Computer:Netzwerk:WLAN & Router

Teil 4: So richten Sie WLAN richtig ein

15.4.2009 von Redaktion pcmagazin und Michael Seemann

ca. 2:00 Min
Ratgeber
  1. So richten Sie WLAN richtig ein
  2. Teil 2: So richten Sie WLAN richtig ein
  3. Teil 3: So richten Sie WLAN richtig ein
  4. Teil 4: So richten Sie WLAN richtig ein

Standort des WLAN-Routers

Eine gute Funkabdeckung innerhalb eines Stockwerks erhalten Sie, wenn Sie den WLAN-Router oder -Access-Point möglichst weit oben platzieren, zum Beispiel auf einem hohen Regal.So umgehen Sie bereits im Vorfeld viele Hindernisse in der näheren räumlichen Umgebung, welche die Funksignale zwischen WLAN-Router und ihrem -Adapter am PC oder Notebook dämpfen können.

WLAN-Antenne

Die meisten WLAN-Router sind mit einer oder mehreren flexiblen Antennen ausgestattet. In der Regel handelt es sich dabei um so genannte Rundstrahlantennen. Diese senden ihre Funksignale immer senkrecht zum Antennenzylinder.Steht die Antenne senkrecht, funkt sie also in horizontaler Richtung mit einem Abstrahlwinkel von 360 Grad. Für den bestmöglichen Empfang zu einzelnen WLAN-Clients sollten Sie sie immer so ausrichten, dass der Antennenzylinder senkrecht zum Empfänger oder WLAN-Client zeigt, also eben nicht mit der Spitze zum Empfänger, sondern mit der Längsseite. Das Gleiche gilt zudem für externe Antennen bei WLAN-Adaptern, falls vorhanden. Auch bei per Kabel angeschlossenen USB-Adaptern lässt sich durch geschickte Positionierung des WLAN-Sticks der Empfangoft merklich verbessern.

Die Grenzen von WLAN

Vor allem innerhalb von Gebäuden kann die Reichweite von WLAN sehr stark variieren. So kann es vorkommen, dass Sie an bestimmten, so genannten toten Winkeln in Ihrem Haus keine Funkverbindung erhalten, obwohl Sie bereits alle möglichen Optimierungs-Tipps angewendet haben. Hierfür stehen andere Übertragungstechniken bereit, wie zum Beispiel Powerline, das die Verbindung zwischen Router und Rechner mittels Adapter über das hauseigene Stromnetz überbrücken kann. Mehr dazu erfahren Sie im folgenden Artikel.

Antennenwechsel

Bei manchen WLAN-Routern oder Access Points lassen sich Antennen durch stärkere Antennen austauschen. Doch Vorsicht: Die Ausgangsleistung des Routers darf zusammen mit dem durch die stärkere Antenne erzielten "Gewinn" an Sendeleistung einen bestimmten Grenzwert nicht überschreiten. Lassen Sie sich deshalb in jedem Fall von einem Fachhändler beraten, damit Sie nicht zur falschen Antenne greifen. Einen informativen Artikel zu Ausgangsleistung, Antennengewinn und der jeweils erforderlichen Kabeldämpfung bietet der Netzwerkhersteller Netgear in seinem "Antennen Guideline" Denn in den meisten europäischen Ländern ist die maximale Strahlungsleistung eines WLAN-Geräts auf 100 mW* EIRP beschränkt.

WLAN: brutto und netto

Die Geschwindigkeitsangaben bei WLAN-Geräten, also beispielsweise 54 oder gar 300 Mbit/s, erfolgen immer als so genannte Bruttowerte, die jedoch in der Praxis wenig aussagekräftig sind. Die Bruttodatenrate berücksichtigtalle Daten, die pro Zeiteinheit über eine Verbindung fließen. Hierzu zählen auch die Daten, die erforderlich sind, um eine Verbindung aufzubauen, aufrechtzuerhalten oder zu steuern. Bei WLAN ist dieser Anteil in etwa ebenso groß wie die tatsächlichen Nutzdaten. Die für den 802.11g-Standard angegebenen 54 Mbit/s stellen immer nur die Bruttodatenrate dar. Die tatsächliche Nettodatenrate bei 802.11g-Geräten liegt bei etwa 25 bis 30 Mbit/s. Bei Draft-n-Geräten liegt die tatsächliche Nettodatenrate bei etwa 70 bis 110 Mbit/s.

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