Grafikkarten

Arctic Hybrid III-140 im Praxis-Test: Kühlleistung und Fazit

Inhalt
  1. Arctic Accelero Hybrid III-140: GPU-Wasserkühler im Praxis-Test
  2. Arctic Hybrid III-140 im Praxis-Test: Umbau
  3. Arctic Hybrid III-140 im Praxis-Test: Kühlleistung und Fazit

© Arctic

Ist alles montiert, geht es an den Temperaturcheck. 

Die Geforce GTX 1070 Founders Edition ist das Referenzmodell von Nvidia für den neuen Grafikchip. Im Originalzustand ist der verbaute Lüfter unter Last deutlich hörbar, die Temperaturen bewegen sich zwischen Idle-Zustand und Last im Bereich von über 40 bis hin zu 86 Grad. Die Grafikkarte wurde dabei von 1.506 auf 1.670 MHz übertaktet. Die Werte haben wir in einem gedämmten Gehäuse an den heißen Sommertagen Anfang Juli 2016 ermittelt. Die Temperaturen unter Last entstehen nach mehrstündigem GTA-5-Spielen auf höchsten Grafikeinstellungen mit anschließenden, weiteren Belastungen in Benchmarks wie FurMark und 3DMark.

Nach dem Einbau der Arctic Accelero Hybrid III-140 bot sich wie schon bei den älteren Kühlern ein sehr positives Bild. Im Idle-Zustand bewegt sich die Temperatur auf knapp über 30 Grad. Das ist für Alternativkühler keine Kunst, spannend wird es unter Last. Wir haben in einem zehnstündigen Belastungstest aus Spielen und Benchmarks Höchstwerte unter Last von gerade einmal 57 Grad ausgelesen - wohlgemerkt ebenso bei hochsommerlichem Wetter. Zum Einsatz kam das Tool MSI Afterburner. Mit diesem können wir übrigens auch den Lüfter steuern, bzw. beobachten. Im Idle-Betrieb belässt das Tool den Lüfter bei minimal 27 Prozent Geschwindigkeit. Unter Last und der gegebenen Kühlleistung stieg der Wert nie über 40 Prozent. Das Ergebnis: Die Pumpe und die Lüfter sind aus einem geschlossenen Gehäuse praktisch nie zu hören. Man muss mit dem Ohr schon direkt an die Lüfter oder die Pumpe, um ein leises Surren mitzubekommen. Zum Vergleich: Unter Volllast drehte der Lüfter der Founders Edition gerne schon mal mit rund 60 Prozent Geschwindigkeit. Das führte zu einem Brummen aus dem Rechner heraus - für Silent-Fans inakzeptabel.

Mehr Leistung für die Founders Edition

Durch den Einsatz einer leistungsfähigeren Kühlung ergab sich beim Einsatz mit der Geforce GTX 1070 Founders Edition ein positiver Nebeneffekt. Moderne Grafikkarten schalten unter Last in den Boost-Modus, das ist praktisch eine dynamische Übertaktung. Mit dem Standard-Kühler reichte dieser Boost-Modus "gerade einmal" von 1800 bis knapp unter 1.950 MHz. Dafür sorgt das Temperaturlimit - wird die Grafikkarte zu heiß, taktet sie runter - um die Komponenten nicht zu beschädigen. Daraus ergab sich beim Spielen ein recht instabiler Boost-Takt, der nie über die genannten Werte hinauskam.

© Arctic

Der Kühler für die Spannungswandler setzt weitere Ressourcen frei. 

Mit dem Arctic Accelero Hybrid III-140 waren im Vergleich zum Originalkühler genug Kühlreserven vorhanden, damit die Grafikkarte ihren Boost nicht nur halten konnte. Beim Spielen grafisch aufwendiger Titel bewegte sich der Boost-Takt sogar konstant auf etwa 2.060 MHz - bei den genannten Höchsttemperaturen. Spitze! Damit ist weiteres Übertaktungspotenzial drin.

Fazit

Noch immer sind lieferbare Custom-Designs von Geforce GTX 1070 und GTX 1080 rar gesät. Wer die Gesamtkosten nicht scheut, bekommt mit dem Arctic Hybrid III-140 einen sehr leistungsstarken Grafikkartenkühler, der heiße Founders Editions von Nvidia nicht nur auf angenehme Betriebstemperaturen bringt. Spannend für leistungshungrige Nutzer ist zudem, dass sich sehr gute Übertaktungsmöglichkeiten ergeben. Den Hybrid III-140 bekommen Sie auch mit Komponenten für AMD-Karten und andere Nvidia-Chips. Sie können die Temperaturen von High-End-Grafikkarten damit deutlich reduzieren - und das bei praktisch lautlosem Betrieb. Sehr gut! Der einzige Makel ist, dass das Gesamtdesign schicker sein könnte - doch das dürfte höchstens Case-Modder wirklich stören.

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Quelle: PC Magazin
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