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Testbericht

Alles neu

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Glänzendes Schwarz wurde durch dezentes Graumetallic ersetzt, das im Rahmen von einer durchsichtigen Schicht geschützt wird.

Die neuen Panasonics stecken nicht nur multimedial voller Überraschungen, sie setzen auch bei der Bildaufbereitung auf Neuerungen. Dass Panasonic erstmals LEDs zur Lichterzeugung nutzt, haben wir eingangs erwähnt; aber auch dass die Bilder durch neue 100-Hz-Technik besänftigt und durch blitzende Hinterleuchtung in 200 Hz umgewandelt werden, ist für die Japaner eine Premiere.

Die Zwischenbildberechnung nennt sich bei klassischem Material treffend "Intelligent Frame Creation" und bei Kino-Inhalten von Blu-ray "24p Smooth Film". Hier sollen 60 Bilder pro Sekunde berechnet werden, jedoch nicht durch simple Wiederholung, sondern ausgeklügelte Nachführung von bewegten Inhalten.Das Ergebnis kann in der Abstufung "mittel" überzeugen, denn der Kompromiss beseitigt Filmstottern, ohne "überflüssig" bewegt zu erscheinen. Lobenswert: Artefakte dieser Algorithmen stören nie.

Grundsätzlich ist Panasonic mit der D25-Serie ein exzellenter Fernseher gelungen. Vor allem die Farbigkeit erscheint absolut natürlich und ausgewogen. Auch in Zwischentönen wird nicht herumgepfuscht, damit das Bild eventuell noch knackiger und brillanter wird.

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Den Programmführer GUIDEplus+ kennt man noch aus analogen Zeiten. Er setzt auf speziell aufbereitete Daten, die jetzt durch DVBSendungsinfos ergänzt werden. Sehr einfach lässt sich eine USB-Aufnahme programmieren.

Das Beste: Der Nutzer bekommt von alledem nichts mit; nicht einmal die Hintergrundbeleuchtung lässt sich bei diesem Super-TV regeln. Das bewerkstelligt die Kontrastabstimmung, am besten in Kombination mit dem Umgebungslichtsensor. Regelt man den Kontrast herunter, wird sofort Strom gespart.

Die sonst als Kontrast bezeichnete Anpassung des Eingangssignals an die maximale Öffnung der Pixel wird exzellent vollautomatisch erledigt - sogar ohne negative Einflüsse auf die perfekt abgestimmte Gammakurve, die das Verhältnis von Eingangssignal zu erzeugter Lichtstärke nichtlinear regeln muss.

Die Schärfe ist bei Linksanschlag neutral, man kann sie aber etwas erhöhen, da der Sehabstand fast immer zu groß für die kleine Bilddiagonale sein dürfte.

Panasonic ist einer der wenigen Panel-Hersteller, und die "IPS Alpha"- Bildschirme gelten als besonders gut, was Farben und Blickwinkel angeht. Die Farbigkeit eines Objekts wird genauso wie dessen Helligkeit im Vergleich zu anderen LCDs nur wenig durch den Blickwinkel beeinflusst. Kritikpunkt ist vielmehr der Schwarzwert, dessen Aufhellung durch Änderung der Sehposition in dunklen Szenen deutlich sichtbar wird.

Testprofil

Panasonic TX-L37D25E
www.panasonic.de
1.120 Euro

37-Zoll-LCD-TV

Weitere Details

81 Prozent

Testurteil
sehr gut
Preis/Leistung
sehr gut

Ökologisch liegt der Panasonic mit einer Effizienz von 1,29 cd/W sehr gut im Rennen. Er wird jedoch aufgrund seiner umfangreichen und hoch getakteten Elektronik von "primitiveren" TVs ein wenig verdrängt.

Die neue LED-LCD-TV Serie D25 von Panasonic gibt es in 32, 37 und 42 Zoll. Bei größeren Geräten beschränkt sich der Hersteller wie beim Thema 3D-TV auf Plasma-Technologie.

Die D28-Serie umfasst technisch ähnliche LCD-Fernseher, die auf ein anderes Design - sogar Weiß - setzen. Sie sind in 37 und 32 Zoll und in multimedial abgespeckter HD-ready-Technik sogar in 22 und 19 Zoll erhältlich.

Zubehörtipp: Die USB-Festplatte

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Buffalo JustStore HD-EU2 ab 74 €; Video-HomeVision: sehr gut, Preis/Leistung: sehr gut

Gleich mehrere TV-Hersteller bieten USB-Recording an, doch leider ist nicht jede USB-Festplatte perfekt dafür geeignet, Fernsehsendungen zwischenzuspeichern. Dabei stellen der Datendurchsatz (bis 20 MByte/s bei HDTV) oder die Speicherpausen, die eine Platte manchmal zum Kalibrieren einlegt, meistens kein Problem mehr dar. Dass einige der kleinen 2,5-Zoll-Festplatten an TVs oder Set-Top-Boxen nicht laufen, liegt eher daran, dass sie beim Einschalten deutlich mehr Strom benötigen als die bei USB 2.0 genormten 100 mA. Zwar liefern aktuelle UE-Geräte jetzt mehr Strom, doch wer auf Nummer sicher gehen will, kann auf eine große 3,5-Zoll-Platte ausweichen, die eine externe Stromversorgung besitzt.

Hier stört nur, dass die meisten Modelle weiter rotieren, wenn das Hauptgerät sich ausgeschaltet hat. Buffalo hat eine ökologische Standby-Automatik in die Serie "JustStore" integriert und wurde prompt von Panasonic als perfekt zu den neuen USB-Recording-TVs passend ausgezeichnet.

Info: Neues, verbessertes Design

Panasonic hat bei den 2010er-Modellen kräftig zugelegt, was das Erscheinungsbild und die Anfassqualität der TV-Geräte betrifft. Dabei wird weiterhin eine eher klassische Linie bevorzugt, die jedoch jetzt weitaus pfiffiger designt ist als früher. Glänzendes Schwarz wurde durch dezentes Graumetallic ersetzt, das im Rahmen von einer durchsichtigen Schicht geschützt wird.

Aus dem Messlabor

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Panasonic gelingt es auf Anhieb, das Gerät simpel zu halten und trotzdem professionellen Anforderungen gerecht zu werden. Stellt man das Bild einfach auf "True Theater", bekommt man direkt den unten abgebildeten, exzellent abgestimmten Farbraum, allerdings mit minimal zu hoher, aber angenehmer Farbtemperatur.

Profi-Einstellungen erlauben es, trotz Serienstreuung ein Referenzniveau zu erreichen und die Farbigkeit sehr linear darzustellen. Die ebenfalls selektierbare Gammakurve weicht lobenswert wenig vom Ideal ab.

Fazit

Mit dem TX-L37D25E ist Panasonic ein exzellenter Fernseher gelungen. Sein Bild ist nicht reißerisch, vielmehr absolut normgerecht und angenehm. Und mit den vielen Zusatzfunktionen ist man voll am Puls der multimedialen Zeit.

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Der Panasonic TX-L37D25E

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