Weiterhin Updates erhalten

Windows XP trotz Support-Ende bis 2019 aktuell halten

10.9.2014 von Wolf Hosbach

Wir zeigen, wie Sie für Windows XP bis 2019 weiterhin Updates erhalten. Der verlängerte Support ist inoffiziell, dennoch kommen die Downloads von Microsoft.

ca. 1:50 Min
Ratgeber
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Windows XP, Kopfhörer
Per Registry-Hack lässt sich Windows XP bis 2019 mit Updates füttern.
© WEKA Media Publishing GmbH

Windows XP trotz Support-Ende weiterhin mit Updates versorgen, und zwar bis 2019: Wir zeigen, wie Sie Sicherheits-Patches und andere Aktualisierungen herunterladen können, um mit Windows XP so sicher wie möglich im Netz unterwegs zu sein.

Seit der Markteinführung von Windows XP sind mehr als zwölf Jahre ins Land gezogen, und Microsoft hat mit Windows Vista, 7 und 8 Nachfolger entwickelt. Dennoch betrug der Marktanteil von Windows XP im Mai 2014 noch ungefähr 25 Prozent.

Damit nutzen doppelt so viele User den Klassiker als Windows 8.x und fünf Mal so viel wie MacOS. Dennoch ließ Microsoft den Support für WindowsXP im April 2014 auslaufen. Lediglich für die Signaturen zu Schadprogrammen will der Hersteller bis Juli 2015 noch Aktualisierungen anbieten.

Ausweg aus dem Update-Dilemma

Ein kleiner Kniff hilft, Windows XP für die nächsten Monate mit Updates zu versorgen. Neben XP bietet Microsoft "Windows Embedded POSReady 2009" an. Dabei handelt es sich um ein Windows für Point-to-Point-Services für Peripherie, Server und Online-Dienste. Dazu gehören u. a. Bankautomaten. Für technisch Interessierte steht eine Demoversion von POSReady auf der Microsoft-Webseite zur Verfügung.

Lesetipp: Von Windows XP zu Windows 8.1 aufrüsten

Das System basiert auf WindowsXP mit Service Pack 3 und hat ähnliche Eigenschaften. Der Support für dieses Betriebssystem läuft noch bis April 2019. Die Aktualisierungenfür Windows Embedded POSReady stehen nach einer Registry-Modifikation auch für Windows-XP-Anwender zur Verfügung. Updates lassen sich nur für 32-Bit-Systeme installieren - Nutzer von Windows XP 64 Bit können mit den Paketen nichts anfangen.

Bevor Sie Ihr System für die POSReady-Updates verändern, sollten Sie unbedingt ein Windows-Backup machen. Zusätzlich ist das Service Pack 3 für Windows XP erforderlich. Damit die Installation der Updates von der POSReady-Quelle funktioniert, muss Windows XP wissen, wo es sich die Daten abholen muss.

Lesetipp: Windows 8.1 mit Windows 7 Oberfläche

Windows XP, Registry, PosReady
Eine kleine Schlüsseländerung in der Windows-Registry und schon trudeln die Sicherheits-Updates wieder herein.
© WEKA

Dazu wird in der Registry ein neuer Eintrag eingefügt. Im Bild sehen Sie den Registry-Schlüssel ("HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\WPA\PosReady"). Legen Sie eine Datei "POS.reg" mit dem im Bild gezeigten Text an, und starten Sie die Datei mit der Maus. Der Schlüssel wird dann automatisch in die Registry eingefügt.

Keine volle Sicherheit gewährleistet

Der Trick mit den POSReady-Updates hat Tücken: Das Einspielen der Patches ist nicht dauerhaft in der Praxis getestet. Bisher gibt es so gut wie keine Erfahrungen über die Funktionstätigkeit und wie sicher die Updates sind. Im Falle eines Sicherheitslecks kann der Anwender davon ausgehen, dass der Hersteller keine Hilfe leistet. Außerdem ist nicht sicher, in welchen Umfang Microsoft die Sicherheits-Updates für POSReady in Zukunft anbietet.

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