Heimkino-Projektion

Optoma UHD-60 im Test: 4K-Beamer für 2500 Euro

22.1.2018 von Roland Seibt

ca. 1:45 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
  1. Full-HD- und 4K-Beamer im Test: JVC vs. BenQ vs. Optoma
  2. Optoma UHD-60 im Test: 4K-Beamer für 2500 Euro
  3. BENQ W1050 im Test
Optoma UHD-60 Beamer
Der minimale Betrachtungsabstand des Optoma UHD-60 beträgt das 1,5-fache der Bildhöhe.
© Josef Bleier

Pro

  • UHD-DLP-Chip
  • 50Hz und 60Hz nativ
  • HDR10 gut voreingestellt
  • HDTV + Blu-ray sehr scharf

Contra

  • "normaler" Farbraum

Fazit

Testurteil: gut; Preis/Leistung: sehr gut

Die DLP-Technik verschafft der Ultra-HD-Auflösung im mittleren Preissegment ihren Durchbruch. Die superscharfen Bilder bedürfen eines Heimkinos, da jeder noch so große Fernseher zu klein ist. Der minimale Betrachtungsabstand beträgt das 1,5-fache der Bildhöhe. 

Für Full-HD-Beamer gilt der doppelte Abstand, den momentan aber längst nicht jeder einhält. Hier ist Aufrüsten angesagt. Um das preislich möglichst attraktiv zu gestalten, hat Texas Instrumente DLP-Chips entwickelt, die zwar statt acht nur vier Megapixel liefern, aber die durch präzises Shifting zwei (diagonal versetzte) separate Bildpunkte erzeugen können. 

Die erste Generation dieser DLP-UHD-Geräte war sehr teuer und hatte einen konzeptionellen Fehler – nämlich dass keine 50 oder 48 (2x24) Hertz erzeugt werden konnten, die nativ für unser Fernsehprogramm oder Kinofilme benötigt werden. Es ruckelte und stotterte. 

Der hier getestete Optoma UHD60 war das erste Exemplar, das 50Hz ordentlich wiedergeben konnte – bei halbiertem Preis. Sein Bruder UHD65 addiert eine Begegungsglättung für noch homogenere Schwenks. Dem Preisrutsch zum Opfer gefallen ist die messerscharfe Optik der Mitbewerbervorgänger von Acer und BenQ. 

Man darf allerdings sagen, dass jetzt beim UHD-60 das Verhältnis aus Chipschärfe und Optik effizienter funktioniert. Man braucht keine messerscharfe Abbildung einzelner DLPSpiegel, wenn diese insgesamt hinund herwackeln und interpoliert angesteuert werden. 

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Die Schärfe von Optomas Gesamtsystem liegt etwas unter UHD, und das wird hier gut umgesetzt. Die Gaps zwischen den Spiegeln verschwimmen, aber der Auflösungsverlust in den Bildecken ist nicht übertrieben.

Scharfer Allrounder

Im Gegensatz zum JVC stellt der Optoma keinen reinrassigen Heimkinobeamer dar. Er besitzt ein paar PC-Anschlüsse und viele Steuerfunktionen (Schaltausgang, Crestron, AMX...). Seine angegebenen 3000 Lumen erreicht er locker, jedoch nur durch einen Boost über ein Brilliant- Color-Weißsegment im Farbrad und einen deutlichen Grünstich. Während vor allem PC-Präsentationen und Fotos, die ja im BT.709er Farbraum von JPG aufgenommen wurden, deutlich detailreicher als auf dem viel teureren JVC DLA-X5900 erscheinen, kann er durch seinen reinen Auflösungsvorteil bei UHD Blurays nicht voll punkten. 

Hier sind sein Farbraum zu klein und der HDR-Kontrast suboptimal. Dafür ist seine PQ-EOTF, also die Gammakurve von HDR, ab Werk sehr gefällig voreingestellt. Weitere Punkte wie eine schwache 10-Bit-Quantisierung, das nur mit 120Hz drehende Farbrad, 24p- Pulldown oder das Fehlen von 3D sollten beim Kauf bedacht werden. Für seinen günstigen Preis ist aber allein die hohe Schärfe schon wirklich überzeugend. 

Fazit

Schön ultrascharf liefert dieser DLP UHD-Beamer erstmals authentische Bewegungen.

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