunden nicht unbequem. Die geschlossenen Over-Ear-Ohrmuscheln, welche man ebenfalls mit Memory Foam versieht, tragen zum hohen Komfort auch über längere Zeit bei.

Produktfoto des Beyerdynamic MMX 100 vor weißem Hintergrund
Beim Klang kann das MMX 100 ohne Probleme bei "den Großen" mitspielen.
© beyerdynamic

Beyerdynamic MMX 100 im Test: Mikrofon & Klang

Im Inneren des Headsets verbaut Beyerdynamic ein 40-mm-Treibersystem, welches laut Hersteller einen Übetragungsbereich von 5 bis 30.000 Hz bietet. Mit einer Impedanz von 32 Ohm eignet sich das Headset nicht nur für den Einsatz am Rechner, sondern kommt auch gut mit Smartphones, Tablets, Laptops und Konsolen klar, ohne Klangverluste hinnehmen zu müssen.

Im Test zeigt sich das MMX 100 von seiner besten Seite. Trotz des vergleichsweise günstigen Preises bietet das Headset starke, aber nicht überladene Bässe und klare Höhen. Und die auf Gaming ausgelegte Sound-Lokalisierung erlaubt uns in wettkampforientierten Shootern eine zielgenaue Ortung von Feinden.

Beim Mikrofon handelt es sich um ein Meta-Voice-Nierenkondensator-Mikrofon mit 9,9 mm Kapseldurchmesser. Das Mikrofon nimmt damit nur Geräusche auf der Vorderseite des Headsets auf, Töne aus dem Hintergrund werden ausgeblendet. Außerdem stattet Beyerdynamic das Mikrofon mit einem abnehmbaren Pop-Schutz aus. Damit sollen Tastatur- und Mausklicks ausgeblendet werden.

Im Test bestätigt sich das. Kleinere Schreibtischgeräusche filtert das MMX 100 ohne Probleme heraus. Gleichzeitig wirkt unsere Stimme klar und natürlich. Auch in lauteren Discord-Runden und in der Hitze des Gefechts sind wir so stets gut zu verstehen.

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Beyerdynamic MMX 100 im Test: Kompatibilität, Software & Einstellungsmöglichkeiten

Neben dem Einsatz am PC bewirbt Beyerdynamic das MMX 100 vor allem auch als Headset für die aktuellen Konsolen Playstation 5 und Xbox Series X/S. Bei beiden Spielekonsolen kann der 4-polige Klinkenstecker direkt in den Controller gesteckt werden, was die Verwendung des Headsets auch über größere Entfernungen, beispielsweise auf der Wohnzimmer-Couch, erlaubt.

Eine eigene optionale Software zum Einstellen des Equalizers bietet Beyerdynamic für das MMX 100 nicht an. Auch mit der kostenpflichtigen Immerse-Software für das MMX 300 ist das Headset nicht kompatibel. Aufgrund des sehr guten Standardklangs ist das für uns aber kein Beinbruch.

Beyerdynamic MMX 100 im Test: Fazit

Das MMX 100 von Beyerdynamic stellt sich als tolle Option für Spielende heraus, die ein trotz hohem Preisbewusstsein nicht auf guten Klang verzichten möchten. Vor allem für die aktuelle Konsolengeneration bietet sich das Headset an.

Auf tiefgreifende Einstellungsmöglichkeiten muss man hier verzichten. Tragekomfort, Klang und Mikrofon können im Test aber überzeugen und auch mit höherpreisigen Modellen gleichziehen.

beyerdynamic | New MMX series MMX 100 & MMX 150 - Features

Quelle: beyerdynamic
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