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Among Us im Test

Finde den Bösewicht! Was Brettspiele wie Cluedo weltberühmt machte, funktioniert auch auf dem PC. Among Us benötigte zwei Jahre Anlaufzeit. Wir haben den Test.

© Among Us

Unter der Crew befinden sich zwei Saboteure („Imposters“). Wer es ist, weiß man zu Beginn nicht.

Pro

  • Langzeitmotivation
  • Spielspaß
  • Grafik
  • Sound

Contra

Fazit

Ein sehr empfehlenswertes Spiel, dass man unbedingt ausprobieren sollte.
Hervorragend

Große Videospiel-Hits bleiben meist den großen Entwicklern vorenthalten. Doch immer wieder schaffen es auch kleinere Studios, ihre Spiele in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Oftmals weckt ein ganz neues Konzept oder auch ein neuer Ansatz für ein altbekanntes Konzept das Interesse der Spieler.

Doch häufig ebbt die Begeisterung nach Veröffentlichung schnell wieder ab, wie zum Beispiel bei Angry Birds. Das von InnerSloth entwickelte Rätselspiel Among Us brauchte seit der Veröffentlichung auf Steam am 16.11.2018 allerdings ganze zwei Jahre, um wahrgenommen zu werden, doch jetzt ist es auch dank YouTube und Twitch in aller Munde.

Among Us reiht sich in die Kategorie der Deduktionsspiele ein, bei denen die Aufgabe der Spieler darin besteht, einen von Anfang an festgelegten Fakt durch logisches Denken aufzudecken. Am bekanntesten dafür sind Brettspiele wie Cluedo oder Scotland Yard.

© Among Us

Auf dem Bild sieht man einen der Saboteure neben einem gerade ausgeschalteten Spieler stehen.

Auch hier versuchen mehrere Spieler einen Mörder beziehungsweise Mister X durch Logik und taktisches Handeln zu finden und zu stellen. Bei Among Us ließen sich die Spieleentwickler von InnerSloth vom weit verbreiteten Partyspiel Mafia inspirieren.

Man ist Teil einer Crew in einem Raumschiff und hat verschiedene Aufgaben zu erledigen, für die man sich aktiv über die Spielkarte bewegen muss. Liebenswert ist dabei der Comicstil mit den verschiedenfarbigen Figuren und die einfach gehaltenen, aber gelungenen Animationen. Das Spielprinzip ist simpel: Es gilt, die Verräter zu finden, die die Aufgaben der Crew sabotieren.

Daher funktioniert das Spiel am besten mit der vollständigen Anzahl von maximal zehn Mitspielern, vier Spieler sind das Minimum. Gespielt wird auf einer von drei verschiedenen Karten. Der Ablauf des Spiels ist schnell umrissen: Die Crew versucht, das Raumschiff zu reparieren oder am Funktionieren zu halten.

© Among Us

Unter der Crew befinden sich zwei Saboteure („Imposters“). Wer es ist, weiß man zu Beginn nicht.

Die Saboteure, die im Spiel als „Imposter“ bezeichnet werden, versuchen der Crew das Leben zur Hölle machen oder die Crewmitglieder schlicht und einfach zu ermorden. Ziel des Spiels ist es, entweder die Imposter zu enttarnen oder als Imposter die Crew auszuschalten. Grundbestandteil des Imposter-Daseins sind gezielte Sabotagen.

Damit kann man Zeit, einen taktischen Vorteil oder sogar ganze Runden gewinnen. Destabilisiert man zum Beispiel den Reaktor, sind die Spieler gezwungen, ihn im Zeitlimit an zwei verschiedenen Orten zurückzusetzen, um die Runde nicht zu verlieren.

Hat jeder Spieler alle seine Aufgaben erledigt oder wurden alle Imposter aus der Crew geworfen, gilt das Spiel als gewonnen. Andersherum reicht es den Impostern, die restliche Crew auf die gleiche Anzahl wie die mitspielenden Verräter zu reduzieren, um zu gewinnen. Als stärkste Sabotage wird von den meisten Spielern das Abdrehen des Lichts angesehen.

© Among Us

Die Saboteure haben zugeschlagen! Entdeckt die Crew eine Leiche, wird sofort Alarm ausgelöst.

Denn der Imposter ist davon nicht betroffen und kann ungesehen einen anderen Spieler umbringen oder eine weitere Sabotage begehen. Für das perfekte Alibi sollte man noch dafür sorgen, dass man zwar kurz vor und kurz nach, aber keinesfalls während der Tat von einem anderen Spieler gesehen wird.

Die Schwierigkeit bei Among Us liegt darin, dass während einer Runde nicht geredet werden darf. Nur wenn eine Leiche gefunden wird oder ein Spieler den Notfallknopf in der Cafeteria des Raumschiffs drückt, wird ein zeitlich begrenztes Chat-Meeting abgehalten, um die Verräter ausfindig zu machen.

Jedes Meeting gibt den Spielern die Möglichkeit, jemanden anzuprangern, der sich verdächtig verhalten hat, und durch Mehrheitsbeschluss aus der Gruppe zu werfen. Dabei versuchen die Verräter in einem solchen Meeting natürlich, die Schuld von sich zu weisen und Verwirrung zu stiften.

© Among Us

Spielt man als Imposter, hat man zwei klare Aufgaben: Sabo- tieren und töten.

Ein einfaches „Wir waren doch die ganze Zeit zusammen!“ reicht oft schon aus, um die anderen Mitspieler zu täuschen. Oder man lenkt den Verdacht auf einen unschuldigen Spieler, damit ihn die Gruppe aus dem Team entfernt.

Spielt man Among Us zusammen mit Freunden, die man länger kennt, ist es ungleich schwerer, seine Lügen zu verschleiern oder den Verdacht auf andere zu lenken. Da hilft auch ein für die anderen unvorhersehbarer Spielstil nicht immer. So zieht Among Us seinen größten Reiz tatsächlich aus dem Mehrspieler-Modus.

Wo man früher im Kreise der Familie oder mit Freunden zusammen am Tisch saß, setzt man sich heute eben gemeinsam an den PC, um miteinander zu spielen. Und Among Us beweist, dass auch da eine Menge Spaß aufkommen kann.

© Among Us

Die Crew entscheidet demokratisch, wer als mutmaßlicher Saboteur vom Schiff geworfen wird.

Denn bei diesem Spiel mag niemand verlieren. Aber letztlich bestimmt man auch selbst, wie ernst man die Sache nimmt, und zum Glück setzen die meisten Spieler den Spielspaß an die erste Stelle. Selbst wenn man früh in einer Runde ausscheidet, hat man noch Einfluss auf das Spiel und kann beobachten, wie die Mitspieler in Meetings falsche Schlüsse ziehen oder das Blaue vom Himmel lügen.

Auch in den Runden entstehen gerne mal witzige Situationen. Erlaubt sich ein Imposter einen Fehltritt vor einem anderen Spieler, weil er nicht damit gerechnet hat, dass jemand um die Ecke kommt, hat man ein mit Lachen erfülltes Meeting – nichts ist peinlicher, als erst auf frischer Tat ertappt und dann in hohem Bogen aus dem Spiel geworfen zu werden.

Fazit

Den Spielern die volle Kontrolle über den Ablauf einer Runde zu geben und so den Spielspaß mit bis zu zehn Spielern in den Vordergrund zu rücken, ist wahrscheinlich eine der größten Stärken, die Among Us seit etwa Mitte des Jahres so erfolgreich machen. Dazu kommt, dass das Spiel auf Steam für ganz wenige Euro angeboten wird und so auch neue Spieler einen Versuch wagen – um dann hängen zu bleiben.

Gerade jetzt bietet ein solches Spiel die Möglichkeit, gemeinsam mit Freunden zu spielen und sich trotz der räumlichen Entfernung nahe zu sein. Da wird das Spiel in den Gesprächen auch schon mal zur Nebensache.

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