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Teil 8: Systembremsen im PC

8.1.2007 von Redaktion pcmagazin

ca. 1:55 Min
Ratgeber
  1. Systembremsen im PC
  2. Teil 2: Systembremsen im PC
  3. Teil 3: Systembremsen im PC
  4. Teil 4: Systembremsen im PC
  5. Teil 5: Systembremsen im PC
  6. Teil 6: Systembremsen im PC
  7. Teil 7: Systembremsen im PC
  8. Teil 8: Systembremsen im PC
  9. Teil 9: Systembremsen im PC
  10. Teil 10: Systembremsen im PC

Egal wie groß Cache und Arbeitsspeicher auch sein mögen, sobald Daten von der Festplatte geholt oder auf ihr gespeichertwerden müssen, hat das aus den oben erwähnten Gründen dramatische Auswirkungen auf die Arbeitsgeschwindigkeit. Entsprechend erweist sich selbst bei rechenintensiven Datenmanipulationen oft nicht die CPU, sondern die Festplatte als Systembremse.

Systembremsen im PC
Teure Speichermodule, die sich auch für übertaktete Systeme eignen, bringen in der Praxis keinen spürbaren Geschwindigkeitsgewinn.
© Archiv

Sehr negative Auswirkungen haben gleichzeitige Plattenzugriffe verschiedener Threads. Hier wirkt sich zusätzlich zur geringen Datenübertragungsrate die vergleichsweise langsame Zugriffszeit aus, da der Schreib-/ Lesekopf ständig zwischen den verschiedenen Speicherorten der Daten auf der Platte hin und her positioniert werden muss.

Wer meint, er könnte die CPU-Auslastung erhöhen, indem er statt nur einer gleich zwei Dateien archiviert, wird das schmerzhaft zu spüren bekommen. Oftmals sind es aber auch Hintergrundprozesse wie Virenscanner, automatisch ausgeführte Defragmentier- Tools oder ähnliche Dienste, die sich kräftig auf der Platte zu schaffen machen. Muss die im Vordergrund laufende Anwendung ebenfalls auf die Platte zugreifen, verlangsamt sich das Arbeitstempo mitunter bis zur Schmerzgrenze - egal wie viele Cores und GHz im Prozessor werkeln.

Grundsätzlich wirkt sich eine schnellere Festplatte gerade im subjektiven Empfinden der Rechnerleistung positiv aus, wobei das System sowohl von einer höheren Datenübertragungsrate als auch von einer geringeren Zugriffszeit profitiert. Allerdings bewegen sich die Leistungsunterschiede moderner Desktop- Platten im Bereich von zehn Prozent, sodass beim Wechsel von einer aktuellen, vergleichsweise langsamen Platte zu einer schnelleren nicht von der Überwindung eines Flaschenhalses gesprochen werden kann.

Anders sieht es aus, wenn man Platten älterer Generationen gegen aktuelle austauscht. Auch dies ändert zwar nichts am grundsätzlichen Problem der Festplatte als Systembremse, kann aber zu spürbar kürzeren Ladezeiten etwa beim Systemstart, beim Speichern oder Kopieren großer Datenmengen oder dem Aufrufen eines Programms führen. Falls Sie aufrüsten, sollten Sie das Betriebssystem und die Anwendungs-Software stets auf der ersten Partition der schnellsten Platte unterzubringen, da dort die meisten Dateizugriffe stattfinden. Da Festplatten von außen nach innen beschrieben werden, profitiert die erste Partition zudem von den schnelleren äußeren Sektoren.

Keine bedeutsame Rolle bei der Performance spielt es, ob die Festplatte via P-ATA oder SATA angeschlossen wird. Die schnellere Datenübertragungsrate von P-ATA wirkt sich nur dann aus, wenn Daten vom Cache des Controllers der Festplatte zum Controller des Rechners übertragen werden. Aber selbst dann verpufft der überwiegende Teil des Geschwindigkeitsvorteils in der langsamen PCIAnbindung des Controller-Bausteins.

Sehr wohl als Bremse wirkt sich jedoch USB 2.0 auf daran hängende externe Platten aus. Die theoretische Bandbreite von USB 2.0 beträgt zwar stolze 480 MBit/s - das entspricht 60 MByte/s. In der Praxis erreichen via USB angeschlossene Platten aber kaum mehr als 25 MByte/s, sodass in diesem Falle USB eindeutig zum Flaschenhals wird.

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