Das müssen Sie beachten

Windows 10 kaufen: Alle Infos zu Angeboten bei Microsoft, Amazon, Ebay & Co.

Wer Windows 10 kaufen will, hat verschiedene Möglichkeiten. Wir verraten, was beim Kauf bei Anbietern neben Microsoft wie Amazon oder Ebay wichtig ist.

Windows 10 kaufen

© Montage: pc-magazin.de / phonlamaiphoto - Fotolia.com; Microsoft

Sie müssen Windows 10 kaufen? Wir geben wichtige Tipps.

Ein umfangreiches PC-Upgrade oder ein neuer Eigenbaurechner: Windows 10 kaufen gehört bei Hardware-Bastlern dazu. Die Preise reichen online von wenigen Euro bis zu dreistelligen Beträgen: für einen Key beziehungsweise eine Lizenz für Windows 10 Home oder Pro. Sie haben die Wahl, Windows 10 direkt bei Microsoft, bei Händlern wie Amazon, Saturn, Media Markt sowie auf Portalen wie Ebay oder Amazon Marketplace zu kaufen. Was gilt es zu beachten?

Viele Nutzer, die vor dem Kauf von Windows 10 stehen, schauen wahrscheinlich zuerst direkt bei Microsoft. Wahrscheinlich haben Sie auf einen Banner in einem Windows-Fenster geklickt, weil das Betriebssystem nach einer Aktivierung verlangt. Dann würden jene Nutzer im Microsoft Store landen, der als Unverbindliche Preisempfehlung (UVP) für Windows 10 Pro 259 Euro und für Windows 10 Home 145 Euro aufruft. Diese Kosten dürften für Nutzer abschreckend sein, schließlich lassen sich brauchbare Office-PCs schon für rund 300 Euro zusammenstellen.

Schauen wir auf etablierte (Online-)Shops wie etwa der von Saturn, sehen wir für die Pro-Variante von Windows 10 einen Preis von 162,99 Euro – sogar als physische Variante mit DVD, anstatt nur eines Freischalt-Codes. Für die entsprechende Version zu Windows 10 Home sind 123,99 Euro fällig. Bei Media Markt gibt es physische Varianten mit USB-Stick. Die Preise liegen für die Pro- bei 219,99 und für die Home-Variante bei 126,99 Euro.

Achten Sie darauf, eine 64-Bit-Fassung zu erwischen. Nur in Ausnahmefällen ist eine 32-Bit-Version noch gerechtfertigt, etwa bei fortgeschrittenem Hardware-Alter oder bei mangelnder Kompatibilität beim Einsatz von bestimmter, veralteter Software. Das betrifft aber nur die wenigsten Normalnutzer. Als Faustregel galt lange: Wer nicht mehr als 4 GB RAM nutzt, braucht die 64-Bit-Variante von Windows nicht. Mittlerweile sind 4 GB die Minimalausstattung beim RAM, um Windows und gängige Programme und Apps nutzen zu können - also greift der Nutzer gleich zur einzig sinnvollen 64-Bit-Fassung.

Windows 10: Keine Mehrkosten für DVD- und USB-Stick zahlen

Windows 10 auf USB-Stick

© Paul Thurrott / Twitter

Sie müssen nicht unbedingt die Mehrkosten für Datenträger wie DVDs und USB-Sticks tragen. Windows 10 lässt sich kostenlos herunterladen, das notwendige Media Creation Tool erstellt ein Installationsmedium aus einer (wieder-)beschreibbaren DVD oder einem USB-Stick. Eventuell müssen Sie diesen USB-Stick bootfähig machen. Anschließend lassen Sie den Rechner vom erstellten Datenträger hochfahren und folgen der Installationsroutine von Windows. Die Bootreihenfolge stellen Sie im Mainboard-Bios/-UEFI um. Schauen Sie ins Handbuch oder wenden Sie sich bei Bedarf an einen versierten Bekannten oder ein Familienmitglied.

Lesetipp: Windows 10 - aktuelle Version und alle Updates

Die Windows 10 Keys, die Sie bei Microsoft erhalten sind genau wie jene Lizenzschlüssel in den erwähnten Boxen unbedenklich. Es handelt sich um offizielle Codes, die für den hiesigen Markt vorgesehen und mit vollem Support vom Hersteller verkauft werden (dürfen). Das gilt auch für andere Anbieter wie Otto (Pro / Home mit USB-Stick), Alternate (Pro / Home auf DVD) und mehr.

Windows-Key ab 5 Euro: Das müssen Sie beachten

Etwas verwirrend ist der Kauf von Windows 10, wenn Sie Preisvergleiche nutzen. Diverse Portale nehmen in der Regel Angebote auf Marktplätzen von Ebay oder Amazon sowie kleinere Anbieter mit auf, die Preise ab wenigen Euro für einen Windows 10 Lizenzschlüssel aufrufen. Schwarze Schafe mit einfachen Lockangeboten sind natürlich nicht auszuschließen, doch völlig funktionslose Codes bekommen Sie anscheinend auch nicht, wie viele Bewertungen bei entsprechenden Händlern vermuten lassen.

Was beim Kauf jener günstigen Keys wichtig ist: Die Quelle wird in der Regel nicht genannt. So könnten Sie Codes von Zwischenhändlern aus dem Ausland erhalten oder ein Privatverkäufer veräußert einfach einen alten Key für Windows 7 oder 8.1. Denn mit den Keys jener älteren Microsoft-Betriebssysteme können Sie einen Rechner nach der Installation von Windows 10 immer noch problemlos freischalten, sofern der Code nicht schon für Windows 10 verwendet wurde. Denn den Key geben Sie in der Regel nur einmal ein. Bei folgenden Neuinstallationen erkennt Windows 10 an Hand der Hardware, dass bereits eine „digitale Berechtigung“ für die Nutzung von Windows 10 vorliegt. Bereits benutzte Keys machen Runden beim Support notwendig - ohne Garantie auf Erfolg.

Worauf Sie beim Kauf dazu achten sollten: Alternative oder gebrauchte Angebote für Windows 10 erhalten im Idealfall ein Echtheitszertifikat (COA; Certificate of Authenticity). So können Sie im Fall der Fälle beim Support nachweisen, dass Ihre installierte Version von Windows 10 rechtmäßig erworben wurde. Ein uneingeschränkter Support beim Einsatz auffällig günstiger Keys ist nämlich fraglich – der jeweilige Händler oder Privatverkäufer dürfte sich auch – sofern möglich – von Pflichten wie Gewährleistung oder einer freiwilligen Unterstützung freigesprochen haben. Auf den Webseiten von Ebay oder Amazon können Sie entsprechend nach Angeboten mit enthaltenem COA-Dokumenten suchen.

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Vergewissern Sie sich nach Möglichkeit über ein Kontaktformular oder einen direkt erreichbaren Ansprechpartner (Impressum ansehen!), dass der verkaufte Key (mit COA) nicht schon auf einem anderen Rechner für eine Windows-10-Installation oder ein Update von Version 7 oder 8.1 benutzt wurde. Dann heißt es nämlich: Der Key wurde bzgl. Windows 10 bereits mit einem System verknüpft. Anschließend wäre der Support vom Händler oder bei Microsoft der passende Ansprechpartner. Eine Garantie für eine Lösung gibt es jedoch wie gesagt nicht. Weiteres zum Thema Recht bei Gebraucht-Software bietet unser verlinkter Ratgeber.

Mit den Vorgängern von Windows 10 lässt sich also günstig eine Lizenz für das aktuelle System erstehen. Besorgen Sie sich eine solche nach Möglichkeit. Günstiger wird es dann wieder mit Glück mit Upgrade-Keys. Achten Sie bei Angeboten unbekannter Anbieter auf das erwähnte Zertifikat oder prüfen Sie Shops auf Erfahrungsberichte und vollständige Angaben im Impressum. Das sind Name, Anschrift, Kontaktmöglichkeiten, Handeslregisternummer und mehr . Bei mysoftware.de etwa bekommen Sie Windows 7 Pro als Upgrade von XP oder Vista beispielsweise schon für 27,95 Euro. Bei mysoftware.de handelt es sich um einen unbedenklichen IT-Shop aus Halle. Wir wiederholen den Tipp gerne: Suchen Sie Erfahrungsberichte zu Ihnen unbekannten Händlern und schauen Sie auf Marktplätzen auf die jüngsten Bewertungen von Käufern.

Windows 10: Lohnt sich ein Key für 5 Euro?

Bei Ebay sind Angebote für Windows 10 ab 5 Euro zu finden, teilweise sogar für weniger. Die Keys scheinen bei der Aktivierung weitgehend zu funktionieren, wie viele positive Bewertungen verschiedener Anbieter andeuten. Dennoch bleibt die Sorge um die Herkunft der Lizenzschlüssel, eine uneingeschränkte Empfehlung können wir daher nicht ausssprechen.

Einerseits ist der Support fraglich, wenn Sie Probleme bekommen und Windows später wieder nach einer Aktivierung fragt, weil die Lizenz nicht mehr gültig ist. Andererseits könnten Codes auch über illegale Wege in den Verkauf kommen und der Handel auffliegen. Dann könnte von Microsoft eine Sperre der verkauften Keys erfolgen und Sie stünden wieder am Anfang, die wenigen Euro werden Sie wahrscheinlich auch nicht ohne weiteren Einsatz wiedersehen.

Doch ein günstiger Key kann natürlich auch problemlos über Jahre bis zum Ende des Nutzungszeitraums des jeweiligen Gerätes funktionieren. Bei wem das zutrifft: Der hat Glück. Auf der sicheren Seite wähnen sollten sich Käufer jedoch nicht.

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