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Teil 5: Systembremsen im PC

Deutlich mehr Leistungsgewinn versprechen Dual-Core-CPUs, die, mit Intels Pentium-D-Reihe eingeführt, inzwischen zum Standard geworden sind. Durch die zwei unabhängigen Prozessorkerne gelingt Dual-Core-Prozessoren die Parallelisierung in der Regelweit effektiver als bei HyperThreading, sodass hier auch oft Anwendungen profitieren, bei denen sich HT kaum oder nur marginal bemerkbar macht. Gleiches gilt für AMDs X2-Prozessoren, die ebenfalls mit zwei CPU-Kernen ansWerk gehen.

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Multicore-Prozessoren wie Intels Core 2 Duo können der Rechnerleistung gehörig auf die Sprünge helfen. Doch die Parallelisierbarkeit hängt stark von der konkreten Anwendung ab.

Einen zusätzlichen Leistungsschub erreichen Intels Core-Duo- und Core-2-Duo-CPUs dank einer radikal gewandelten CPU-Architektur (etwa drastisch verkürzte Pipelines), die sie weit weniger anfällig für Abhängigkeiten der einzelnen Ausführungseinheiten macht. Hiervon profitieren fast alle rechenintensiven Anwendungen, sodass Intels Core-2-Duo- CPUs ihre Vorgänger trotz niedrigerer Taktfrequenz deutlich übertrumpfen.

Im Inneren von Intels neustem Desktop-Prozessor, dem Core 2 Extreme X6700, werkeln nun gar vier Prozessor-Cores, allerdings mit gegenüber dem Core 2 Extreme X6800 etwas reduzierter Taktfrequenz. Hier zeigt sich, dass derzeit übliche Software mit der Befüllung von vier CPU-Kernen mitunter doch etwas überfordert ist. Das lassen zumindest die je nach Anwendung wiederum etwas schlechteren Benchmark- Werte vermuten. Inzwischen hat auch AMD als Interimslösung ein Gespann aus zwei Dual-Core-CPUs namens Athlon 64 FX- 70/72/74 vorgestellt, während Intel bis 2008 nach eigenem Bekunden sogar bis zu 32 Cores auf einem Prozessor-Die vereinigen will. Entsprechend werden auch die Software- Programmierer nach und nach auf diese neuen Gegebenheiten reagieren und mit den zusätzlichen Ressourcen effektiver umgehen, als dies momentan der Fall ist.

Inwieweit die Aufrüstung eines bestehenden Mono-Core-Systems auf eine Dual- oder gar Quad-Core-CPU lohnt, ist fraglich. In vielen Fällen wird dazu ein Mainboard-Wechsel erforderlich sein, wodurch unter Umständen auch der Arbeitsspeicher erneuert werden muss. Auch der CPU-Kühler (Kühlleistung, Sockel) und das Netzteil (zusätzliche Versorgungsspannungen) passen dann in der Regel nicht mehr. Muss auch noch die Grafikkarte wegen desWechsels von AGP auf PCIExpress erneuert werden, bleibt ohnehin kein Stein mehr auf dem anderen, sodass von einer Aufrüstung eigentlich nicht mehr die Rede sein kann.

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