Desktop, Designs, Wallpaper und Co.

Windows 10 personalisieren: 9 Modding-Tipps für Jedermann

Desktop, Designs, Hintergrundbilder und Co.: Sie können die Optik von Windows 10 so verändern, dass es eine eigene Note bekommt. Das funktioniert mit Bordmitteln und externen Tools.

Windows 10

© Microsoft / Windows

Windows 10 sieht auf den meisten Computern ähnlich aus. Das Betriebssystem verwendet bestimmte Schriften, Farben und Symbole. Ihre Arbeitsoberfläche können Sie personalisieren und an Ihre Bedürfnisse anpassen. Wir zeigen, wie das geht.

Tipp 1: Hintergrundbild anpassen

Sie können das von Microsoft vorgegebene Bild auf dem Desktop nicht mehr sehen? Ersetzen Sie es auf Wunsch durch andere Hintergründe. Möglich sind ein eigenes oder vorgegebenes Foto, eine Farbe oder eine Diashow. Rufen Sie die Einstellungen auf, indem Sie die Windows-und die i-Taste gleichzeitig drücken. Gehen Sie zum Punkt Personalisierung und klicken links auf Hintergrund.

Möchten Sie das Bild austauschen, wählen Sie im Auswahlmenü unter Hintergrund den Punkt Bild. Suchen Sie entweder eines der vorhandenen Motive aus, oder fügen Sie über Durchsuchen ein eigenes Foto hinzu.

Mit dem Menü Anpassung auswählen haben Sie verschiedene Möglichkeiten, die Darstellung einzustellen. Ausfüllen heißt, dass das Bild sich an Höhe und Breite des Monitors orientiert. Mit Anpassen wird das Foto im Verhältnis zum Monitor angezeigt. Mit der Auswahl Kachel ist ein zu kleines Foto mehrfach zu sehen. Mit Dehnen bzw. Strecken wird das Foto an die Höhe bzw. Breite angepasst und bei Zentriert in der Bildschirmmitte platziert. 

Für mehr Abwechslung lassen Sie Ihre Fotosammlung als Diashow anzeigen. Suchen Sie einen Ordner aus, und bestimmen Sie ein Intervall, in dem sich die Bilder abwechseln sollen, etwa sechs Stunden. Mit Volltonfarbe wählen Sie eine von 24 Farben, oder Sie kreieren eine eigene Mischung. Klicken Sie dazu auf Benutzerdefinierte Farbe.

Hintergrundbild einstellen

© Microsoft/ Screenshot: PC Magazin

Auf dem Desktop-Hintergrund blendet Windows wechselnde Bilder, Diashows oder Farben ein.

Tipp 2: Die Farben austauschen 

Windows arbeitet mit sogenannten Akzentfarben, um Fenster dünn zu umrahmen oder Menüpunkte zu unterlegen. Damit werden auch aktive Symbole auf der Taskleiste unterstrichen. Welcher Farbton erscheinen soll, legen Sie selbst fest. Drücken Sie die Windows- und die i-Taste, gehen zu Personalisierung und zu Farben. Entweder, Sie wählen eine Farbe aus der Palette, oder Sie klicken auf Benutzerdefinierte Farbe und mischen sie selbst. 

Sie färben auch Taskleiste, Info-Center und Startmenü, wenn Sie einen Haken vor das entsprechende Feld unten setzen. Das geht aber nur für alle gleichzeitig. Mit einem Haken vor Titelleisten und Fensterrahmen verleihen Sie der Windows-Explorer-Leiste eine bestimmte Farbe. 

Auffälliger ist die Veränderung bei einem Haken vor Dunkel beim Punkt Standard-App-Modus auswählen. Dann färben sich alle Hintergründe etwa in den Einstellungen schwarz und die Schrift weiß. 

Farben

© Microsoft/ Screenshot: PC Magazin

Die Akzentfarben in Windows lassen sich mit einigen Klicks austauschen – und sogar eine Mischungen anzeigen.

Mehr Möglichkeiten zur Farbanpassung haben Sie mit dem Tool Classic Color Panel. Sie können Rahmen von Fenstern, Info- oderButton-Texte und Scrollleisten einzeln verändern. Nach dem Öffnen fordert das Tool Sie auf, die aktuellen Einstellungen zu sichern. Das sollten Sie tun. Anschließend wählen Sie aus der Liste, was Sie färben wollen. Bestimmen Sie die Farbe in der Palette und klicken Sie auf OK sowie Apply in der Menüleiste.

 Aber Vorsicht: Sie werden von Windows abgemeldet, damit die Änderungen wirksam werden.

classic color panel

© Screenshot: PC Magazin

Classic Color Panel erweitert die Möglichkeiten der Farbgebung deutlich: Sie können viele Elemente einzeln anpassen.

Tipp 3: Neue Designs, Mauszeiger und Töne

Hintergrundbild und Farben sind für Windows Bestandteile eines Designs - genau wie Töne und der Mauszeiger. Wenn Sie in den Einstellungen unter dem Punkt Personalisierung auf Design klicken, sehen Sie oben Ihre aktuelle Auswahl. Farbe und Hintergrund haben Sie bereits angepasst. Wählen Sie Sounds, öffnet sich ein neues Fenster. Hier können Sie den Ton für Windows-Ereignisse anpassen, zum Beispiel für den Alarm bei niedrigem Akkustand oder die Benachrichtigungen über neue E-Mails.

Ein Klick auf Mauszeiger öffnet ein weiteres Fenster. Sie legen darin das Aussehen des Zeigers fest, aber auch die Reaktionsgeschwindigkeit über den Reiter Zeigeroptionen. Ist alles eingerichtet, speichern Sie dieses Design, sodass Sie es mit einem Klick zurückholen können. Wollen Sie die Einstellungen nicht selbst vornehmen, laden Sie sich eins von Dutzenden kostenloser Designs herunter. Klicken Sie dazu rechts auf den Link Weitere Designs aus dem Windows Store abrufen. Zum Paket gehören auch Einstellungen für Wallpaper, Farben, Töne und Mauszeiger.

Töne

© Microsoft/ Screenshot: PC Magazin

Welchen Sound soll Windows wann abspielen? Das können Sie für viele Aktionen einzeln bestimmen.

Tipp 4: Schriftarten ergänzen und Standardschrift ändern

In Programmen wie Word und PowerPoint nutzen Sie verschiedene Schriftarten wie Arial oder Calibri. Sind Ihnen diese zu langweilig, fügen Sie neue Fonts hinzu. Im Bereich Personalisierung in den Einstellungen finden Sie alle auf dem Computer installierten Schriften. Klicken Sie oben auf Weitere Schriftarten aus dem Microsoft Store herunterladen. Suchen Sie im neuen Fenster eine Schriftart aus und klicken darauf. Im nächsten Fenster wählen Sie Herunterladen.

Lesetipp: Windows 10 langsam: 4 Tipps für ein schnelleres System

Achtung: Nicht alle angezeigten Fonts sind kostenlos. Gefallen Ihnen Arial Nova oder Verdana Pro doch nicht, klicken Sie den Namen an und wählen im nächsten Fenster Deinstallieren. Sie finden Schriften auch im Internet, zum Beispiel auf der Seite Dafont.com. Laden Sie einen Font über den Download-Button auf die Festplatte. Anschließend klicken Sie doppelt auf die Datei und wählen oben Installieren

Schriftarten

© Microsoft/ Screenshot: PC Magazin

Windows leitet Sie über die Einstellungen zum Store, wo Sie weitere Schriftarten herunterladen können.

Symbole, Titelleisten, Benachrichtigungsfenster: Alle Beschriftungen in Windows sind einheitlich in Segoe gehalten. Sie können den Font mit Bordmitteln nicht verändern – wohl aber mit dem Advanced System Font Changer. Das Tool fordert Sie auf, die aktuellen Einstellungen zu speichern. Dann rufen Sie alle Elemente einzeln auf, in denen Segoe auftaucht, etwa Menü. Im neuen Fenster verändern Sie Schriftart und -größe. Zur Wahl stehen alle Fonts, die auf dem Computer installiert sind. Bestätigen Sie mit Apply.

Advanced System Font Changer

© Microsoft/ Screenshot: PC Magazin

Alle Beschriftungen in Windows sind einheitlich. Der Font lässt sich mit dem Advanced System Font Changer ändern.

Tipp 5: Schrift und Anzeige vergrößern und verkleinern

Schrift und Icons erkennen Sie auf dem Desktop kaum? Sie können beides vergrößern. Klicken Sie rechts auf eine freie Stelle auf dem Desktop und wählen Anzeigeeinstellungen. Verschieben Sie den Regler unter Größe von Text, Apps und anderen Elementen ändern nach rechts, bis 125 oder 150 Prozent. Bestätigen Sie mit Anwenden.

Lesetipp: Windows 10 Sicherheit erhöhen: 8 Tipps

Leider ist es nicht mehr möglich, die Einstellungen getrennt vorzunehmen. Vielleicht wollen Sie ja die Schrift in Popup-Fenstern vergrößern, nicht aber Symbol-Beschriftungen auf dem Desktop? Mit dem Tool System Font Size Changer holen Sie das Feintuning zurück. Nach dem Öffnen sichern Sie zunächst die aktuellen Einstellungen. Mit Apply werden die Änderungen übernommen, aber erst nach Ab- und Wiederanmeldung in Windows.

System font size changer

© Microsoft/ Screenshot: PC Magazin

Speichern Sie die aktuellen Einstellungen, bevor Sie die Schriftart und -größe ändern.

Tipp 6: Symbole austauschen

Der Ordner ist immer eine gelbe Akte: Windows teilt Verzeichnissen, Aufgaben und Programmen Standardsymbole zu. Diese können Sie nach Belieben austauschen, um mehr Abwechslung aufs Desktop zu bekommen. 

Zum Verändern eines Icons auf dem Desktop klicken Sie es mit der rechten Maustaste an. Im Kontextmenü wählen Sie Eigenschaften und im neuen Fenster die Registerkarte Anpassen. Unter Ordnersymbole klicken Sie auf Anderes Symbol. Entscheiden Sie sich für ein Icon, und bestätigen Sie mit OK.

Symbole ändern

© Microsoft/ Screenshot: PC Magazin

Andere Symbole für Ordner oder Programme können Sie im Betriebssystem einstellen.

Tipp 7: Desktop aufräumen

Mit einem aufgeräumten Desktop finden Sie schneller wieder, was Sie gerade brauchen. Legen Sie deshalb fest, wie die Symbole angeordnet sein sollen. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle auf der Arbeitsoberfläche und im Kontextmenü auf Ansicht. Entfernen Sie die Haken vor Symbole automatisch anordnen und Symbole am Raster anordnen entfernen, und verteilen Sie die Icons frei auf der Arbeitsoberfläche. Auch ihre Größe ändern Sie hier. 

Lesetipp: Windows 10: Die besten Tipps für optimale Einstellungen

Mehr Ordnung holen Sie sich mit einem externen Tool auf den Computer: Mit Fences (Preis: 9 Euro) ziehen Sie beliebige Felder auf dem Desktop auf, in denen Sie zusammengehörige Symbole platzieren.

Fences

© Microsoft/ Screenshot: PC Magazin

Das Tool Fences teilt die Arbeitsoberfläche in getrennte Bereiche auf und schafft so mehr Übersicht.

Tipp 8: Taskleiste einstellen

Die Taskleiste ist in Windows eine wichtige Schaltzentrale: Entsprechend hilfreich ist es, wenn Sie sie an Ihre Bedürfnisse anpassen. Klicken Sie in den Einstellungen unter Personalisierung auf Taskleiste. Mit Schiebeschaltern legen Sie dort fest, ob die Leiste ausgeblendet wird und erst erscheint, wenn Sie den Mauszeiger zu ihr bewegen, und ob sie fixiert werden soll.

 Außerdem können Sie sie oben, links oder rechts am Bildschirm platzieren. Wählen Sie Kleine Schaltflächen verwenden, schrumpfen die Symbole, und Sie haben mehr Platz auf der Fläche.

Taskleiste

© Microsoft/ Screenshot: PC Magazin

Die Taskleiste lässt sich auf Wunsch auch an eine andere Stelle des Bildschirms verschieben.

Tipp 9: Benachrichtigungen anpassen

Updates sind verfügbar, und es gibt neue Nachrichten von einer App: Diese Benachrichtigungen können sie ausschalten oder nur bestimmte erlauben. Rufen Sie dazu mit der Windows- und der i-Taste die Einstellungen auf, gehen Sie zu System sowie zu Benachrichtigungen und Aktionen. Unter Benachrichtigungen können Sie alle Meldungen deaktivieren, indem Sie die Schalter auf Aus schieben. 

Benachrichtigungen genauer

© Microsoft/ Screenshot: PC Magazin

Welche Apps welchen Benachrichtigungen senden dürfen, steuern Sie in den Einstellungen.

Alternativ steuern Sie in der Liste darunter genauer, welches Programm Alarme senden darf. Entweder, Sie schieben den Schalter auf Aus, oder Sie klicken auf einen Namen. Dann legen Sie beispielsweise fest, ob bei einer Nachricht ein Ton abgespielt und ob sie als Banner angezeigt wird.

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