Schutzstempel

Teil 4: Fotos vor Missbrauch schützen

SysCoP 1.2Das SysCoP 1.2 (System for Copyright Protection) bettet unsichtbare digitale Wasserzeichen in Grafiken und Videoströme ein. Es soll Bildbearbeitungen wie die Kompression, die geometrische Verzerrung oder eine Farbraumkonvertierung schadlos überstehen. Das Darmstädter Fraunhofer-Institut für grafische Datenverarbeitung (IGD) hat die- 4 3 ses Verfahren seit 1994 entwickelt. SysCoP 1.2 teilt zunächst das Bild in 8x8-Pixel-Blöcke auf. Dann wird es in den Frequenzraum übertragen und das Wasserzeichen eingebettet.www.igd.fraunhofer.de/igd-a8/syscop

Fotos vor Missbrauch schützen

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Die Optionen der eingebauten ImageBridge sind eingeschränkt. Dennoch erscheint das Foto beim Aufruf mit Copyright-Hinweis.

waterMark V2Benutzen Sie das kostenlose Tool waterMark V2. waterMark kann Bilder einlesen, sie zuschneiden, die Größe automatisch anpassen, Wasserzeichen erzeugen und Dateien stapelweise umbenennen. Die Wasserzeichen können mehrere Ebenen mit Bildern oder Texten enthalten und lassen sich frei positionieren. Die Textebenen unterstützen eine große Bibliothek an Variablen, einschließlich EXIF-Unterstützung. So lässt sich der Dateiname oder die Belichtungsdauer des zu markierenden Bildes dynamisch einblenden. Der Anwender kann Profile für Wasserzeichen anlegen.www.pmnet.tk

Wie gut schützen Wasserzeichen?Wasserzeichen bieten keinen 100-prozentigen Schutz vor Missbrauch: Durch die Nachbearbeitung von Bildern gehen Informationen zwangsläufig verloren. Mit entsprechendem Aufwand dürfte es daher möglich sein, fast jedes Kopierschutzverfahren auszuhebeln. Oft genügt es, ei- 5 ne Datei weichzuzeichnen, zu verkleinern, die Datei zu rotieren und zuzuschneiden. Zusatzinformationen verschwinden, wenn der Anwender die Datei in einem älteren Dateiformat speichert, das diese Informationen nicht behält. Bereits durch ein verlustreiches Verfahren wie die JPEG-Komprimierung und - Dekomprimierung ändern sich Bildinformationen. Ältere JPEG-Filter verwerfen in der Regel mitgespeicherte Bildinformationen wie IPTC-Texte.

Fotos vor Missbrauch schützen

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Claus Vester verweist auf eine vergleichbare Situation bei der Bearbeitung von Geldscheinen. Neuere Photoshop-Versionen und andere aktuelle Bildbearbeitungsprogramme verweigern hier den Dienst. Wer dennoch - etwa zu Illustrationszwecken - eine Dollar-Note bearbeiten will, greift einfach zu einer älteren Programm-Version.

Vester "schützt" seine Fotos mit einem Kopierschutzhinweis, wenn der Anwender Fotos via rechter Maustaste kopieren will. "Das ist kein echter Schutz, eher ein Hinweis auf die Rechtslage", meint der Web-Experte. Der älteste Trick gegen den eingebauten Kopierschutz von Fotos hilft etwa bei Vesters Seite noch immer: Einfach einen Screenshot schießen und über die Zwischenablage in ein Bildbearbeitungsprogramm einfügen.

Trotz der Umgehungsgefahr hält Michael Hubschneider, Gesellschafter der Online- Bildagentur Pitopia, den Schutz etwa durch das Digimarc-Verfahren für "ausreichend", denn: "Die Unsicherheit bleibt." Der Aufwand, den ein Datendieb betreiben müsste, um digitale Wasserzeichen sicher zu entfernen, stehe "in keinem Verhältnis" zu den eingesparten Kosten.

Obwohl Hubschneider von der Wirksamkeit unsichtbarer Wasserzeichen überzeugt ist, verzichtet er bisher darauf. Im öffentlichen Bereich schützt er Fotos durch sichtbare Wasserzeichen und die Auflösung von maximal 350 x 350 Pixel. Wenn ein Kunde Fotos für eine Präsentation anfordert, erhält er etwas höher aufgelöste Bilder ohne Wasserzeichen.

Ähnlich wie Pitopia verfährt Corbis, mit über drei Millionen Fotos online der Gigant unter den Bildagenturen. Der Besucher sieht bei Corbis zunächst die Bilder mit deutlichen Wasserzeichen. Erst nach der Registrierung kann er die Bilder ohne die ins Auge stechenden Copyright-Hinweise betrachten.

Claus Vester dagegen verzichtet bisher auf Wasserzeichen, da sie die Besucher stören würden. Er vermeidet dafür hoch auflösende Fotos. "Einen Tod muss man sterben", sagt Vester.

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