Tipps & Tricks

Wie spart man Strom beim Gaming auf dem PC?

28.9.2022 von Laura Pippig

Wer gerne und viel auf dem PC spielt, der muss besonders jetzt mit hohen Stromkosten rechnen. Wir geben Tipps, wie der Energieverbrauch reduziert wird.

ca. 4:45 Min
Ratgeber
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Gaming Setup
Das eigene Setup lässt sich meist noch etwas optimieren, um weniger Strom zu verbrauchen.
© Arsenii/Adobe Stock

Aktuell haben Verbraucher immer wieder mit steigenden Energiekosten zu kämpfen. Nicht nur im ganz gewöhnlichen Alltag ist das ein Problem, etwa bei den Kosten für Heizung und Strom in der eigenen Wohnung. Sondern auch in Bereichen wie der Tätigkeit im Home Office oder auch beim Gaming kommen höhere Kosten auf uns zu.

Das betrifft vor allem diejenigen, die zuhause viele elektronische Geräte nutzen. Mit dem Privat-PC, Arbeitslaptop, Smartphone, evtl. noch Tablet, Bildschirm, Fernseher und diverser Peripherie sammelt sich so einiges an, was den Stromverbrauch in die Höhe schnellen lässt.

Wir verraten daher die wichtigsten Tipps und Tricks, mit denen man vor allem beim stromintensiven Gaming sparen kann. Einiges davon lässt sich aber auch auf nicht-Gaming Bereiche anwenden, wie eben das eigene Home Office.

Tipp 1: RGB Beleuchtung zurückfahren

Den ersten Tipp werden insbesondere Fans von Gaming-typischer Peripherie eher ungerne hören. Doch in der Regel kann man auf RGB-Beleuchtung an PC-Gehäuse, Maus, Tastatur, Mauspad etc. ganz gut verzichten, wenn einem etwas an geringerem Stromverbrauch liegt.

In der Regel sollte man hier keine dramatischen Kostenersparnisse erwarten. Schließlich bewegt sich der Verbrauch der meisten Beleuchtungseffekte eher im einstelligen Wattzahl-Bereich.

Dennoch kann es sich auf Dauer für den Geldbeutel lohnen, auf unnötige Beleuchtung zu verzichten. Denn in der Summe machen auch viele kleine Maßnahmen durchaus Sinn.

Roccat
RGB-Beleuchtung macht zwar optisch viel her, kostet aber auch Energie.
© Roccat

Alternativ kann man die Beleuchtungseffekte auch auf ein Minimum reduzieren oder dafür sorgen, dass sie nach einer Weile automatisch herunterfahren. Das funktioniert inbesondere bei Produkten, die über eine Software wie Chroma Studio (Razer) oder iCue (Corsair) gesteuert werden.

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Tipp 2: Automatischer Ruhemodus & Energiesparmodus

Doch nicht nur bei der Peripherie lässt sich festlegen, dass nach einer Weile die Leistung und somit auch der Verbrauch heruntergefahren werden soll. In der Regel hat jeder PC, Laptop oder Bildschirm einen eingebauten Ruhemodus und/oder Energiesparmodus.

Für einige mag es sich lästig anfühlen, wenn das Gerät nach einer Weile herunterfährt und mühsam wieder aufgeweckt werden muss. Doch ist man mal länger nicht vor dem Bildschirm, etwa um zu kochen, den Müll wegzuschaffen oder das schreiende Kind zu beruhigen, spart man sich in der Zeit wertvolle Energiekosten.

Alternativ kann auch erstmal nur der Bildschirm ausgeschaltet oder die Helligkeit reduziert werden. Besonders wer mehrere Bildschirme auf einmal nutzt, kann hier bereits einen Unterschied machen. Oder einen Bildschirm in den Ruhestand schicken, wenn er nicht wirklich gebraucht wird.

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Tipp 3: Geräte komplett vom Netz trennen

Noch besser ist es natürlich, Geräte komplett vom Netz zu trennen, wenn sie für längere Zeit nicht in Gebrauch sind. Die Rede ist hier natürlich nicht von wenigen Minuten, sondern eher, wenn beispielsweise über Nacht der Laptop weiter angeschlossen bleibt.

Sofern das Gerät gerade nicht aufladen soll, sollte man es lieber komplett vom Stromnetz trennen. Vorher empfiehlt sich natürlich, das Gerät erst einmal herunterzufahren, um der Hardware nicht zu schaden. Dadurch wird noch mehr Strom gespart, als wenn es sich lange Zeit im Standby-Modus befindet.

Auch zusätzliche Geräte wie Drucker, Headsets, Lautsprecher etc., die längere Zeit nicht genutzt werden, sollte man besser vom Strom trennen.

Viele Menschen wissen zwar, dass über Steckdosen immer konstant Energie verbraucht wird, selbst wenn das Gerät nicht in Benutzung ist. Dennoch denken die wenigsten daran, Netzteile oder sonstige Kabel auch mal auszustecken, um Strom zu sparen. Wer nicht daran glaubt, kann gerne den Selbstversuch mit einem entsprechenden Messgerät starten.

Alternativ gibt es sogar schon Aufsätze für die Steckdose, die mit einem Timer ausgestattet sind. Nach einer gewissen Zeit werden Geräte damit automatisch vom Stromnetz getrennt - praktisch, wenn man selbst zu selten daran denkt.

Tipp 4: Energiehungrige Einstellungen anpassen

Dieser Tipp richtet sich an all die Gamer, die gerne und oft auf höchsten Einstellungen spielen und möglichst alles aus ihrer Hardware herausholen möchten. Denn oft ist es gar nicht so sinnvoll, die Spieleinstellungen einfach auf das Maximum zu stellen, ohne die Auswirkungen auf Performance und Stromverbrauch zu hinterfragen.

So ist es beispielsweise nicht notwendig, die FPS-Zahl in Spielen unbegrenzt zu lassen. Limitiert man diese, beispielsweise auf maximal 60 FPS, so lassen sich bereits einige Watt an Stromverbrauch einsparen. In den meisten Titeln wird man hierfür in den erweiterten Einstellungen fündig.

Auch bei der Kantenglättung wird oft mehr verbraucht, als es im laufenden Spiel eigentlich nützt. Mit bloßem Auge lassen sich die Unterschiede zwischen hohen und sehr hohen Einstellungen hier kaum erkennen, es sei denn, man würde die beiden Bilder genau nebeneinander legen. Wer darauf verzichten kann, aus seiner Hardware das Maximum herausholen zu wollen, der kann hier ruhig etwas runterfahren.

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Tipp 5: Grafikkarte undervolten

Eine weitere Möglichkeit für all diejenigen, die sich etwas mehr mit Hardware beschäftigen, ist das undervolten der eigenen Grafikkarte. Hiermit lässt sich sowohl die Temperaturentwicklung als auch der Stromverbrauch der GPU teils stark reduzieren.

Alle Erklärungen und Tipps zum Undervolting haben wir in einem separaten Ratgeber gesammelt.

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Tipp 6: Hardware energieeffizient aufrüsten

Nach einigen Jahren Gebrauch kann es sich lohnen, einzelne Teile der Hardware nachzurüsten. Denn mit der Zeit entwickeln die Hersteller immer energieeffizientere Produkte.

Ist das eigene Netzteil beispielsweise schon mehrere Jahre alt, könnte man sich hier nach einem neueren umschauen. Auch Lüfter werden mit der Zeit immer effizienter, was den Stromverbrauch angeht.

Am meisten Energie verbraucht natürlich immer noch der Prozessor und die Grafikkarte. Hier sollte man sich vor dem Kauf also erstmal informieren, wie hoch der Verbrauch am Ende ausfallen wird. Besonders Highend Grafikkarten, beispielsweise die neue 4000er Reihe von Nvidia, brauchen auch höhere Wattzahlen.

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Benutzt man noch recht alte GPUs/CPUs, so kann sich ein Update aber dennoch auf lange Sicht für den Geldbeutel lohnen. Aus einer Studie des Herstellers AMD ergab sich, dass damit bis zu 32 Prozent des Energieverbrauchs eingespart werden kann.

Tipp 7: Auf Green-PC oder Laptop umsteigen

Wer noch einen Schritt weitergehen möchte, der kann natürlich auch seinen kompletten PC durch ein energiesparenderes Modell ersetzen. Sogenannte Green-PCs zeichnen sich durch besonders umweltfreundliche Bauteile und einen geringeren Stromverbrauch aus.

Generell lässt sich auch sagen, dass Laptops etwas energieeffizienter arbeiten als Desktop-PCs. Wie viel genau man hier einsparen kann, hängt aber natürlich vom Hersteller sowie den verbauten Komponenten ab.

Tipp 8: Onboard-Komponenten ausschalten

Unbemerkte Stromfresser sind oft auch sogenannte Onboard-Komponenten, die man nicht die ganze Zeit braucht. Beispiele hierfür wären etwa Bluetooth oder WLAN sowie Onboard-Sound, wenn im PC eine Soundkarte verbaut ist.

Wenn diese gerade aktiv nicht genutzt werden, können sie auch getrost ausgeschaltet werden. Manche PCs schalten sie beim Hochfahren aber wieder automatisch ein, daher sollte man gut darauf achten.

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