Sicherheit

Ashampoo Backup Pro 17 im Test – einfach bedienbares Backup

29.11.2022 von Wolf Hosbach

Das Update von Ashampoo Backup Pro auf Version 17 bietet eine Reihe neuer spannender Funktionen. Lesen Sie mehr in unserem Test.

ca. 2:20 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Ashampoo Backup
© Weka Media Publishing

Pro

  • Sehr nutzerfreundlich
  • Viele Backup-Pläne als Vorlagen
  • Viele Cloud-Dienste vorkonfiguriert

Contra

  • Suche in Backups nach Dateien oder Zuständen sehr umständlich
  • Keine Profifunktionen
  • Kein Ausrichten von SSDs (beim Klonen, bzw. Systemumzug)

Fazit

Wer ein stabiles, nutzerfreundliches und günstiges (50 Euro ohne Abo) Backup-Programm sucht, trifft mit Ashampoo eine gute Wahl. Im Gesamtvergleich erreicht es aufgrund der einfachen, für Privatanwender aber ausreichenden Ausstattung ein Befriedigend, jedoch ein Sehr gut im Preis-Leistungs-Verhältnis.


65,0%

Aus dem Hause Ashampoo kommt ein zuverlässiges, bewährtes und sehr nutzfreundliches Backup-Programm, das nun in Version 17 erschienen ist. Gleich beim Start sieht man, dass es sich an Endanwender richtet: Bunte Symbole weisen den Weg und alle Informationen für den Nutzer sind grafisch dargeboten, zum Beispiel die Übersicht über die Backup-Pläne.

Ashampoo versucht, dem Anwender das leidige Thema der Datensicherung so leicht wir möglich zu machen. Die aktive Hilfestellung findet dabei nicht nur an der bunten Oberfläche statt, sondern auch bei den geduldigen Programmassistenten und den ausführlichen Erläuterungen. Was „inkrementell“ bedeutet, wird also nicht wie bei den meisten Konkurrenzprodukten vorausgesetzt.

Wie gut ist Ashampoo Backup ausgestattet?

Von den Funktionen her bietet Ashampoo alles, was Endanwender benötigen. Das heißt insbesondere ein Datei- und ein System-Backup. Letzteres macht der User nur Gelegentlich, denn das System ändert sich nicht so schnell, während das Daten-Backup öfters erfolgen sollte. Dieses kann auch Mails aus Thunderbird und Outlook enthalten.

Als Backup-Ziel dienen USB- oder Netzlaufwerke sowie Cloud-Dienste. Von letzteren sind viele bereits vorkonfiguriert (Google, Onedrive, Magenta, Hidrive, Nextcloud usw.), sodass der Anwender nur Nutzernamen und Passwort eingeben muss – auch das ein Zeichen der Nutzerfreundlichkeit.

Die System-Backups lassen sich im laufenden Betrieb anlegen und – nach dem Crash – über die Notfall-DVD wieder herstellen.

Ashampoo Backup
Viele Cloud-Dienste sind als Backup-Ziel bereits eingerichet.
© Weka Media Publishing

Was ist neu in Version 17?

Der Hersteller hat dem Programm nun eine hilfreiche Funktion zugefügt: das Live-Backup. Dieses prüft alle paar Minuten, ob sich Dateien geändert haben, und sichert diese gegebenenfalls. Das kostet zwar etwas Systemressourcen, sorgt aber dafür, dass auch kleinste Änderungen der eigenen Arbeit bei einem Crash nicht verloren gehen. Wer der besseren Performance den Vorzug gibt, wählt das standardmäßige, zeitorientierte Backup, also zum Beispiel täglich. Abgesehen davon arbeitet Version 17 nun auch mit Bitlocker-Partitionen, ist optimiert für Windows 11 und hat die grafische Oberfläche etwas aktualisiert.

Wo liegen die Mängel?

Als günstiges Programm mit dem Fokus auf Endanwender fehlen einige professionelle Funktionen. Es arbeitet zwar inkrementell, aber nicht differenziell oder sektorenweise. Eine Festplatten-Direktkopie ist nicht vorgesehen, ebenso wenig wie eine Wiederherstellung auf SSD mit korrekter Ausrichtung oder das Starten in einer virtuellen Maschine. Es ist nicht möglich Befehle vor oder nach dem Backup auszuführen, und ein automatischer Backup-Start mit USB-Stick-Erkennung fehlt ebenfalls.

Die meisten dieser Funktionen wird der durchschnittliche Anwender nicht vermissen. Unsere Hauptkritik richtet sich aber gegen die Suche im Backup und die Versionsübersicht, denn beides ist außergewöhnlich umständlich. Eine Suche nach Dateinamen ist gar nicht vorgesehen. Hat der Anwender also ein bestimmtes File verloren, muss er die vorhanden Backup-Versionen händisch öffnen und jeweils nachsehen, ob sich die Datei darin findet.

Die Übersicht über die Versionen ist ebenfalls lästig, denn es gibt keine übersichtliche Liste, sondern nur einen obskuren Kalender. Der Anwender muss bei der Suche also auch noch wissen, wann er welches Backup gemacht hat. Dieses Verfahren steht etwas rätselhaft ganz im Widerspruch zur oft gelobten guten Anwendbarkeit des Programms.

Ashampoo Backup
Um ein bestimmtes Backup zu finden, muss der Anwender das Datum kennen.
© Weka Media Publishing

Fazit

Wer ein stabiles, nutzerfreundliches und günstiges (50 Euro ohne Abo) Backup-Programm sucht, trifft mit Ashampoo eine gute Wahl. Im Gesamtvergleich erreicht es aufgrund der einfachen, für Privatanwender aber ausreichenden Ausstattung ein Befriedigend, jedoch ein Sehr gut im Preis-Leistungs-Verhältnis.

Siegel
© Weka Media Publishing

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