WW2-Shooter

Battlefield 5 im Test: Der neue Stern am Multiplayer-Himmel

Battlefield 5 wollte die Krone. Und hat sie sich jetzt hart erarbeitet. Im Test zeigt der neue Shooter von EA, dass er die Konkurrenz links liegen lässt.

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Pro

  • Atemberaubende Grafik
  • Hervorragendes Sound-Design
  • Ausgewogenes Balancing
  • Enorme Abwechslung
  • Packende Schlachtfeld-Atmosphäre

Contra

  • Seichter Singleplayer-Modus

Fazit

Battlefield 5 ist der neue König der Multiplayer-Shooter.
Hervorragend

Battlefield 5 ist der neue Multiplayer-Streich von EA und Dice. Und anstatt die Serie komplett auf den Kopf zu stellen, haben die Entwickler bevorzugt darauf geachtet, das beliebte und vor allem gut funktionierende Spielprinzip weiterzuentwickeln. Bevor wir im Test ins Detail gehen, wollen wir Grundsätzliches klären: Battlefield 5 ist ohne Zweifel der wohl am besten aussehende Shooter auf dem Markt. Die Frostbite-Engine lässt auf den Schlachtfeldern ihre Muskeln spielen. Partikeleffekte wie über die Straßen wehendes Laub oder eindrucksvolle Schneestürme sorgen für eine unheimlich dichte Atmosphäre.

Hinzu kommt die beeindruckende Zerstörungsmechanik, die teilweise ganze Häuser dem Erdboden gleichmacht. Das sieht nicht nur toll aus, es hat auch Einfluss auf das Spielgeschehen. Denn erst durch die enormen Zerstörungen erhält Battlefield 5 seine ganz besondere Atmosphäre und das passende Gameplay.

Hinweis: Unser Testmuster für PS4 enthält natürlich kein Raytracing. Dies kam nachträglich per Patch und nur für die PC-Version. Voraussetzung sind eine Geforce-RTX-Grafikkarte und Windows 10 (1809).

Battlefield 5 im Test: Der Multiplayer-Modus

Wie schon bei den Vorgängern, ist auch das Herzstück von Battlefield 5 der Multiplayer-Modus. Und erneut sind wir teilweise auf riesigen Maps unterwegs und beharken uns gegenseitig in Massenschlachten – zu Land, zu Wasser und in der Luft. Neben dem bereits erwähnten Zerstörungsfeature dürfen wir in Battlefield 5 zum ersten Mal in der Serie auch etwas aufbauen. Das nennt sich dann Fortifications. An vorgegeben Stellen können wir so zum Beispiel Panzersperren errichten oder Munitionsdepots aufbauen. Hier kommt besonders die Rolle der Support-Klasse zum Tragen, denn diese ist nicht nur besonders flink beim Aufbau, sondern kann stationäre Geschütze zur Verfügung stellen.

© EA

Zum Release standen acht Karten zur Verfügung, die jedem Spieler etwas bieten dürften. Egal ob das die rauchigen Trümmer Rotterdams sind oder die weitläufigen französischen Felder rund um Arras – alle Karten sehen bombastisch aus und wurden mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Da Aussehen nicht alles ist, wurden sie außerdem noch clever gebaut und bieten für viele verschiedene Spielstile unterschiedliche Möglichkeiten. Neben weitläufigen Karten wie Twisted Steel gibt es auch kleinere Maps. Da steht dann, ähnlich wie auf „Metro“ in Battlefield 3, der Chaos-Faktor im Vordergrund.

Auf der einen Seite erfrischend, auf der anderen Seite etwas enttäuschend: Dice verzichtet absichtlich darauf, bekannte Schauplätze und Geschehen nachzubilden. Eine Invasion am D-Day gibt es beispielsweise nicht. Mittlerweile wird aber überlegt, ob man derlei mithilfe von DLC nachlegen wird.

Die Balance ist Dice ebenfalls gelungen. Flugzeuge müssen beispielsweise immer wieder Munition am Boden aufnehmen und werden so zum leichten Ziel für Flak-Abwehr oder Panzerfäuste. Auch in Panzern ist man nicht sicher. Denn je schwerer der Panzer, desto langsamer lässt sich das Kanonenrohr drehen. Und wenn dann noch geschickte Flankenangriffe oder flinke Fahrzeuge hinzukommen, ist man auch im Stahlkoloss verloren.

Battlefield 5 im Test: Der Singleplayer-Modus

Im Gegensatz zu Call of Duty: Black Ops 4 bietet Battlefield 5 auch eine Singleplayer-Kampagne. Diese besteht aus mehreren sogenannten War Storys, die uns in unterschiedliche Charaktere stecken und an unterschiedliche Orte auf der Welt bringen. Die Singleplayer-Kampagne punktet mit spannenden Geschichten. So müssen wir mal möglichst unerkannt Stützpunkte der Luftwaffe infiltrieren, mal sind wir eine norwegische Widerstandskämpferin, die auch um das Leben ihrer Familie kämpft.

© EA

Das Problem? Das Gameplay! Denn wir werden in eine offene Sandbox-Karte geworfen und können die Missionsziele in beliebiger Reihenfolge abarbeiten. Wie wir vorgehen, bleibt uns überlassen. Klingt zwar erstmal nett, wird aber sehr schnell sehr repetetiv. Vor allem weil insbesondere der Stealth-Modus zu stark ist, was unter anderem an der schlechten KI liegt. Echte Gegenwehr müssen wir nur bei den Elite-Gegnern fürchten, die uns unter anderem mit Flammenwerfern zusetzen. Die sind zwar nicht cleverer als andere KI-Kollegen, halten aber absurd viele Treffer aus ... Insgesamt ist der Singleplayer-Part eine nette Dreingabe. Bleibenden Eindruck hinterlässt er indes nicht.

Battlefield 5 im Test: Fazit

Battlefield 5 ist im Multiplayer-Modus Spitze. Und zwar zurecht. Kein Shooter bietet eine solche Abwechslung. Egal ob riesige oder kleine Maps, egal ob zu Lande, in der Luft oder im Wasser, egal ob als Assault oder Medic – Battlefield 5 wird im Multiplayer-Modus nie langweilig. Weitgehend rundes Balancing, Zerstörung und das vielfältige Gameplay für sowohl Veteranen als auch Einsteiger sind die Highlights. Im Gegensatz dazu steht der zwar nette, auf Dauer aber eher eintönige Singleplayer-Part, der in wenigen Stunden durchgespielt und nicht mehr als eine nette Dreingabe ist.

Battlefield 5 Official Trailer Gamescom

Quelle: Electronic Arts
02:07 min (Englisch)

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