Testbericht

Die Features im Überblick

8.9.2010 von Peter Knoll

ca. 2:10 Min
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  1. Adobe Creative Suite 5 Production Premium
  2. Die Features im Überblick
  3. Top-Ten-Features & Direktvergleich Premiere Pro vs Final Cut Pro
  4. Fazit & Kommentar

After Effects: Mehr als Effekthascherei

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Globalzuweisung: After Effects CS5 gestattet weniger Eingriffe bei der individuellen RAM-Zuweisung als CS4. Die RAM-Zuweisung wird zugleich für Premiere Pro, Encore und Media Encoder mitgeregelt.
© PC Magazin

Das Compositing-Programm zählt auch aufgrund der leicht verständlichen Oberfläche zu den beliebtesten Programmen seiner Kategorie. Insbesondere für Textanimationen ist After Effects erste Wahl, eine weitere Stärke ist eine unübersehbare Vielzahl an Erweiterungs-Optionen durch Plug-ins von Drittanbietern.

Anders als professionelle Mitbewerber wie das (von Apple seit vielen Jahren sträflich vernachlässigte, inzwischen eingestellte) Shake oder Nuke arbeitet After Effects Timeline-basiert. Diese Vorgehensweise hat Vorteile beim Umgang mit vielen Ebenen und langen Sequenzen; sie macht After Effects bei komplexen Compositings schnell übersichtlich.

Unübersichtlicher als nötig macht After Effects die Vielzahl an aus Kompatibilitätsgründen mitinstallierten Filtern, die allzu oft denselben Zweck erfüllen. Allein für die Farbkorrektur finden sich 29 Einträge im entsprechenden Menü. Etwas mehr Klasse statt Masse würde dem Programm gut tun.

Erstklassig sind beispielswiese die Keyer, Rotoskoping ist jetzt ohne Zusatzkosten möglich, der Motion Tracker und der Bildstabilisierer waren schon bislang anerkannte Stärken des Programms. Hinzu kommen viele Detailverbesserungen: angebrachte Pixel-Seitenverhältnis-Korrektur (unter Anzeigeoptionen, Bereich Ansicht) für eine korrekte Darstellung von Clips mit nichtquadratischen Pixeln auf dem Monitor.

Der Dateiaustausch mit Premiere Pro funktionierte im Test stressfrei.

Wie Premiere Pro reagiert After Effects deutlich flotter beim Einsatz einer Quadro-Grafikkarte. Adobe hat bei After Effects die in der Vorversion mögliche RAM- und CPU-Zuweisung allein für After Effects verzichtet; nun ist es nur noch möglich, einen RAM-Anteil für die Suite-Produkte Premiere Pro, Encore, Media Encoder und After Effects insgesamt zu sichern.

Die lokale Dokumentation einiger Adobe-Produkte, darunter von After Effects, war zumindest im Testzeitraum noch arg lückenhaft. Adobe hat offenbar einen Großteil der Dokumentationsarbeit extern vergeben. Im Netz finden sich gute Lehr-Tutorials. Wer als Suchort die Lokale Hilfe eingibt, bleibt meist hilflos - für die weit bessere Unterstützung in der Community Help und die Handbuch-PDFs ist eine Internet-Verbindung nötig.

Authoring als Doppelpass: Encore

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Interpretationsfähig: Red-R3D-Dateien verarbeitet Premiere Pro vorbildlich. Die Seitenverhältnisse sind dazu gelegentlich erst vorab anzupassen.
© PC Magazin

Besonders praktisch am Authoring-Spezialisten Encore ist die direkte Verknüpfung mit Photoshop: Sie laden z.B. eine Vorlage für ein DVD-Menü in Encore, klicken doppelt auf das Hintergrundbild, dieses öffnet automatisch in Photoshop. Dort passen Sie etwa die Menübezeichnungen oder das Hintergrund an, speichern und die geänderte Vorlage erscheint automatisch in Encore.

Encore liefert viele Vorlagen, die nicht immer den europäischen Geschmack treffen. Encore ist nicht gleich auf Anhieb intuitiv zu bedienen, liefert dafür aber einen großen Funktionsumfang. Sehr praktisch ist, dass etwa H.264-Dateien ohne Umkodieren nach vorangegangener Anpassung der Voreinstellungen für Blu-ray-Discs ausgegeben werden können. Die Vorversion konnte zwar MTS-Streams direkt verlinken, kodierte die H.264-Dateien anschließend aber wieder ins H.264-Format.

Auch bei Encore lässt sich die Oberfläche gut anpassen. Encore zeigt die Verlinkungen etwa der Menüs zu den Mediendateien übersichtlich an. Der Prüfmodus nennt sofort mögliche Probleme, etwa eine verwaiste Timeline. Noch besser wäre es, wenn das Programm zugleich einen Lösungsvorschlag mitliefern würde.

Die (etwas versteckte) Vorschau auf das fertige Projekt zeigte im Test verlinkte AVCHD-Dateien erst nach vorangegangenem Rendern ruckelfrei an. Leider fehlt weiterhin eine Option, Blu-ray-Disc-Projekte direkt auf DVDs zu brennen. Verglichen mit Premiere oder After Effects reagiert Encore behäbig.

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