Versionsgeschichte und -vergleich

Windows 10 Funktionsupdates: Neuerungen und Namen erklärt

Inhalt
  1. Windows 10: Aktuelle Version und Updates in der Übersicht
  2. Windows 10 Funktionsupdates: Neuerungen und Namen erklärt

© pc-magazin.de

Bei Windows-Updates sind seit jeher Neustarts nötig. Diese können je nach Update-Umfang zwischen wenigen Minuten bis vereinzelt sogar Stunden dauern.

Versionsnummern und Namen der Windows 10 Updates

Mit dem Creators Update 1703 versuchte Microsoft seinerzeit, in den großen Systemupdates Schwerpunkte für neue Funktionen zu setzen, was nie wirklich gelang. Diese Namen wurden mittlerweile wieder aufgegeben, da die Nutzer sie ohnehin nur durcheinander brachten, weil sie im System im Gegensatz zur Versionsnummer nicht angezeigt wurden.

Diese Windows 10 Versionsnummer setzt sich aus dem Jahr und dem Monat des geplanten Veröffentlichungstermins zusammen. Allerdings schafft es Microsoft seit dem Anniversary Update 1607 nicht, den angepeilten Monat auch einzuhalten.

So heißt das aktuelle Windows 10 Update 1809 auch offiziell Oktober-Update und nicht September. Es erschien in Deutschland am 03. Oktober, wurde aber kurz darauf wegen eines schwerwiegenden Fehlers wieder zurückgezogen.

Was war neu in welcher Windows-Version?

Brachten das Anniversary Update und das Creators Update noch mehrere auffällige Neuerungen, beschränken sich die wirklich systemrelevanten Verbesserungen in den letzten Updates auf je ein oder zwei. Im Update 1709 kam das systemweite Teilen dazu, das mit dem Upgrade von Windows 8.1 auf 10 verloren gegangen war, im Update 1803 war die große Neuheit die Timeline, die zuletzt geöffnete Dateien und Weblinks wieder findet. Im Oktober-Update 1809 ist die seit langem erwartete Cloud-Zwischenablage die große Neuerung.

Hier unsere chronologisch sortierte Übersicht zu allen Funktionsupdates begonnen bei der aktuellsten Windows 10 Version:

Windows 10 Version 1809 - Oktober Update

Die geräteübergreifende Zwischenablage, die bereits mit der Timelime ein Jahr zuvor angekündigt war, ist jetzt da. Die Tastenkombination [Win]+[V] blendet ein Fenster mit den letzten Elementen der Zwischenablage ein. Hier können Sie eines auswählen und einfügen. Eine ähnliche Funktion war in Office 2013 bereits enthalten, ist irgendwann aber ohne weitere Ankündigung verschwunden.

© Screenshot / Christian Immler

Windows 10 Version 1809 Oktober Update: Die lang erwartete Cloud-Zwischenablage enthält nach langer Zeit wieder mehrere Elemente.

Windows 10 Version 1803 - April Update

Die neue Windows Timeline, auf deutsch: Aktivitätsverlauf, ermöglicht es, die Zeit zurück zu drehen und die eigenen Aktivitäten von einem bestimmten Zeitpunkt wieder zu finden und daran direkt weiter zu arbeiten, auch auf anderen PCs, die mit dem gleichen Microsoft-Konto angemeldet sind. Die Timeline zeigt, soweit von den jeweiligen Apps unterstützt, Vorschaubildchen der Inhalte und bietet eine Suchfunktion, um nach Stichworten vergessene Informationen wieder zu finden.

Lesetipp: Windows 10 kaufen - das müssen Sie beachten

Steht unterwegs kein Netzwerk zur Verfügung, konnte man immer schon Dateien per Bluetooth von einem PC auf einen anderen übertragen. Diese Methode war aber so umständlich und entsprach ganz und gar nicht dem bekannten Look and Feel von Windows, dass sie kaum benutzt wurde und viele Anwender sie nicht einmal kennen. Das April Update integriert die Bluetooth Umgebungsfreigabe in den neuen Freigabedialog, den viele Windows Apps mittlerweile anbieten.

Windows 10 April 2018 Update - Timeline

Quelle: Microsoft
Offizieller Microsoft-Trailer zum neuen Timeline-Feature im Windows 10 April 2018 Update (0:59 min, Englisch).

Windows 10 Version 1709 - Fall Creators Update

Das verloren gegangene systemweite Teilen wird wieder eingeführt. Ein Kontakte-Button in der Taskleiste bietet Zugriff auf die Kontaktlisten aus der Mail-App und dem komplett überarbeiteten Skype. Lieblingsfreunde können zum schnellen Teilen direkt auf der Taskleiste angepinnt werden. Die Tastenkombination [Win]+[Punkt] blendet ein Eingabefenster für Emojis ein, die besonders beim Chatten sehr beliebt sind. Ein neues Fluent Design bringt die Transparenzeffekte aus Windows 7 in neuer Form zurück, die beim Upgrade auf Windows 8 als unmodern galten.

© Screenshot / Christian Immler

Windows 10 Version 1709 Fall Creators Update: Favoritenkontakte in der Taskleiste bieten einen schnellen Zugang zu Skype und Mail, ohne die Apps starten zu müssen.

Die Integration des Cloudspeichers OneDrive war in Windows 8 eleganter gelöst, als in Windows 10. Damals mussten nicht ganze Ordner synchronisiert und lokal auf dem PC vorgehalten werden. Platzhalter kennzeichneten Dateien, die nur online verfügbar waren und luden diese erst beim Anklicken auf die Festplatte herunter. Eine neue Spalte im OneDrive-Ordner im Windows-Explorer ermöglicht es seit diesem Update, für jede Datei oder jeden Ordner die Offline-Verfügbarkeit nach Bedarf umzuschalten, um einen deutlich flexibleren Umgang mit dem Cloudspeicher zu bieten.

Lesetipp: Windows 10 19H1 - das bringt das April Update 2019

Das Update bringt den PDF-Betrachter im Edge Browser auf den technischen Stand der typischen Freewaretools. Zwei Seiten können nebeneinander angezeigt werden, falsch ausgerichtete Dokumente lassen sich drehen, wenn vorhanden kann ein Inhaltsverzeichnis zur Navigation verwendet werden, Formularfelder lassen sich ausfüllen und Textpassagen markieren, um sie zu kopieren.

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Windows 10 Version 1703 - Creators Update

Seit Google mit dem Cardboard, das ein ohnehin überall vorhandenes Smartphone als Display nutzt, gezeigt hat, dass man 3D-Brillen für 10 Euro bauen kann, sieht kaum noch jemand ein, für eine Microsoft Hololens das Hundertfache zu zahlen. Das Creators Update bringt nicht nur 3D-Darstellung in bekannte Programme, wie Paint und Powerpoint, sondern unterstützt auch preisgünstige 3D-Brillen zur Darstellung.

Mit Paint 3D bekommt das in die Jahre gekommene, mitgelieferte Malprogramm einfache 3D-Funktionen, ein App-Design und Touchunterstützung.

© Screenshot / Christian Immler

Mit dem Windows 10 Creators Update kommt ein neues Screenshot-Tool mit Windows Ink Unterstützung.

Um den von vielen Anwendern konsequent ignorierten Browser Microsoft Edge mehr in den Fokus zu rücken, spendiert das Creators Update diesem die Funktion E-Books im Epub-Format anzuzeigen. Für dieses weit verbreitete Dateiformat bot Windows bisher keinen systemeigenen Betrachter an. Für DRM-geschützte Epub-Dateien ist aber weiterhin ein externer Reader notwendig.

Windows 10 Version 1607 - Anniversary Update

Wieder ein neues Startmenü und ein neuer Windows Store sollten nach dem Ende der kostenlosen Upgradefrist auch die letzten Windows 7 Nutzer von Windows 10 überzeugen. Cortana ist weiter in das System integriert und versteht auch deutlich mehr. Windows Ink bringt eine systemweite Unterstützung für Stifteingabe auf Touchscreens.

In diesem Zusammenhang stellt Microsoft auch neue Surface-Modelle vor. Der allseits wenig beliebte Edge-Browser unterstützt endlich Erweiterungen und bietet weitere kleine Verbesserungen, die andere Browser längst kennen. Der eingebaute Virenscanner Windows Defender bekommt einen sogenannten Offline-Modus, der das System vor dem eigentlichen Start überprüfen kann.

Windows 10 Version 1511 - Herbstupdate

Microsoft erhörte die zum Teil heftige Kritik und verbesserte das Startmenü und den Windows Store sowie diverse Kontextmenüs, um ein systemweit einheitliches Benutzererlebnis zu bieten. Windows 10 konnte von jetzt an mit einem Windows 7 oder 8.1 Produktschlüssel aktiviert werden und musste nicht mehr zwangsläufig als Update installiert werden.

Windows 10 Version 1507 - das Original

Die erste Version von Windows 10 sah an vielen Stellen noch nicht ganz fertig aus. Kurz nach Veröffentlichung kam bereits das erste Update.

PCgo Campus: Windows - Automatische Updates deaktivieren

Quelle: PCgo
Mit einfachen Tricks können Sie die automatischen Updates von Windows 10 abschalten.

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