Action-Strategiespiel

Battlezone Combat Commander im Test

13.3.2018 von Matthias Metzler

Battlezone Combat Commander: Liebloses Remake oder geniales Comeback? Wir haben die überarbeitete Neuauflage des Strategieklassikers Battlezone 2 im Test.

ca. 2:30 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Battlezone Combat Commander im Test
Battlezone Combat Commander im Test.
© Rebellion

Pro

  • Verbesserte Grafik
  • Gelungene Kombination aus Action- and Strategiespiel
  • Schwierigkeitsgrad während der Missionen änderbar
  • Mod-Support

Contra

  • Gelegentliche KI-Schwächen
  • Zwischensequenzen und Drumherum wirken spröde

Fazit

PCgo-Testurteil: gut; Preis/Leistung: gut


78,0%

Remakes bekannter Strategiespiele sind in Mode. Man denke etwa an Starcraft Remastered​ oder an die Age of Empires: Definitive Edition​. Nach knapp 20 Jahren erfreut sich jetzt auch das Action-Strategiespiel Battlezone 2 einer Frischzellenkur. Die "2" im Namen der Urversion hat der Publisher Rebellion kurzerhand unter den Tisch fallen lassen – macht nichts, denn Vorkenntnisse des ersten Teils sind zu keiner Zeit erforderlich.

Ausgangspunkt der wendungsreichen Handlung ist ein Angriff der mysteriösen Alienrasse der Scions. Als Mitglied der ISDF (International Space Defense Force) treten Sie gegen die außerirdische Bedrohung an. Die meiste Zeit düsen Sie dabei "im Sauseschritt" mit unterschiedlichen Fahrzeugen über wüstenartige Planetenlandschaften. Zur Wahl stehen dabei schnelle Aufklärer, gut geschützte Panzer, mächtige Mech-Roboter und andere Vehikel.

Ohne Tastensteuerung geht wenig

Gleichzeitig bietet das Spiel aber auch Echtzeit-Strategie-Elemente: Als Combat Commander errichten Sie Basen, kommandieren Ihre Einheiten übers Schachtfeld oder lassen sich mit Nachschubgütern an Waffen oder Panzerung versorgen. Gelegentlich muss man sein Fahrzeug verlassen, um etwa Feinde mit dem Scharfschützengewehr ins Visier zu nehmen, oder um in Gebäuden bestimmte Aktion auszulösen. Die Ausflüge zu Fuß sind eher behäbig, man spürt förmlich, wie der schwere Raumanzug einen behindert. Mit einem modernen Ego-Shooter hat das wahrlich nichts zu tun. Immerhin bringen solche Abstecher mehr taktische Optionen ins Spiel.

Die Steuerung der Produktion und das Befehligen der eigenen Einheiten erfolgt direkt aus dem Cockpit über Tastenbefehle. In der Regel tippt man eine Abfolge von Zahlen auf der Tastatur ein. Hat man sich diese erst einmal eingeprägt, ist die Steuerung sehr praktikabel.

Battlezone Combat Commander Steuerung
Die Steuerung der eigenen Einheiten erfolgt über Tastenbefehle: im Bild das Baumenü der Konstruktor-Einheit.
© Rebellion

Die gegnerischen Einheiten agieren nicht übertrieben schlau und folgen gerne vorgegebenen Pfaden. Einfach zu besiegen sind sie trotzdem nicht: Man muss einerseits aus dem eigenen Waffenarsenal erst einmal das passende Gegenmittel finden und andererseits greifen die Gegener gerne an mehreren Stellen gleichzeitig an. Es gilt also immer die Radarkarte unten links im Blick zu haben, um ggf. die eigenen Einheiten schnell zum Brennpunkt zu kommandieren.

Bessere Spielbalance

Im Gegensatz zum Vorgänger Battlezone 98 Redux wird man deutlich besser ans Spiel herangeführt. Zudem stehen jederzeit drei Schwierigkeitsgrade zur Verfügung. Auch während einer Mission lässt sich dies ändern, was unerfahrenen Kommandanten den Job sehr erleichtert.

Das Drumherum außerhalb der Missionen ist dagegen trist. Das Intro schreckt eher ab, als dass es Lust aufs Spiel macht, kurze Zwischensequenzen gibt es nur sporadisch und neue Missionen werden nur mit spärlich animierten Texttafeln und mit einem Sprecher aus dem Off erklärt. 

Fazit: Battlezone Combat Commander im Test

Was Battlezone damals wie heute attraktiv macht, ist seine gelungene Mischung aus Action- und Strategiespiel. So kümmert man sich nicht nur um das Ressourcen- und Einheiten-Management, sondern greift in erster Linie selbst aktiv ins Geschehen ein. Das macht Battlezone einerseits mitreißender als reine Strategietitel und andererseits anspruchsvoller als reine Actionspiele.

Die überarbeitete Version ist optisch ansprechend, will und kann dabei aber keine Referenzen mehr setzen. Im Kern steckt in Combat Commander noch das gleiche alte Spiel, es vermag aber immer noch sehr gut an den Bildschirm zu fesseln. Kleinere Unzulänglichkeiten wie das spröde Drumherum und gelegentliche KI-Schwächen muss man dem Oldie einfach verzeihen. Wer Action und Strategie mag, sollte Battlezone Combat Commander einmal gespielt haben.

Dank des eingebauten Mod-Supports und der Multiplayer-Option mit bis zu 14 Spielern unterhält das Spiel auch längerfristig. Damit sollte der Grundstein für die nächsten 20 Jahre Battlezone doch gelegt sein!

Was ist Battlezone: Combat Commander? (engl.)

Quelle: Rebellion
What is Battlezone: Combat Commander? (engl.)
Testsiegel pcgo.de 3/2018 gut
Battlezone Combat Commander erreicht im PCgo-Test die Note "gut".
© WEKA MEDIA PUBLISHING GmbH

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