Was weiß Google über Sie?

Der Datenkrake Google entgehen - unerkannt surfen

9.7.2010 von Redaktion pcmagazin und Peter Schnoor

Die Suchmaschine Google hat die höchste Trefferquote und ist die beliebteste Suchmaschine. Was viele nicht wissen: Google versucht, seine Nutzer auszuspionieren. Wie Google das macht, und wie Sie Google trotzdem bedenkenlos nutzen, erfahren Sie hier.

ca. 1:55 Min
Ratgeber
  1. Der Datenkrake Google entgehen - unerkannt surfen
  2. Google-Konten, Social Networks
  3. So schützen Sie sich
  4. Google: Erstaunliche Fakten
Google-Spion
Google-Spion
© Archiv

Dass Sie keine öffentlichen Profile anlegen sollten, ist Ihnen sicher bekannt. Doch auch ohne ein Profil angelegt zu haben, werden Ihre Daten konsequent ausspioniert. Google ist besonders wissbegierig und wertet Ihr Surfverhalten aus. Selbst ohne ein Google-Konto werden Ihre Daten, bestehend aus Suchanfrage, IP-Adresse und Kennung des Browsers, mindestens 180 Tage gespeichert. Wozu Ihre Daten genau benutzt werden, wird nicht bekannt gegeben. Was aber bekannt ist: Google versucht, die Daten zu personalisieren. Und das ohne Zustimmung des Nutzers. Dabei bleibt ein flaues Gefühl im Magen. Wehren Sie sich vor dem Wissensdurst von Google, ohne auf die Vorteile dieser Suchmaschine zu verzichten.

Falls Sie etwa ein Google-Konto besitzen, sollten Sie sich dort nur anmelden, wenn Sie es wirklich benötigen; sonst kann Google Sie sofort zuordnen. Surfen Sie besser ohne angemeldetem Konto. Eine weitere Möglichkeit, den Anwender auszuspionieren, sind Cookies.

Einige Internetseiten können ohne sie nicht angezeigt werden. Auch beim Einkaufen im Internet oder beim Online-Banking sind Sie ohne Cookies aufgeschmissen. Cookies sind nichts weiter als kleine Textdateien, die Informationen von Ihren Internet-Sitzungen auf Ihren PC speichern. So nützlich die Cookies auch sein können, so verräterisch sind sie. Häufig werden Cookies zu Werbezwecken gespeichert. Es werden neben verfügbaren Nutzerinformationen zum Beispiel schnell mal Ihre Lieblingsmarken, Größen und Farben gespeichert, damit bei einem späteren Besuch dieser Seite gleich zielgerichtete Werbung eingesetzt werden kann. Die Cookies allgemein zu deaktivieren bringt also nichts, da Sie dann einige Seiten gar nicht sehen, geschweige denn Bestellungen tätigen können. Auch für das Online-Banking werden Cookies benötigt.

Google Analytics
Google Analytics bietet Webseiten-Betreibern umfassende Daten und spioniert Surfern nach.
© Archiv

Aber was Sinn macht, ist, die Cookies hin und wieder zu löschen. Dann sind Sie bei einem weiteren Besuch auf einer Kaufseite neu, und es kann keine zielgerichtete Werbung oder Spionage Ihrer Cookies stattfinden. Auch die Datensaugmaschine Google hat dann Schwierigkeiten, Informationen über Sie zu speichern. Eine weitere Bespitzelungsfunktion ist Googles Zugriffsdienst "Google Analytics", den viele Web-Seiten nutzen. Dadurch werden Webanalysen für Unternehmen erleichtert. Diese können mit Hilfe dieses Dienstes ihre Werbung zielgerichtet gestalten. Der Dienst sammelt Informationen über Sie als Besucher der Website. Als kleiner Nebeneffekt wird durch diesen Dienst der Seitenaufbau ausgebremst. Verhindern Sie die Sammlung Ihrer Daten, indem Sie Java-Script ausschalten.

Scroogeln statt Googeln

Falls Sie keinen Nerv auf zusätzliche Einstellungen oder das Herunterladen von Addons haben, benutzen Sie doch einfach eine andere Suchmaschine. Die findet aber nicht alles, was Sie mit Google finden würden? Dann Scroogeln Sie doch. Bei Scroogle handelt es sich um eine Webseite, die Suchanfragen an Google "durchreicht" und die Ergebnisliste an den Suchenden, also an Sie, zurück übermittelt. Google erfährt bei diesem Suchvorgang nichts von Ihrer Privatsphäre.

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