Tipps & Tricks

Windows absichern: Tipp 2

2. Benutzerkonten trennen für administrative Aufgaben

Aus Sicherheitsgründen blendet die Benutzerkontensteuerung in Windows vor dem Start systemnaher Programme und schwerwiegender Einstellungsänderungen​ erst einen Warnhinweis ein. Er soll vor ungewollten Änderungen am Betriebssystem schützen, doch meist wird das aufpoppende Fenster achtlos weggeklickt. Die bessere Lösung: Erstellen Sie für den Alltagseinsatz zusätzlich zum standardmäßig eingerichteten Administratorkonto ein Benutzerkonto mit eingeschränkten Standardrechten.

Damit erschweren Sie Angreifern, Schadprogrammen und infizierten Websites den Zugriff auf wichtige Systembereiche und Dokumente. Bei Bedarf autorisieren Sie nötige Verwaltungsaufgaben an Windows oder die Installation zusätzlicher Software mit Ihrem Administrator-Passwort. Arbeiten mehrere Personen abwechselnd am Rechner, richten Sie für jeden Anwender ein eigenes Standard-Benutzerkonto ein.

© Weka/Archiv

Zum sicheren Surfen richten Sie ein neues Benutzerkonto ohne Administratorrechte ein, das Sie nach Bedarf beschränken.

Erstellen lassen sich zusätzliche Konten etwa in den Einstellungen in Windows 10 unter Konten, Familie & weitere Kontakte und Diesem PC eine andere Person hinzufügen. Als Zweitkonto reicht in der Regel ein lokales Konto aus. Klicken Sie daher auf Ich kenne die Anmeldeinformationen für diese Person nicht und auf Benutzer ohne Microsoft-Konto hinzufügen. Noch restriktivere Sicherheitsbeschränkungen erlaubt Windows bei Familienkonten, die Sie mit Familienmitglied hinzufügen anlegen.

Entgegen ihrem Namen eignen sich Familienkonten mit den in der angeknüpften Kindersicherung bereitstehenden zeitlichen Zugriffsbeschränkungen und der Möglichkeit eines Aktivitäts-Trackings auch für Wohngemeinschaften, Schulungs-PCs, Arbeitsgruppen und Gäste. Sie können beispielsweise präzise festlegen, welche Programme, Filme, Musikstücke und Fernsehsendungen für einen Anwender gesperrt sein sollen. Die Rechteeinstellungen von Familienkonten verwalten Sie im Browser unter account.microsoft.com/family/​​.

Steht der Schutz von Kindern und Jugendlichen im Vordergrund, lassen sich ungeeignete Websites basierend auf einer schwarzen Liste von Microsoft sperren und Medieninhalte aufgrund ihrer offiziellen Altersfreigabe filtern. Eine gute Ergänzung in Sachen Jugendschutz ist JusProg​, das mit eigenen Filtern arbeitet.​

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