High-End-Gaming-Notebooks

Asus ROG Zephyrus S17 GX703H und Asus ROG Strix G733Q im Vergleich

1.3.2022 von Oliver Ketterer

Intel hat bei den Tiger-Lake-CPUs ordentlich nachgelegt. Wir ergreifen die Gelegenheit beim Schopf und vergleichen zwei aktuelle Gaming-Notebooks.

ca. 5:30 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Notebook-Duell_2021-08
Die beiden Gaming-Notebooks von Asus begegnen sich in diesem Duell auf Augenhöhe.
© Josef Bleier

Pro

  • Full-HD-Auflösung
  • geringe Reflexion
  • hohe Akkulaufzeit

Contra

  • kein Leichtgewicht

Fazit

PC Go-Testurteil des Testsiegers ASUS ROG Strix Scar 17 G733QS: sehr gut (93 Punkte); PC Go-Testurteil für das ASUS ROG Zephyrus 17: sehr gut (90 Punkte)

Auf den ersten Blick gleichen sich die beiden Gaming-Boliden sehr. Beide Testkandidaten sind mit 17,3-Zoll-Displays ausgerüstet, haben einen separaten Nummernblock auf der Tastatur und wiegen deutlich über 2,5 Kilo. Beide haben mit der RTX 3080 eine mobile Grafikeinheit der Spitzenklasse von Nvidia verbaut, 32 GByte RAM an Bord und eine der besten mobilen CPUs, die man derzeit von AMD bzw. Intel kaufen kann. Und beide Geräte stammen von Asus.

Um die Gretchenfrage zu beantworten, welches von beiden denn nun angeschafft werden soll, werden wir die Details genauer beleuchten müssen. Das Gehirn eines jeden Notebooks ist der verbaute Prozessor Intel hat die Tiger-Lake-CPUs der elften Generation nun mit acht CPU-Kernen bestückt und erlaubt zwei Threads pro Kern. Steve Long, Intel, sagt dazu: „11 Gen H-Series Intel Core processors with their rich desktop callibre performance ... delivers the highest game play performance.“

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Ein neues CPU-Design und mehr Power machen den Zen 3 deutlich schneller.
© Josef Bleier

Der Core i9-11900H, unterstützt von der RTX 3080, liefert uns im 3D Mark Time Spy 9989 Punkte – ein sehr guter Wert. Doch der AMD Ryzen 9 5900HX liefert satte 10810 Punkte ab im renommierten DirectX 12 Benchmark. Bei 3D Mark Fire Strike (DirectX 11) gewinnt ebenfalls das Asus Strix Scar mit AMD Ryzen 9 mit 24208 zu 19325 Punkten.

Bei unseren Spieletests Deus Ex: Mankind Devided, Final Fantasy 15 und Rise of the Tomb Raider gewinnt ebenfalls die AMD-Nvidia-Kombi; zwar mit deutlich geringerem Abstand, aber doch in jedem Spiel. Interessant ist zudem, dass der reine CPU-Test CineBench 15 den Ryzen 9 ebenfalls mit rund zehn Prozent besser bewertet als Intels Rechenknecht. Das verwundert insbesondere deshalb, weil AMD auf dem Papier eigentlich schwächer dasteht als Intel.

Die H-Serie von Intel wird über 20 Lanes angebunden, bei AMD sind es nur zwölf, und Intel hat bereits PCIe 4.0 implementiert. Das hat AMD bisher noch nicht gemacht, obwohl sie bei den Desktop-Chipsätzen lange vor Intel dran waren. Inzwischen sind aber alle modernen Grafikchips mit PCIe 4.0 ausgerüstet. Ein Grund für die optimale Leistung liegt wohl im neuen Design-Layout von Zen 3.

Asus ROG Strix G733Q vs Asus ROG Zephyrus S17 GX703H

Vollbildansicht
Asus ROG Strix G733Q Asus ROG Zephyrus S17 GX703H
sehr gut (93 Punkte) sehr gut (90 Punkte)
Preis/Leistung: befriedigend Preis/Leistung: befriedigend
Preis: ca. 3100 Euro Preis: ca. 3600 Euro
CPU: AMD Ryzen 9 5900HX / 3.3-4.6 GHz CPU: Intel Core i9-11900H / 2.5-4.9 GHz
RAM: 32 GByte DDR4-3200 RAM: 32 GByte DDR4-3200
Grafikkarte: Nvidia Geforce RTX3080 Mobile Grafikkarte: Nvidia Geforce RTX3080 Mobile
Festplatte(n): 1000 GByte + 1000 GByte SSD RAID 0 Festplatte: 2000 GByte SSD
Displaygröße / Auflösung: 17.3-Zoll / 1920 x 1080 Pixel Displaygröße / Auflösung: 17.3-Zoll / 2560 x 1440 Pixel
WLAN / Bluetooth: Wi-Fi 6 / 5.1 WLAN / Bluetooth: Wi-Fi 6 / 5.2
Betriebssystem: Windows 10 Home Betriebssystem: Windows 10 Home
Helligkeit Displaymitte: 326 cd/m² Helligkeit Displaymitte: 285 cd/m²
Mittlere Helligkeit: 305 cd/m² Mittlere Helligkeit: 261 cd/m²
Pixeldichte: 127 ppi Pixeldichte: 169 ppi
Gewicht (Netzteil): 2709 Gramm (554 Gramm) Gewicht (Netzteil): 2757 Gramm (842 Gramm)
Abmessungen: 395 x 282 x 33 mm Abmessungen: 396 x 264 x 31 mm
Akkulaufzeit (PC Mark 8 Battery Life): 288 Minuten Akkulaufzeit (PC Mark 8 Battery Life): 272 Minuten

Das Herz eines jeden Gaming-Notebooks ist seine Grafikeinheit

Und weil es wichtig ist, ein gutes Herz zu haben, kommen in unseren Gaming-Boliden gleich zwei zum Einsatz. Bei Intel ist es die in der CPU implementierte Iris Xe und bei AMD die in die Jahre gekommene Vega-GPU, weshalb man in AMDs Fachchargon von APU sprechen kann. Der wahre Grund für die Doppelherz-Strategie ist die massive Einsparung beim Stromverbauch, der auch den Gaming-Laptops eine etwas brauchbarere Ausdauer verleiht, wenn man nicht am Spielen sondern am Arbeiten ist und 3D-Performance nicht gefragt ist.

Unser Test mit Battery Life liefert übrigens Ergebnisse, die zwischen diesen beiden Extremen liegen. Wer nur Word benutzt, kann die erzielten Minuten gerne verdoppeln; und wer ohne Netzteil spielt, darf die erreichte Zeit des Battery Benchmarks halbieren, um auf eine realistische Akkulaufzeit zu kommen. Die viel wichtigere Grafik für Gamer ist der zum Einsatz kommende dedizierte Grafikchip und nicht jener in der CPU. Hier werden beide Notebooks mit Nvidias mobiler Version des RTX 3080 bestens ausgerüstet.

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Beim Asus S17 finden sich links Netzanschluss, HDMI, RJ45, USB, Headphone und 2x Thunderbolt 4.
© Josef Bleier

Diese GPU garantiert nicht nur ein sehr hohes Maß an flüssigem Gameplay aktueller Spieletitel mit hohen Detaileinstellungen sondern auch Ray Tracing in Echtzeit. Bei allen unseren Benchmark- und Spieletests schießen die Testkandidaten weit über das Ziel hinaus, was benötigte Frameraten pro Sekunde anbelangt, um ein Spiel durchwegs flüssig spielen zu können. Das gilt für das AMD-Notebook mit Full-HD-Auflösung; und das gilt auch für das Zepherus S17, sowohl für die native WQHD-Auflösung, als auch die Tests mit geringerem Full-HD. Bei unseren Spieletiteln erzielen wir selbst im Minimum über 80fps und im Durchschnitt deutlich über 100fps.

Dabei spielt man heute eher mit eingeschalteter Synchronisation, da hierbei nicht nur Artefakte wie Tearing vermieden werden, sondern auch ein „runderes“ Spielen möglich wird, wenn die Grafikkarte harmonisch mit dem Display zusammenarbeitet und nur so viele Bilder erstellt, wie auch angezeigt werden können. Im sehr anspruchsvollen 3D Mark Time Spy Graphic-Test erzielen beide Notebooks um die 70fps und zeigen damit einen beeindruckenden Leistungsschub im Vergleich zu allen bisher im Labor getesteten Gaming-Notebooks.

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Das AMD-Notebook überzeugt mit brachialer Leistung und guter Verarbeitung. Obendrauf gibt es LED-Effekte.
© Josef Bleier

Mobilität und Displayqualität der Gaming-Notebooks von Asus

In die Wertung unserer Kategorie Mobilität fließt das Gewicht, das Volumen und die Ausdauer des Notebooks ein. Das mag zunächst widersprüchlich erscheinen, da ein 17-Zöller immer größer und schwerer ist als ein 15er. Doch in einem größeren Gehäuse ist auch deutlich mehr Platz für einen leistungsstärkeren Akku. Außerdem sind wir natürlich so fair, unterschiedliche Anforderungen an unterschiedliche Notebook-Kategorien anzulegen.

Die Anforderungen an ein Business-Notebook sind in puncto Mobilität deutlich höher als die an ein Gaming-Notebook. Asus hat bei beiden Notebooks einen vergleichsweise sehr guten Akku verbaut und die Systeme so getrimmt, dass sie mit möglichst wenig Energie auskommen. Beide Notebooks erreichen die volle mögliche Punktezahl bei der Laufzeit. Ein besonderes Lob gilt allerdings dem Intel-Boliden, denn er muss bei der WQHD-Auflösung deutlich mehr Pixel mit Strom versorgen.

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Die Tastatur des ROG Zephyrus S17 hebt sich automatisch um 5° an beim Öffnen des Deckels.
© Josef Bleier

Außerdem verfügt das Zephyrus über zwei Thunderbolt-4-Anschlüsse, über die das Notebook entweder über ein optional erhältliches Netzteil geladen werden kann oder über eine Powerbank. Im Test hat das mit einer Zendure (10.000 mAh) auf Anhieb funktioniert, doch wurde nur im Slow-Charging-Modus gearbeitet. Beim Gewicht verlieren beide einen Punkt und sind damit immer noch sehr gut. Auffällig ist hier allerdings der sehr hohe Anteil der Netzteile am gesamten Reisegewicht.

Beim Intel-Gerät kommen zu den 2757 noch 842 Gramm hinzu. In beiden Notebooks sind sehr gute Panels verbaut. Beim Strix Scar 17 ist es deutlich heller, dafür gefällt die Auflösung mit höherer Schärfe beim Zephyrus besser. Auch der Kontrast und die Blickwinkelstabilität gehen an das Asus mit dem Intel-Prozessor. Sehr gut gefällt bei beiden Notebooks die geringe Reflexion.

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Das ROG Strix Scar ist links mit zwei USB-Ports, 3,5 mm Klinke und einem LED-Licht bestückt.
© Josef Bleier

Mehr Ausstattung und eine fragwürdige Entwicklung

In etwa an der Stelle, wo beim Strix der Key-Stone-II-Port ist, findet man beim Zephyrus einen SD-Karten-Slot; das gab es bisher nicht. Der Sound bei beiden Laptops wird über sechs Lautsprecher erzeugt, wobei zwei davon im Offset arbeiten, um entstehende Vibrationen zu schlucken. Zur Auswahl stehen verschiedene Panels.

So kann man beim Zephyrus S17 beispielsweise anstelle des WQHD-Displays mit 165 Hz auch ein 4K-Panel mit 120 Hz bekommen. Windows bietet eine komfortable Screen-Recoding-Funktion – man muss dem Tool nur sagen, dass es sich um ein Spiel handelt. Doch für einen schnellen Screenshot sind die Tasten Win + Alt + Druck nötig. Die Drucktaste hält Asus aber für überflüssig.

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Die Tastatur des Strix besitzt ein gutes Layout mit separatem Nummernblock. Auf eine Drucktaste hat man seltenerweise verzichtet.
© Josef Bleier

Fazit

Für wen ist welches Notebook das bessere Gerät? Hardcore-Gamer stehen auf pure Gaming-Leistung – davon hat das Strix mehr. Insbesondere wenn es darum geht, das Notebook als Gaming-PC-Ersatz einzusetzen und etwa einen weiteren Monitor anzuschließen, ist die Variante mit AMD-CPU die bessere Wahl. Das Chipdesign von Intels Tiger Lake ist nicht nur mit Thunderbolt 4 sondern auch mit PCIe 4.0 beglückt worden.

Das mag für die Gaming-Performance nicht ausschlaggebend sein, wohl aber für den Content-Creator und hier insbesondere für die Videobearbeitung. Geht es darum, große Projekte in den Speicher zu laden oder wieder auf der Festplatte abzuspeichern, hat PCIe 4.0 Vorteile. Wir messen für sequenzielles Schreiben beim Strix 2395 und beim Zephyrus 4436 MByte/s.

Hinzu kommt, dass das Zephyrus erlaubt, weitere NVMe-SSDs einzubauen, die dann auch tatsächlich mit der vollen Geschwindigkeit angesprochen werden können. Das ist beim Strix nur bedingt möglich, aufgrund der geringeren Anzahl der Lanes. Reine Gamer greifen also zu AMD. Wer sein Laptop als Content Creator nutzt, trifft allerdings mit Intel die klügere Wahl.

Notebook-Shops müssen klarer zeigen, mit welchen Eckdaten die mobile RTX30-GPU betrieben wird. Schenker legt mit seinen XMG-Notebooks vorbildlich vor.

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