Kabelgebundenes Gaming-Headset

Asus ROG Fusion II 500 im Test: Was für ein Sound

9.3.2022 von Alana Friedrichs

Ob Konsole, Rechner oder Smartphone: Das Asus ROG Fusion II 500 soll hochwerigen Surround-Sound für jede Gaming-Situation bieten. Wir haben uns das Headset im Praxistest genauer angesehen.

ca. 4:45 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Das Asus ROG Fusion II 500 mit Playstation 5 und DualSense-Controller
Funktioniert mit Konsole wie mit PC oder Smartphone: Das Asus ROG Fusion II 500.
© Asus
EUR 193,18
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Pro

  • hochwertiger, gut ausbalancierter Klang
  • auch nach mehreren Stunden sehr bequem
  • viele Anschlussoptionen
  • 7.1-Surround-Sound kein reines Marketing-Versprechen

Contra

  • Mikrofon klingt etwas dumpf und überträgt ein leichtes Rauschen
  • Plastik-Schale könnte hochwertiger sein

Fazit

Asus hat mit dem ROG Fusion II 500 klanglich voll abgeliefert. Auch der hohe Komfortfaktor und die weitreichenden Equalizer-Einstellungen sprechen für das Headset. Andere Bereiche wie die Plastik-Schale oder das Mikrofon fallen eher in den Bereich "funktional". Ob das für ein kabelgebundenes Headset zu einem Preispunkt von rund 180 Euro ausreicht, muss jeder selbst entscheiden.


Gut

Immersiver Sound, egal auf welcher Plattform, steht ganz im Fokus von Asus neuem Headset ROG Fusion II 500. Denn die kabelgebundenen Kopfhörer sind nicht nur mit dem PC, sondern auch mit modernen Konsolen wie der Playstation 5, Xbox Series oder der Nintendo Switch. Und auch Smartphone-Spieler*Innen kommen mit dem ROG Fusion II 500 auf ihre Kosten.

Was die Gaming-Kopfhörer mit virtuellem 7.1-Surround-Sound und Quad-D/A-Wandler tatsächlich können, haben wir uns im Praxistest angeschaut.

Asus ROG Fusion II 500 im Test: Verarbeitung, Zubehör und Einrichtung

Dass das ROG Fusion II 500 gleichzeitig Gaming und Qualität vereinen möchte, macht schon beim Auspacken das Design des Headsets klar. Während die harte Kunststoff-Schale und die breiten RGB-Streifen Gaming schreien, setzen der Kunstleder-Bügel mit Metallbändern und die gravierte Oberfläche darunter deutlich dezentere, klassischere Akzente. Eine Kombination, die für uns so nicht wirklich funktioniert, bei einem Headset, dass wir die meiste Zeit auf und nicht vor dem Kopf haben, ist das aber nicht allzu schlimm.

Doch egal aus welcher Welt die Designteile stammen, beide sind hochwertig verarbeitet und resistent gegen alltägliche Verbiegungen und Fallschäden.

Auch die Ohrmuscheln machen einen qualitativen Eindruck. Je nach Wunsch können wir uns entscheiden, ob wir uns diese aus Mesh-Gewebe oder Proteinleder auf die Ohren packen. Der Wechsel zwischen den Materialien lässt sich auch für Laien mit ein klein wenig Geduld gut bewerkstelligen.

Neben dem Headset selbst liegen der Verpackung sowohl ein 3,5-mm-Klinken- als auch ein USB-C-Kabel bei. Mit 1,5 Metern Länge sind diese einerseits lang genug für den Einsatz am Desktop, andererseits nicht zu lang, um beim mobilen Spielen oder beim Einstecken in den Konsolen-Controller zu stören. Zusätzlich legt Asus einen USB-C-auf-A-Adapter bei.

Die Einrichtung des Headsets erfolgt größtenteils automatisch. Wir stecken das Gerät erst per gewünschtem Kabel an Rechner, Smartphone oder Konsole an, danach wird das ROG Fusion II 500 ohne Umwege erkannt und ausgewählt. Die optionale Armory-Crate-Software ist zu Installation nicht notwendig.

Asus ROG Fusion II 500 im Test: Passform und Komfort

Mit seinen Over-Ear-Ohrmuscheln sitzt das ROG Fusion II 500 auch über mehrere Stunden bequem auf dem Kopf. Gleich ob wir uns für Kunstleder oder Mesh-Gewebe entscheiden. In beiden Fällen drückt das Headset weder auf Ohren noch auf den Kopf selbst. Unserer Meinung nach hätte man sich sogar noch für etwas mehr Druck entscheiden können. Beim ausgelassenen Mittanzen zur Lieblingsmusik im Rahmen dieses Tests wäre uns das Headset fast vom Kopf gefallen. Ruhigere Gemüter sollten mit dem ROG Fusion II 500 hier aber keine Probleme haben.

Auch der Bügel des Headsets lässt sich in Sachen Komfort nichts vormachen. Durch die gute Passform und den Kunstleder-Überzug haben wir auch hier nach mehreren Stunden kein Drücken auf dem Kopf verspürt.

Produktbild des Asus ROG Fusion II 500
Der virtuelle 7.1 Surround Sound des Asus ROG Fusion II 500 lässt uns direkt ins Spielgeschehen eintauchen.
© Asus

Asus ROG Fusion II 500 im Test: Sound

Besonderes Augenmerk scheint Asus bei der Entwicklung des ROG Fusion II 500 auf den Sound gelegt zu haben. Mit dem Quad-D/C-Wandler Hi-Fi ESS 9280 Quad DAC und 50 mm Asus-Essence-Neodymium-Treibern kann sich die Technik im Vergleich zu vielen anderen Gaming-Headsets wirklich sehen lassen.

Weitere Zahlen aus dem Datenblatt enthalten einen Frequenzbereich von 20 bis 40.000 Hz und eine Impedanz von 32 Ohm - genug Widerstand für Smartphone, Laptop und Konsole.

In der Praxis konnte uns der Sound voll überzeugen. Die Mitten und Höhen klingen klar heraus und sind gut mit dem Bass ausbalanciert. Und nach Aktivierung des virtuellen 7.1-Surround-Sounds klingt das ROG Fusion II 500 sogar noch ein Stück voller und immersiver.

Auch beim Spielen kommt uns der Surround Sound zugute. Die genaue Lokalisierung von Gegnern in Shootern wie Counter Strike: Global Offensive stellte kein einziges Mal ein Problem dar.

Ein nettes Zusatzfeature bietet Asus mit der Game-Chat-Lautstärkeregelung. Mit ihr passen wir auf die Schnelle an, wie wir Spielesound und Voicechat balancieren wollen.

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Asus ROG Fusion II 500 im Test: Mikrofon

Auf einem nicht ganz so hohen, aber ausreichendem Niveau bewegt sich das Mikrofon des Headsets. Wer das beim Auspacken des Headsets vergeblich sucht, sei unbesorgt. Denn statt eines klassischen Boom-Mikrofons verbaut Asus im ROG Fusion II 500 ein AI-Beamforming-Mikro direkt im Headset. Das spart Platz am Headset und macht auch für den Einsatz unterwegs Sinn, wenn ein ausklappbares Mikrofon eher im Weg ist.

Leider kommt bei der Aufnahme mit dem Mikrofon trotz AI Noise-Cancelling immer wieder ein leichtes Rauschen mit durch. Und im Vergleich zu anderen Headsets kam uns der Klang auch recht dumpf vor. Dennoch wollen wir nicht zu harsch sein. Denn um in Teamchats über Discord oder Teamspeak gut verständlich kommunizieren zu können, ist die Qualität absolut ausreichend.

ROG Fusion II 500 | Immersive Sound. Crystal-Clear Chat. | ROG

Quelle: Asus

Asus ROG Fusion II 500 im Test: Bedienung

Am Headset des ROG Fusion II 500 finden sich insgesamt vier Bedienelemente. Auf der linken Seite verbaut man einen Mute-Schalter und ein Lautstärkerad, das beim Drücken auch den Surround-Sound-Modus aktiviert. Rechts befinden sich ein weiterer Schalter zum Wechsel zwischen Konsolen- und PC-Modus und ein Rad zum Anpassen der oben erwähnten Game-Chat-Regelung.

Während die Räder dabei gut erreichbar verbaut sind, befinden sich die beiden Schalter etwas zu weit oben, um auf die schnelle und ohne Innehalten gedrückt zu werden. Beim Konsolen-/PC-Modus-Regler ist das nicht weiter schlimm. Gerade beim Mute-Regler wäre hier aber noch Potenzial nach oben.

Asus ROG Fusion II 500 im Test: Individualisierung und Software

Wer das ROG Fusion II 500 über die On-Ear-Schalter hinaus anpassen möchte, kann dies über die optionale und kostenlose Software Asus Armory Crate tun. Hier individualisieren wir das Headset hinsichtlich Klang und Beleuchtung.

Bei ersterem stehen uns sowohl 8 Presets für Chat, Musik, Film und verschiedene Spielegenres zur Verfügung als auch ein Equalizer, mit dem wir den Sound nach unseren Vorstellungen feintunen. Auch Noise Cancellation, Surround Sound und Mikrofoneinstellungen passen wir hier an.

Für zweiteres stellt uns Asus ebenfalls eine Auswahl verschiedener Voreinstellungen zur Verfügung, die wir dann farblich anpassen. Wer mag kann aber auch auf den Aura Creator zurückgreifen und selbst komplexere Beleuchtungsoptionen erstellen.

Asus ROG Fusion II 500 im Test: Fazit

Asus hat mit dem ROG Fusion II 500 klanglich voll abgeliefert. Egal ob unterwegs, auf der Couch oder am Schreibtisch: Mit dem ROG Fusion II 500 haben wir beim Spielen immer einen Klasse-Sound. Auch der hohe Komfortfaktor und die weitreichenden Equalizer-Einstellungen sprechen für das Headset.

Andere Bereiche wie die Plastik-Schale oder das Mikrofon fallen eher in den Bereich "funktional". Wirklich negativ können wir dem Headset keinen der Bereich ankreiden.

Ob "funktional" aber für ein kabelgebundenes Headset zu einem Preispunkt von rund 180 Euro ausreicht, muss jeder selbst entscheiden.

© WEKA Media Publishing GmbH

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