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Windows 10: Kostenlos installieren - so geht's

Sie sind noch immer begeisteter Nutzer von Windows 7? Dann wird es Zeit zum Umstieg, denn der Support läuft im nächsten Januar aus. Das Gute daran: Windows 10 ist noch immer gratis. Wir zeigen Ihnen wie es geht.

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Windows 10: Kostenlos installieren - so geht's

Windows 7 ist nach wie vor beliebt. Das Betriebssystem, das im Oktober 2009 auf den Markt gekommen ist, hatte im vergangenen November einen weltweiten Marktanteil von sage und schreibe 39 Prozent und wurde erst zum Jahresende knapp von Windows 10 überholt. Windows 8 besitzt einen Marktanteil von weniger als fünf Prozent und spielt daher eine eher kleine Rolle.

Zum Bedauern der noch immer sehr zahlreichen Nutzer von Windows 7 ist das Ende für dieses Betriebssystem nun allerdings nah: Für Januar 2020 hat Microsoft den Support für dieses betagte Betriebssystem gekündigt. Was bedeutet das konkret? 

Zunächst einmal wird es keine Sicherheits-Updates mehr geben. Eventuelle Sicherheitslücken werden nicht mehr geschlossen, und der Rechner ist offen für Attacken durch Viren, Malware und andere Gefahren. Die weitere Nutzung von Windows 7 ist also sehr riskant, und selbst eine gute Sicherheitssoftware kann daran nichts ändern. 

Der technische Support von Seiten des Herstellers fällt ebenfalls weg. Wer sich also beispielsweise über betreute Microsoft-Foren Tipps bei Problemen eingeholt hat, der wird dort künftig nicht mehr fündig werden.

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Aus und vorbei für Windows 7: Ab Januar ist Schluss mit dem Support durch Microsoft. Der Hersteller rät zum rechtzeitigen Wechsel auf Windows 10.

Was empfiehlt Microsoft? Nun, der Hersteller rät dazu, seinen Rechner kostenlos auf Windows 10 upzugraden oder sich einen neuen Rechner mit eben diesem modernen Betriebssystem anzuschaffen. Letzteres ist eine gute Idee, wenn Ihr Rechner schon sehr alt ist und mit Windows 10 überfordert wäre. 

Ein Blick auf die Systemvoraussetzungen von Windows 7 und Windows 10 zeigt, dass es dort kaum Unterschiede gibt. Windows 7 verlangt einen Prozessor mit einem GHz oder schneller, Windows 10 ebenfalls. Windows 7 benötigt ein (32 Bit) oder zwei (64 Bit) GByte Arbeitsspeicher (RAM), Windows 10 ebenfalls. 

Auch beim Speicherbedarf auf der Festplatte (ab 16 GByte) gibt es keine nennenswerten Unterschiede. Doch das ist nur das absolute Minimum, um Windows 10 überhaupt installieren und starten zu können. Das heißt nicht, dass sich mit einem Windows 10 unter diesen Bedingungen sinnvoll arbeiten lässt.

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Versionsgeschichte und -vergleich

Was ist die aktuelle Windows-10-Version? Welche Version habe ich installiert? Hier gibt die Antworten und eine Übersicht der aktuellen Versionen.

Als Beispiel sei hier ein altes Dell XPS angeführt mit Core-2-Duo-CPU mit 2,2 GHz sowie vier GByte Hauptspeicher. Unter Windows 7 lief das Notebook über Jahre zügig und unauffällig. Das änderte sich nach dem Upgrade auf Windows 10 schlagartig. Während die Installation problemlos ablief, arbeitete das Notebook mit Windows 10 nur noch in Zeitlupe. 

Die Systembremse stellt hier der Arbeitsspeicher dar, denn die installierten vier GByte sind in der Praxis deutlich zu wenig für ein Arbeiten ohne regelmäßige Denkpausen. Wie oben beschrieben, empfiehlt Microsoft ein (32 Bit) oder zwei (64 Bit) GByte Arbeitsspeicher; wir raten dagegen zu mindestens acht GByte. 

Besitzt Ihr Notebook weniger als diese acht GByte Arbeitsspeicher, ist es ratsam, den Speicher entsprechend aufzurüsten. Dafür müssen Sie zunächst einmal ermitteln, wieviel RAM in Ihrem Rechner verbaut ist, um welchen Typ es sich genau handelt, und ob das System überhaupt mit mehr als vier GByte Hauptspeicher aufgerüstet werden kann.

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Das Tool Hwinfo gibt Auskunft über Menge und Art des eingebauten Arbeitsspeichers (Memory).

Ist Ihr Rechner fit für Windows 10?

Um festzustellen, über wieviel Arbeitsspeicher Ihr Rechner verfügt, verwenden Sie am besten das Tool Hwinfo. Klicken Sie im Hauptfenster auf den Eintrag Memory, um Anzahl und Größe der eingebauten Speicherriegel zu identifizieren. 

Unser Testnotebook verfügt über zwei Steckplätze mit je einem zwei-GByte-Modul vom Typ DDR2 PC2-5300. Dieser SO-DIMM- Arbeitsspeicher lässt sich ausbauen und ist nicht fest verlötet. Sind Sie nicht sicher, ob das eventuell bei Ihrem Rechner anders ist, sollten Sie im Handbuch nachsehen oder im Internet nachforschen. 

Lässt sich der RAM-Speicher problemlos wechseln, können Sie sich im Web auf die Suche nach größeren RAM-Modulen mit vier oder gar acht GByte Kapazität machen. Leider existieren manche RAM-Versionen, wie etwa auch die oben erwähnte, nicht mit mehr als vier GByte. 

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Alter RAM-Speicher ist unverhältnismäßig teuer; vor allem, wenn die Module mehr als zwei GByte Kapazität besitzen.

Zudem sind diese Module mit vier GByte recht teuer, und so mancher dürfte sich fragen, ob der Kauf zweier RAM-Riegel für zusammen über 60 Euro überhaupt noch lohnt, nur um den alten Rechner fit für Windows 10 zu machen. Im Fall des alten Dell XPS haben wir uns dafür entschieden und neuen RAM gekauft. 

Ergebnis: Nach dem Einbau läuft das Gerät wieder absolut flüssig. Zusammengefasst lässt sich sagen: Verfügt Ihr Rechner über mindestens acht GByte RAM und einen Prozessor mit zwei GHz oder mehr, steht einem Upgrade auf Windows 10 nichts im Wege. 

Ansonsten sollten Sie entweder den Arbeitsspeicher auf mindestens acht GByte aufrüsten oder tatsächlich den Neukauf eines entsprechend bestückten Rechners in Betracht ziehen.

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Für den Arbeitsspeicher gilt: je mehr, desto besser. Worauf Sie beim Kauf von zusätzlichem RAM achten müssen, erklärt unser Ratgeber.

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