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7.2-Surround-Set

Mitteltöner, Bass und Hörtest

Inhalt
  1. B&W CT800-Set im Test
  2. Mitteltöner, Bass und Hörtest

Mitteltöner ohne Sicke

Der Mitteltöner wurde nahezu unverändert aus der 800 Series übernommen. Seine 15 Zentimeter große Kevlarmembran wird nicht wie sonst üblich von einer beweglichen Gummisicke am Rand geführt, sondern liegt auf einem schmalen Ring aus geschäumtem Polymer. Der Vorteil: Die abhängig von der übertragenen Frequenz zwangsläufig auftretenden Partialschwingungen sind weniger ausgeprägt, was zu einem besseren Impulsverhalten und zu einer glatteren Übertragungsfunktion führt. 

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Alle Boxen des Sets arbeiten mit 20 Zentimeter großen Bass-Chassis - der Center und die Standboxen sogar mit zweien. Sandwich-Konstruktionen aus Kevlar und Papier bei Front und Center sowie Kohlefaser und Rohazell bei den vier Boxen für den Rückraum sind probate Mittel, um maximale Membran-Steifigkeiten zu erreichen. 

Eine Besonderheit: Front und Center sind modular aufgebaut. So rutscht die Mittel-/Hochtoneinheit beim liegenden Center in die Mitte, während links und rechts die beiden Bässe agieren. In der Standbox sitzt diese Einheit oben im Gehäuse. Die für die homogene Wiedergabe des Sets entscheidenden Kriterien sind auf jeden Fall erfüllt: die identische Mittel-/Hochton-Bestückung und vor allem deren vertikale Anordnung in allen Boxen. 

B&W SA 1000

© Josef Bleier, Stefan Rudnick, Hersteller

Aktivweiche und Endstufe zugleich: Die SA 1000 bietet nicht nur 1.000 Watt Class-D-Verstärkerleistung, sondern auch alle Einstellungen für beste Ankopplung an die "Satelliten".

Mächtiges Basspotenzial

Für eine bestmögliche souveräne Tiefsttonwiedergabe haben wir Subwoofer aus der 700er-Serie gewählt: zwei flache Bassboxen mit 38 Zentimeter großen Papier-/Kevlar-Membranen. Sie lassen sich einerseits gut platzieren, und zum anderen bieten zwei Bassboxen neben der doppelten Membranfläche eine ausgewogenere Basswiedergabe im Raum.

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Die passenden Aktiveinheiten SA-1000 sind ausgelagert und beherbergen jeweils neben einer digitalen 1.000 Watt starken Endstufe alle Einstellungen wie Tiefpassfilter, Pegelsteller, Phasenschalter und zudem zwei Schalter für variable Hochpassfilter sowie für die EQ-Einstellungen Music und Movie. 

Ein Schalter auf der Rückseite stellt die zum ausgewählten Subwoofer passende Entzerrung ein. Dank der bassstarken "Satelliten" rundum haben wir eine Übergangsfrequenz von 50 Hz gewählt, sodass die beiden Subs tatsächlich nur für tieffrequente Effekte zuständig waren, dagegen die Oberbassqualität von sämtlichen Boxen des Sets definiert war.

lautsprecher, home entertainment, B&W CT800-Set

© Josef Bleier, Stefan Rudnick, Hersteller

Alle Lautsprecher des Sets weisen sehr niedrige Verzerrungen und mithin ein enormes Pegelpotenzial auf, was sich in der souveränen, nie lästigen Spielweise selbst bei hohen Lautstärken niederschlägt. Eine weitere Gemeinsamkeit: die sehr ähnliche Tonalität aller Boxen. Trotz seiner Größe zeigt der Hochtöner gutes Rundstrahlverhalten. Mehr als beeindruckend ist der Tiefgang der Subwoofer: Die untere Grenzfrequenz reicht bis unterhalb von 20 Hertz.

Hörtest

Beim Hörtest stellten wir fest: In puncto Souveränität haben wir noch kein besseres Heimkino-Set gehört. Doch schauen wir zunächst auf die audiophilen Qualitäten im Stereo-Modus ohne Subwoofer. Gut geeignet dafür ist die Live-Einspielung von Patricia Barbers Use Me. Die Perkussion klingt seidenweich und fein aufgelöst, die Jazz-Sängerin tonal authentisch und gut fokussiert in der Mitte. Jede angezupfte Bassnote wird bestens differenziert wiedergegeben.

Test: B&W Panorama 2

Im 7.2-Modus gelten jedoch noch andere Gesetze. Ganz vorne stehen der mögliche Dynamikumfang, das Tiefbassvermögen und die authentische Atmosphäre - Kriterien, die den Zuschauer mitten im Geschehen wähnen. Angefangen bei alten Filmklassikern wie "Armageddon" und "Titan A.E." über "U-571" bis zu Action-Streifen wie "Lara Croft" und "X-Men" drehte sich alles im Zuspieler, was höchste Dynamik und Bassvergnügen versprach. 

Unbeeindruckt wagen sich die neun britischen Schallwandler an diese schwer verdauliche Action-Kost. Wenn in "Titan A. E." Raumschiffe durch den Hörraum fliegen, dann darf es ruhig kräftig wummern, wenn riesige Eiskristalle zerbersten, dann muss es krachen und pochen: Das B&W-Set definiert Dynamik ganz neu.

Nehmen wir das Gewitter am Anfang des Films "Mr. & Mrs. Smith": Das tieffrequente Wabern schwingt offensichtlich länger und vor allem tiefer nach als bislang gehört. Das B&W-Set kann mächtig zulangen und erlaubt entspanntes lautes Hören, kann aber auch leise Zwischentöne differenziert anstimmen. Grob- und feindynamisch erstklassig - perfekt!

Fazit

Die schlechte Nachricht zuerst: Sie müssen sparen, viel sparen (das Set kostet 38.000 Euro). Die gute Nachricht: Sie brauchen nicht mehr ins Kino zu gehen. Mit diesem CT-Set bekommen Sie Lautsprecher, die besser klingen als die meisten Kino-Schallwandler. Lautsprecher, die nichts weglassen, aber auch nichts hinzufügen - wahrlich referenzwürdige Schallwandler für Ihr Heimkino.

Download: Tabelle

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