Die Tablet-Revolution

Berühren erwünscht

Das Display, das 1024 x 768 Bildpunkte darstellt, ist aufgrund der Dichte von 132 Pixel pro Zoll und der einstellbaren Helligkeit trotz spiegelnder Oberfläche sehr gut ablesbar. Im Gegensatz zu den kleineren Modellen weist das iPad einen zwei Zentimeter breiten Rand auf, damit man es vernünftig halten kann, auch ohne auf das eigentliche Display zu treffen.

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Links: Die Musikauswahl profitiert ebenfalls vom großen Display. Rechts: Zu den ersten nativen Apps zählt der Comic Reader von Marvel.

Das reagiert nämlich auf so ziemlich jede Berührung: Im Standby-Modus geht es an und will entriegelt werden, liegt der Berührungspunkt auf dem Bildschirmhintergrund, springt die Suchfunktion an, trifft man ein Symbol, startet die jeweilige Anwendung.

Arbeitet man mit dem iPad, sind trotz fettabweisender Schutzschicht auf dem Display schon relativ bald streifige Abdrücke zu sehen. Die sehen zwar unschön aus und man bekommt, zumindest solange das iPad neu ist, einen wahren Putzfimmel, allerdings stören die Streifen kaum, solange man frontal auf das Display guckt.

Dennoch stellt sich schon bald ein gewisser Widerwille ein, dass Display unnötig zu berühren. Das ist vor allem der Fall, wenn man das nackte iPad nur herumtragen will. Apple bietet für rund 39 Euro ein Case an, das sich wie eine Heftmappe um das iPad legt. Das hat das Zeug zu einem Renner, denn früher oder später werden die meisten iPad-Besitzer ihr Tablet schützen wollen.

Angenehm an dem Zubehörartikel ist, dass es gleichzeitig ermöglicht, das iPad zum Schreiben auf der Bildschirmtastatur leicht schräg und zum Videogucken fast senkrecht zu stellen.

Und Apple wäre nicht Apple, wenn es nicht auch weiteres (teures) Zubehör geben würde. Derzeit sind das zwei Dockingstationen (eine mit, eine ohne Tastatur) und - das war einer der Hauptkritikpunkte im Vorfeld - ein Adapter für SD-Karten.

Der erlaubt zwar nicht, den internen Speicher zu erweitern und ist mit vermutlich 29 Euro auch nicht gerade billig, aber zumindest lassen sich so Fotos von der Digitalkamera auch unterwegs auf das iPad überspielen, wo sie bearbeitet, versendet oder einfach nur besser betrachtet werden können.

Arbeiten, spielen und surfen

Wer schon den iPod Touch oder das iPhone gerne zum Spielen oder Arbeiten verwendet, wird vom iPad entzückt sein. Dank des größeren Bildschirms ist nicht nur die Darstellung umfangreicher, sondern auch die Bildschirmtastatur wächst mit. Quer gestellt steht sie, was die Größe der Tasten und deren Abstände angeht, einer Netbook-Tastatur in nichts nach. Ob man mit der Tastatur zurecht kommt, hängt in erster Linie davon ab, wie man tippt.

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Zum Surfen eignet sich das iPad dank des großen Displays sehr gut. Die fehlende Flash-Unterstützung kann einige Seiten allerdings unbrauchbar machen.

Mit dem Adlersystem kommt man auf eine ähnliche Geschwindigkeit wie mit normalen Tastaturen - schnell genug ist das iPad nämlich. Zehn-Finger-Schreiber kamen in unserem Test dagegen schlechter zurecht, denn sie sind daran gewöhnt, die Fingerspitzen auf den Tasten ruhen zu lassen - bei einem berührungsempfindlichen Bildschirm keine gute Idee. Für Umlaute gibt es keine eigenen Tasten.

Bleibt man auf einer Vokaltaste, klappt ein Fensterchen aus, das passende Sonderzeichen anbietet. Mit eingestellter deutscher Tastatur wird automatisch der zugehörige Umlaut ausgewählt.

Die meisten Apps kommen sowieso ohne Tastatur aus. Das gilt besonders für Spiele. In dieser Hinsicht legt das iPad gegenüber den kleineren Geschwistern gleich doppelt zu. Nicht nur dass der Bildschirm größer ist - auch die Geschwindigkeit hat sich spürbar verbessert.

Schon jetzt gibt es im App Store auch nativ für das iPad geschriebene tolle Spiele und man darf gespannt sein, was die Entwickler aus den Möglichkeiten herausholen werden.

Die Eignung des iPads als Surfmaschine wurde aufgrund der Ankündigung Apples, kein Flash zu unterstützen, besonders heiß diskutiert. Tatsache ist: Webseiten, die stark auf Flash setzen und für die es keine Apps gibt, sind mit dem iPad teilweise nicht zu gebrauchen oder sehen zumindest zerfleddert aus. Ob Apple die richtige Entscheidung getroffen hat, wird sich zeigen müssen.

Als gute Argumente, auf Flash zu verzichten, stehen die mangelnde Sicherheit, die Schwerfälligkeit und nicht zuletzt die Tatsache, dass Flash ein keineswegs unersetzbarer Bestandteil des Internets ist. Solange Webseitenbetreiber aber auf das Adobe-Plug-in setzen, wird man als iPad-Surfer im Regen stehen und kann sich höchstens mit dem Gedanken trösten, ein Vorkämpfer für HTML5 zu sein.

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