Testbericht

Alpha 850/900 - Klassische SLR-Modelle mit Vollformat-Sensor

9.7.2011 von Karl Stechl

ca. 2:10 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
  1. Das Sony-System
  2. SLT-A33 und SLT-A55 - SLRs der anderen Art
  3. Alpha 290/390/450/580 - Klassische SLR-Modelle mit APS-C-Sensor
  4. Alpha 850/900 - Klassische SLR-Modelle mit Vollformat-Sensor
  5. NEX-3 und NEX-5 - Die Spiegellosen
  6. Fazit - Sony-System
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Die beiden Profimodelle A850 und A900 gleichen sich fast wie ein Ei dem anderen.
© sony

Bei näherem Hinsehen finden sich aber doch ein paar Unterschiede.

Gehäuse & AusstattungAlpha 900 und Alpha 850 besitzen ein solides Magnesiumgehäuse, das gegen Staub und Spritzwasser abgedichtet ist. Das Gleiche gilt für den optional erhältlichen Akkuhandgriff VG-B50AM mit zusätzlichen Bedienelementen fürs Fotografieren im Hochformat. Bildstabilisierung per Sensor-Shift ist bei Sonys Vollformatmodell ebenso obligatorisch wie bei den anderen SLR- und SLT-Modellen. Über einen 100-Prozent-Sucher verfügt nur die Alpha 900, während der A-850-Sucher "nur" 98 Prozent Bildfeldabdeckung besitzt. Auf eine Suchervergrößerung von 0,74x muss man dagegen auch bei der Alpha 850 nicht verzichten - so etwas gibt's ansonsten nur noch in der Profiliga. Die Einstellscheiben kann der Anwender selbst wechseln, drei Typen stehen zur Wahl.

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© sony

Und während die Alpha 900 mit IR-Fernbedienung ausgeliefert wird, muss man diese als Besitzer einer Alpha 850 bei Bedarf zukaufen - für moderate 50 Euro. Beim TFT-Monitor bekommt der Alpha-850-Besitzer den gleichen hohen Standard geboten wie beim Topmodell: 3 Zoll und eine Auflösung von 307 000 RGB-Bildpunkten. Live-View oder eine Videofunktion haben beide Modelle nicht.

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Das LC-Display an der Gehäuseoberseite, typisches Merkmal semiprofessioneller SLR-Modelle, fällt bei A850/900 recht klein aus.
© sony

Das Phasen-AF-System arbeitet mit neun Messpunkten; das zentrale AF-Feld ist ein Doppelkreuzsensor. Zehn Hilfssensoren in unmittelbarer Nachbarschaft der Hauptmesspunkte sollen beim Fokussieren kritischer Objekte helfen. Die Auslöseverzögerung beträgt 0,22/0,30 s bei 3000/30 Lux, die Einschaltverzögerung 0,5 s. In diesen Punkten herrscht Gleichstand zwischen der A850 und A900. Einen deutlichen Unterschied gibt es allerdings bei der Bildfolgezeit: Rund 5 B/s erreicht die Alpha 900, 3 B/s dagegen die Alpha 850.

 

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Der hochauflösende 3-Zoll-Monitor der höheren Sony-Modelle bietet die besten Voraussetzungen für das Beurteilen von Bildern.
© sony

Aufnahme & BedienungIm Bedienkonzept sind die Alpha-Modelle 850/900 identisch. Dazu gehört etwa die Anzeige aufnahmerelevanter Daten am TFT-Monitor. Sehr praktisch ist auch, dass der Monitor seine Darstellung dem Hoch- und Querformat automatisch anpasst, wenn man die Kamerahaltung ändert (gilt auch für andere Alpha-Modelle). Zudem wird das Display sensorgesteuert abgeschaltet, wenn sich das Auge dem optischen Sucher nähert.

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Zu den wenigen Vorzügen der A900 gehört unter anderem der 100-Prozent-Sucher.
© sony

Nach Drücken der Fn-Taste lässt sich mit dem als 4-Wege-Schalter dienenden Joystick der gewünschte Eintrag anwählen, um den angezeigten Einstellwert bzw. Parameter mittels Einstellrad direkt zu verändern. Ergänzend findet sich an der Oberseite ein beleuchtbares, relativ kleines LC-Display, das wenige Daten wie Zeit, Blende, Belichtungskorrektur und Speicherkartenkapazität besonders groß anzeigt.

 

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© sony

BildqualitätDie beiden Vollformatkameras des Sony-Sortiments glänzen durch eine hohe Bildqualität bei ISO 100 (die A900 noch mehr als die A850), die allerdings ab ISO 400 bereits merkbar nachlässt; deutliche Texturverluste bis 2,3 und hohes Rauschen bis VN 4,2 trüben das JPEG-Bild. im RAW-Modus sind die Ergebnisse der beiden Sony-Vollformater jedoch deutlich besser.

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