Testbericht

Adobe Premiere Pro CS4

Adobe Premiere Pro CS4

© Archiv

Anpassungsfähig: Die Premiere-Pro-Oberfläche lässt sich leicht konfigurieren. Die Helligkeit lässt sich via Schieberegler einstellen.

Eine Besonderheit von Premiere Pro ist die eingebaute Spracherkennung - eine prima Hilfe, um Filme und Sounddateien blitzschnell nach Stichwörtern zu filtern.Beschränkt auf eine rein digitale Dokumentation hat sich Adobe seit CS4 auch beim einzeln erhältlichen Premiere-Paket (zusammen mit Encore und dem Aufnahme-Tool OnLocation). Umso ärgerlicher ist die Umsetzung: Von Drittanbieter Video to Brain stammt zwar eine eigene Lern-DVD mit rund zwei Stunden Lehrfilmen über Programme der Creative Suite - was freilich ein Lehrfilm über das DTP- Programm InDesign in einem Videoschnitt-Programm verloren hat, bleibt Adobes Geheimnis. Auch die Online-Hilfe überzeugt nur teilweise.

Das in der Online-Hilfe eingegebene Stichwort "Spracherkennung" führte Gesamtwertunggut 74uns zu einer noch reichlich unfertigen Beta-Seite, nicht zu einem sinnvollen Eintrag.

Überraschend gut funktioniert erstmals die Bearbeitung von AVCHD-Material - solange Sie sich auf einfache Schnitte mit minimalistischer Nachbearbeitung wie dem Zuweisen weicher Blenden beschränken. Mit der Echtzeit-Bearbeitung war es bei mehreren verwendeten AVCHD-Spuren und komplexen Filtern schnell vorbei. Zum Rendern verwendet Premiere Pro den neuen Media Encoder.

Anders als etwa Edius gestattet Premiere Pro es nicht, z.B. MTS-Dateien in eine Tonspur zu ziehen, um so lediglich den Sound zu übernehmen. Angenehm ist das Teamwork mit dem Authoring-Programm Encore - die Übergabe klappt via Dynamic Link.Zu den Stärken von Premiere zählt der mächtige Titler und die anpassbare Oberfläche. Bewegen Sie ein Fenster, passen sich automatisch die anderen an. Die Helligkeit lässt sich via Schieberegler einstellen. Der Funktionsumfang ist ordentlich, kommt aber nicht in Augenhöhe von Media Composer. Viele Premiere-Pro-Werkzeuge, etwa die sekundäre Farbkorrektur, bieten nicht die Möglichkeiten und die feinen Einstell-Optionen des großen Konkurrenten.

Testprofil

AdobePremiere Pro CS4 (4.0.1)
www.adobe.de
1010 Euro

Videoschnitt-Programm

Weitere Details

74 Prozent

Fazit:Premiere Pro ist ein guter Kompromiss zwischen kurzer Einarbeitungszeit und Funktionsumfang. Es ist auch für Edel-Amateure geeignet.

Testurteil
gut
Preis/Leistung
befriedigend

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