Auf dem Prüfstand

Breitband-Benchmark 2021 Schweiz: Testergebnisse

5.10.2021 von Joachim Bley

ca. 4:45 Min
Testbericht
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  1. Breitband-Benchmark 2021: Das beste Internet in der Schweiz
  2. Breitband-Benchmark 2021 Schweiz: Testergebnisse
  3. Breitband-Benchmark 2021 Schweiz: Einfluss der Endgeräte
  4. Breitband-Benchmark 2021 Schweiz: So haben wir getestet

Sunrise UPC holt in der Schweiz auf Anhieb den Gesamtsieg

Bei der Schweiz-Premiere unseres Breitband-Benchmarks im vergangenen Jahr sind Sunrise und UPC im Wettstreit um das beste Internet-Erlebnis aus Anwendersicht noch gegeneinander angetreten. Inzwischen ist neben UPC auch Sunrise ein Teil des internationalen Liberty Global-Konzerns. Durch diesen Unternehmenszusammenschluss ist ein starker Netzbetreiber entstanden, der mit seinem Mix aus der Breitbandkabel-Infrastruktur von UPC und dem Glasfasernetz von Sunrise hohe Erwartungen weckt.

Dieser Favoritenrolle wurde Sunrise UPC als Gesamtsieger Schweiz in unserer Festnetz-Vergleich vollauf gerecht. Garant für den ersten Platz war hier das hervorragende Abschneiden in den neu ins Testprogramm aufgenommenen aktiven Geschwindigkeitsmessungen. 90% der Haushalte erhalten mindestens 10,9 Mbit/s. Die besten 10% der Sunrise UPC-Anschlüsse sind gar mit beeindruckenden 221 Mbit/s oder mehr im Internet unterwegs.

PC Magazin-Testurteil: sehr gut (963 von 1000 Punkten)

Breitband-Benchmark-Schweiz-PCM_Oktober-2021_Testsieger_Sunrise
Der Netzbetreiber Sunrise lieferte in unserem Test hervorragende Ergebnisse und erhält darum den "Testsieger".
© WEKA media publishing GmbH

In einem engen Rennen belegt die Swisscom einen sehr guten zweiten Platz

Dass die Swisscom nach wie vor eine tragende Säule der schon heute überdurchschnittlichen Festnetz-Grundversorgung ist, bestätigt auch unser nutzerorientierter Breitband-Benchmark. In den aktiven Download-Speedtests erreichen oder überbieten 90% der überprüften Anschlüsse überzeugende 10,5 Mbit/s. Werden nur die besten 10% der Haushalte berücksichtigt, liegt diese Schwelle bei an sich ebenfalls starken 138,9 Mbit/s. Im Schweiz-internen Vergleich relativiert sich das. Hier sind die Kunden von Sunrise UPC und Salt noch schneller unterwegs. Das ist keine große Überraschung, denn im Netz der Swisscom dürfte die Anbindung der Haushalte in ländlicheren Gegenden über weniger leistungsfähige Kupferleitungen immer noch eine Rolle spielen.

Die übrigen, während der Nutzung gängiger Apps passiv ermittelten Datenraten können über alle untersuchten Anwendungsklassen überzeugen und liegen damit im Upload und im Download praktisch gleichauf mit dem Testsieger. In den Laufzeit-Kategorien Sprachdienste, Standard-Gaming und Highend-Gaming schneidet die Swisscom insgesamt am besten ab. Top: Die für Highend-Gaming geforderten geringen Latenzen unter 20 Millisekunden haben die Zugänge der Swisscom-Haushalte klar am häufigsten unterschritten.

PC Magazin-Testurteil: sehr gut (952 von 1000 Punkten)

Salt behauptet sich mit einem ebenfalls sehr guten Gesamtergebnis

Eine mit Sunrise UPC oder gar der Swisscom vergleichbare Flächenabdeckung kann der noch junge Glasfaseranbieter bislang noch nicht bieten. Das zeigt auch die Anzahl der erfassten Messproben, die hier etwa um den Faktor 10 geringer sind. Die im Vergleich zu regionalen Anbietern wie Quickline oder Netplus breitere Streuung der untersuchten Anschlüsse lässt eine Einstufung als landesweiter Anbieter dennoch zu. In unserer Benchmark-Auswertung erhalten 10% der Salt-Haushalte in den aktiven Speedtests satte 208 Mbit/s oder mehr im Download.

Oder anders gesagt: Mit den zweithöchsten Spitzendatenraten kann das moderne Glasfasernetz von Salt seine Geschwindigkeitsvorteile ausspielen. In den drei Laufzeitklassen fällt der prozentuale Anteil der Anschlüsse, die unsere anwendungstypischen Schwellenwerte erfüllen oder unterbieten konnten, im Vergleich zu den anderen Festnetzbetreibern ab, was Salt letztlich eine bessere Platzierung im Gesamtranking kostete. Das gilt in verstärktem Maß für das ambitionierteste Latenz-Level von 20 Millisekunden. Diese anspruchsvolle Marke schafften gerademal 50,2% der Internetzugänge. Zum Vergleich: Bei der Swisscom lag der Anteil bei 81,4%.

PC Magazin-Testurteil: sehr gut (939 von 1000 Punkten)

Durchweg überzeugende Internet-Performance in den bevölkerungsreichsten Kantonen

Wie gut die Festnetz-Infrastruktur aufgestellt ist, verdeutlicht ein Blick in die zehn bevölkerungsstärksten Kantone der Schweiz. Alle Gewinner erfüllten unsere Testanforderungen meist in nahezu idealer Weise und verdienten sich in unserem Breitband-Benchmark damit souverän die Bestnote „sehr gut“. Dass die Top-Qualität in der Spitze auch für die zweit- und teilweise sogar für die drittplatzierten Internetanbieter gilt, zeigen deren oft fast ebenbürtigen Leistungen, die häufig ebenfalls die Bestnote verdienen.

Bestes Beispiel hierfür ist der Kanton Bern, in dem die drei Gewinner auf Top-Niveau sehr dicht beieinander lagen. Am Ende konnte der regionale Breitbandkabel-Anbieter Quickline diesen Kanton für sich entscheiden. Eine Ausnahme, denn in allen anderen untersuchten bevölkerungsreichsten Kantonen hatten durchweg entweder Sunrise UPC oder die Swisscom die Nase vorn.

Das ist umso beachtlicher, weil auch die Wettbewerber in vielen Regionen einen starken Auftritt hatten: Salt konnte besonders in Bern, St. Gallen, Vaud und Zürich kräftig punkten und zeigte damit ebenfalls sehr gute Leistungen. Gleiches gilt für den regionalen Kabelnetzbetreiber Netplus, der in Fribourg, Vaud und Wallis absolut betrachtet hervorragend abgeschnitten hat und in diesen Kantonen die Anforderungen für die Bestnote „sehr gut“ auch locker übertreffen konnte.

Fazit: Schweiz

Dreimal die Gesamtnote „sehr gut“ mit exzellenten Punktzahlen – viel besser geht’s nicht. Keine Frage: Die drei landesweiten Festnetzanbieter der Schweiz zeigen in unserem nutzerorientierten Breitband-Benchmark, dass sie offensichtlich durchweg einen Super-Job machen. Die neuformierte Sunrise UPC hat unserer Auswertung zufolge noch einen Tick mehr Speed in ihren Breitbandkabel- und Glasfasernetzen und darf sich damit in diesem Jahr als Gesamtsieger feiern lassen. Geht es um die in der Spitze bereitgestellten Top-Datenraten überrascht nicht, dass Salt dem Gewinner dicht auf den Fersen ist. Dazu tragen sicher auch deren Glasfaserinfrastruktur und die 10 Gbit/s-Angebote in Ballungsräumen wie Zürich bei.

Die Swisscom wiederum beeindruckt im Vergleich mit hoher Reichweite und kurzen Paketlaufzeiten. Angesichts dieser starken, landesweit vertretenen Mitstreiter verdient aber auch der regionale Kabelanbieter Quickline Respekt. Quickline erhält im Wallis locker die Note „sehr gut“ und kann im Kanton Bern sogar die Sunrise UPC und die Swisscom – wenn auch denkbar knapp – hinter sich lassen. In allen anderen untersuchten bevölkerungsreichsten Kantonen gewinnen Sunrise UPC oder die Swisscom. Wie hoch das Leistungsvermögen der untersuchten Netzbetreiber insgesamt ist, untermauern auch die sehr guten Leistungen von Salt in Bern, St. Gallen, Vaud und Zürich und von Netplus in Fribourg, Vaud und Wallis. Allein der in der Schweiz offensichtlich funktionierende Wettbewerb wird dafür sorgen, dass sich kein Internetanbieter auf seinen Lorbeeren ausruhen wird.

Das zeigen auch die formulierten Ausbauziele. Beispiel: Bis 2025 möchte die Swisscom rund 60% der Wohnungen und Geschäfte mit Glasfaser versorgen. Bis Ende des Jahres sollen zudem 90% der Haushalte mit mindestens 80 Mbit/s versorgt werden. Wir sind schon jetzt gespannt, ob und in welchem Umfang solche Ausbauinitiativen bereits in der nächsten Auflage unseres Breitband-Benchmarks Niederschlag finden werden.

Hakan Ekmen, CEO Telekommunikation bei umlaut:

„Gratulation an den Gewinner Sunrise mit der Gesamtnote „sehr gut“ in unseren Breitband Benchmark. Punkten konnte Sunrise insbesondere in der neuen Kategorie der aktiven Geschwindigkeitsmessungen. Aber auch Swisscom und Salt erreichen mit ihren Anschlüssen die Note "sehr gut". Das zeigt wie gut die Festnetz-Infrastruktur in der Schweiz fortgeschritten ist. Mit unserem Breitbandbenchmark schaffen wir einen fairen und transparenten Vergleich aller Netzbetreiber und unterstützen den Verbraucher bei der Wahl eines geeigneten Netzanbieters.“

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