High-End-CPUs mit Echtzeit-Raytracing

Nvidia & AMD: Wann kommen neue Grafikkarten?

2019 bis Anfang 2020 kamen AMD Radeon 5700 (XT) und Nvidias RTX-Super-Karten für die Mittelklasse und knapp darunter die 5500 XT und 5600 XT. Was steht als nächstes an: Wann kommen neue Grafikkarten? Update: Geforce RTX 2080 Ti Cyberpunk Edition.

© MSI

Wir geben einen kurzen Überblick, wann neue Grafikkarten auf den Markt kommen. Auf Basis aktueller Meldungen und jüngster Gerüchte fassen wir zusammen, wann Nachfolger oder Ergänzungen zu AMDs Radeon 5700 (XT), 5500 XT (je 2019) und 5600 XT (2020) sowie Nvidias Geforce-RTX-Super-Karten mit 2060, 2070 und 2080 (jeweils von 2019) anstehen. Die für den Spielemarkt interessante Geforce RTX 2080 Ti von 2018 lassen wir natürlich nicht unerwähnt. Für die könnte demnächst auch eine Super-Variante erscheinen.

AMDs Radeon 5700 (XT) auf Navi-Basis (7 Nanometer) erschien Mitte 2019 und sorgte für ein Gleichgewicht in der Grafikkarten-Mittelklasse. Ebenso im Sommer kamen als Antwort von Nvidia die RTX-Super-Varianten von Turing (2000-Serie), die einen schnelleren Speicher (bei der 2060 wurde auch von 6 auf 8 GB aufgerüstet) und etwas mehr Leistung mitbrachten. Der Fertigungsprozess entwickelte sich von 16/14 (Pascal) auf 12 Nanometer (Turing). Ende 2019 bis Anfang 2020 gab es Einsteiger-Updates seitens AMD mit 5500 XT und 5600 XT.

Die Radeon-Karten aus der Jahresmitte 2019 verkaufen sich für AMD erfreulicherweise sehr gut. Echtzeit-Raytracing scheint für Nvidia (noch) nicht das Zugpferd zu sein. Kaufgründe gibt es mit rund zwei Dutzend RTX-Spielen und vor allem oft ausbaufähiger Performance nicht für jeden Spielertypen. Die konventionelle 3D-Leistung stieg ebenso nur im eher niedrigen zweistelligen Bereich gegenüber Nvidias Pascal-Chips von 2016.

Daher hoffen viele Spiele auf eine neue Generation von Raytracing-fähigen Grafikkarten, nicht nur von Nvidia. In der Zwischenzeit werden sicher auch weitere Spiele erscheinen, die RTX unterstützen und potenziellen Käufern mehr Gründe zum Zuschlagen zu geben. Was wird sich bis dahin auf dem Grafikkartenmarkt tun?

Nvidia Geforce RTX 3080 (Ti) ab Juni 2020?

Stand 18. Februar 2020: Seit Anfang des Jahres bleibt es ruhig um Nvidia. Zum kommenden Action-Rollenspiel Cyberpunk 2077 hat der Hersteller immerhin die passende Grafikkarte präsentiert: die Nvidia Geforce RTX 2080 Ti Cyberpunk 2077 Edition. Es handelt sich um eine spezielle Version von Nvidias aktuell schnellster Gaming-Grafikkarte. Sie ist nicht für den Verkauf gedacht, sie gibt es nur in einer limitierten Edition von 200 Stück. 77 davon verlost Nvidia in einem Gewinnspiel. Details gibt es in der verlinkten Ankündigung. Das folgende Video zeigt das Design der neuen Karte mit einem Alu-Kühler im neongelben Cyberpunk-Design und passendem Schriftzug.

GeForce RTX 2080 Ti Cyberpunk 2077 Edition

Quelle: Nvidia
Der Gewinnspiel-Teaser zur Grafikkarte zeigt das Cyberpunk-Design.

Stand: 12.02.2020: Zur MX300-Serie gibt es eine neue Meldung. Die Notebook-GPUs kommen als MX330 und MX350, basieren auf Pascal und haben frische Tests hinter sich. Demnach ist die MX350 zwischen einer GTX 1050 Mobile und einer GTX 960 Mobile anzusiedeln. Sie lässt aber AMD-Vega- und Intel-HD-Lösungen klar hinter sich. In Spielen sind die Speicher-beschnittenen MX-Lösungen von Nvidia eher für niedrige Details gedacht. Mit CUDA-Kernen ausgestattet, eignen Sie sich u.a. für Medienbearbeitung auf Business-Geräten. Wer neben Geschäftlichem auch spielen mag, sollte eher auf Geräte mit GTX 16xx Super schielen.

Stand 20.01.2020: In der Geekbench-Datenbank ist ein Eintrag zur Geforce RTX 2080 Super für Notebooks aufgetaucht. 80 Watt und das mittlerweile gängige Max-Q-Design werden erwartet. Im Einsatz ist die GPU mit einem Intel Core i9-10980HK, der bis Frühjahr erscheinen soll. An Speicher bleiben 8 GB GDDR6 RAM. In Treibern fanden sich zudem Einträge zur Geforce MX 300 Serie für Einsteiger- und Mittelklasse-Gaming-Notebooks. Passende Geräte werden ebenso bis Frühjahr erwartet.

Stand 9.12.2019: Nach Pascal und Turing kommt 2020 wohl Ampere. Nvidia lässt sich bei den Namen für seine CPU-Architekturen von Pionieren aus Wissenschaft und Technik inspirieren. Nvidia sicherte sich nun die Namensrechte an Hopper und Aerial. Nach passenden Gerüchten von Mitte November scheint sich Hopper nun als Nachfolger für Ampere herauszukristallisieren. Hopper wird sich demnach an der Informatikerin und Computerpionierin Grace Hopper orientieren. Aerial hingegen entpuppte sich als Entwickler-Tool.

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AMD oder Nvidia?

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Stand 19.11.2019: Nvidias Super-Varianten stehen als nächste für Mobilgeräte an. Wie auf Desktops fehlte Nvidia die Konkurrenz, das scheint sich 2020 zu ändern, wie notebookcheck.com berichtete und wir hier nachtragen. Es sollen Super-Varianten für Geforce 1650 und die RTX-GPUs 2060, 2070 und 2080 kommen. Diese werden sich gegen AMDs RX5700M stellen, die sich angeblich zwischen RTX 2070 und 2080 drücken möchte.

Stand 15.11.2019: Laut aktuellen Meldungen erwartet ein Analyst Mitte 2020 den Release der RTX-3000-Serie. Die Webseite hkepc.com (maschinell übersetzt) aus Hong Kong berichtet und bezieht sich auf einen Analysten des Finanzdienstleistungsunternehmens Raymond James. Den Anfang machen dabei die Geforce RTX 3080 und Geforce RTX 3080 Ti für das High-End-Segment. Als Termin für den Verkaufsstart wird die Computex 2020 in Taiwan Anfang Juni 2020 genannt.

Die neue Nvidia-Plattform Ampere, die Turing ablöst, soll auf 7-Nanometer-Fertigung basieren und schon Ende März 2020 zur KI-Konferenz GTC (GPU Technology Conference) vorgestellt werden. Durch die feineren Strukturen sollen 200 bis 300 MHz mehr Takt möglich sein, die im Gegensatz zu Turing ein deutlicheres Leistungsplus versprechen könnten, als von Pascal auf Turing.

AMD: High-End-Navi mit Raytracing schon im März 2020?

Stand 10.02.2020: AMD bringt die Radeon Pro W5500 noch im Februar und das mobile Pendant W5500M im Frühjahr 2020 auf den Markt. Die Chips starten bei 399 US-Dollar zzgl. Steuern und richten sich an Unternehmen und Nutzer professioneller (mobiler) Workstations. Spezialisierte Workstation-GPUs bieten für den sensiblen Computing-Bereich mehr Präzision und sind nicht wie Gaming-Chips auf einen hohen FPS-Output ausgelegt (der auch Rechenfehler beinhalten darf); wenngleich sich mit Workstation-Karten auch spielen lässt - allerdings zu einem miserablen Preis-Leistungs-Verhältnis.

Stand 3.02.2020: In Südkorea wurden bei der Zertifizierungsstelle RRA (Radio Research Agency) neue Einträge für Grafikchips gefunden. Sie deuten auf einen nicht mehr allzu lange dauernden Release von insgesamt sechs High-End-Navi-Chips für den UHD-Gaming-Markt hin. Als Radeon 5800 oder 5900 könnten Sie schon im März vorgestellt werden, wie pcgameshardware.de schreibt.

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Gaming-Grafikkarte

Bei Notebooksbilliger gibt es eine Radeon 5700 XT für 369 Euro. Es handelt sich um die 50th-Anniversary-Edition der AMD-Grafikkarte. Lohnt sich das…

Stand 21.01.2020: Am 21. Januar erschien die Radeon RX 5600 XT. Der Chip trägt trotz XT-Anhängsel (Vollausbau) den Codenamen Navi 10 XLE. Die GPU entpuppte sich als abgespeckter 5700-XT-Chip. Die Anzahl der Rechenkerne blieb gleich, der Takt (1.465 auf 1.130 bzw. 1.625 auf 1.375 Mhz) wurde genau wie Speicher und -Interface (8 auf 6 GB, 256 auf 192 Bit) beschnitten. Entsprechende Karten starten hier ab 300 Euro. Die günstigste 5700 XT ist zum jetzigen Zeitpunkt nur etwa 30 bis 50 Euro teurer. Es bleibt abzuwarten, wie sich die 5600 XT positioniert. Der Leistungs- entspricht dem Preisunterschied. Wer nicht sparen muss, bekommt für wenig mehr Geld also mehr VRAM, was langfristig die klügere Investition ist.

Stand 7.01.2020: AMD-Chefin Lisa Su hat auf der CES in einer kleinen Presserunde mehrere Fragen beantwortet. Dabei wurde bestätigt, dass Echtzeit-Raytracing und eine High-End-Variante von Navi kommen wird. Su blieb aber vage und ließ sich keine weiteren Details entlocken. Weiterhin gilt der Sommer für mögliche Neuheiten.

Stand 6.01.2020: AMD hat auf der CES 2020 den Navi-10-Chip Radeon RX 5600 XT vorgestellt. 2.304 Rechenkerne greifen auf 6 GB RAM über ein 192-Bit-Interface zurück. Gegenüber der Nicht-XT-Variante der 5700 wurde der Takt leicht auf 1.375 MHz (1.560 Mhz Bosst) reduziert. Über einen einzelnen 8-Pin-Anschluss versorgen Sie die 5600 XT mit Strom. Die Total Board Power (TBP) wird mit 150 Watt angegeben. Der 7-Nanometer-Chip setzt auf PCI-Express 4.0 und trägt ein UVP-Schild von 269 US-Dollar. Am 21. Januar 2020 ist der offizielle Release.

Stand 11.12.2019: videocardz.com hat Preise für die Radeon RX 5500 XT in Erfahrung gebracht. Mit 4 GB soll das Standardmodell 169 US-Dollar und mit 8 GB 199 US-Dollar betragen. Mit Steuern und EU-Aufschlag dürften die Preise die 200-Euro-Grenze also teilweise (deutlich) überschreiten.

Am 12.12. starteten diverse Custom-Modelle der Radeon RX 5500 XT bspw. bei Alternate für 180 bis 280 Euro (8 GB gibt es dabei ab 210 Euro von Sapphire). Cyberport beginnt mit 4 GB bei 220 und mit 8 GB bei 260 Euro. Bei Notebooksbilliger.de gibt es Rabatte, am Ende kommen aber ähnliche Preise wie bei der Konkurrenz heraus, etwa für die angesprochene 8-GB-Karte von Sapphire (Preise auf Stand: 12.12.19 um 15:15 Uhr).

Die beiden Versionen der 5500 XT sollen sich zwischen Nvidia Geforce GTX 1650 Super und Geforce GTX 1660 platzieren. Laut ersten Tests ist die Radeon RX 5500 XT auf dem Niveau einer GTX 1650 (Super), dafür aber teurer.

Der Navi-14-Chip der RX 5500 XT setzt 1.408 Recheneinheiten ein. Der Vollausbau mit 1.536 Kernen ist der Radeon-Pro-Serie für Apple vorbehalten. High-End-Varianten von Navi für professionelle Rendering- und KI-Aufgaben lassen sich übrigens bald im Mac Pro 2019 für bis zu über 60.000 Euro konfigurieren.

Stand 2.12.2019: Die Radeon RX 5500XT mit 4 und 8 GB GDDR6 RAM kommt im Dezember. Im Januar 2020 soll die RX5600 XT mit 6 GB GDDR6 folgen. Gemäß Portfolio wären das Karten für Einsteiger und Mittelklasse im Bereich unter 200 Euro. Im Vergleich zu Nvidia - hat videocardz.com beobachtet -, dass AMDs gesamte GPU-Palette 2019/20 auf GDDR6- statt GDDR5 setzen wird. Die Geforce GTX-16-Serie hat noch GDDR5 verbaut.

Stand 17.11.2019: Aus dem chinesischen Chiphell-Forum kommen Gerüchte, wonach die High-End-Ausgabe von Navi schon zur CES 2020 präsentiert werden könnte. Diese findet vom 7. bis 10. Januar in Las Vegas statt. Der Gerüchtestand besagt: 7nm-Fertigung, High-End-Bereich, Hardware-Raytracing-Support (also vergleichbar mit Nvidias RTX), GDDR6 oder HBM2 VRAM und mehr Effizienz als die 2019er-Navis.

Laut der Quelle, die WCCF-Tech nach in der Vergangenheit bereits ein paar Mal richtig und auch falsch lag, steht vorher noch eine andere Desktop-Variante an. Unterhalb der Radeon 5700 soll eine weitere Karte im Preisbereich von 250 bis 300 US-Dollar erscheinen, die Nvidias 1600-Reihe Marktanteile abnehmen soll.

Stand 09.08.2019: Nvidia hat im jetzigen High-End-Segment ob fehlender Konkurrenz eigentlich Ruhe, möchte sich aber anscheinend auf die große Variante von AMDs Navi vorbereiten. Laut Gerüchten von August soll AMD nämlich ebenso Mitte 2020 mit neuen Grafikkarten planen. Navi 21 und Navi 23 heißen sie vorerst.

Das gilt laut der Website redgamingtech.com, die sich auf einen Insider beziehen. Radeon 5700 und 5700 XT tragen den Namen Navi 10. Die Einsteigerchips der Radeon-5500-Serie heißen Navi 14. Mit Navi 21 und Navi 23 soll Echtzeit-Raytracing unterstützt werden. Es handelt sich um diese Informationen aber wie gesagt um Gerüchte. Wie viel dran ist, bleibt abzuwarten.

Wie gesagt erscheinen aktuell nach und nach Custom-Modelle mit den jetzigen AMD-Chips - wie etwa die Sapphire Nitro+ Radeon RX 5700 XT SE. Für Laptops gibt es mit der 5300M- und 5500M-GPU einen für mobile Spieler interessanten Chip. Der wird unter anderem in Mittelklasse-Notebooks und auch beispielsweise im MacBook Pro 2019 mit 16 Zoll verwendet.

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