Systemstart-Optimierung

Autoruns von Sysinternals

22.2.2011 von Jan Kaden

ca. 1:55 Min
Ratgeber
VG Wort Pixel
  1. Windows-Tuning: Start ohne Löcher
  2. Autoruns von Sysinternals
  3. System-Tool von Windows 7
  4. Startprozess von Windows 7

Mit Autoruns effektiver arbeiten

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Alter Bekannter: Auch unter Windows 7 verrichtet msconfig gute Dienste, seit der Windows Defender keine Autostart-Funktionen mehr anbietet.
© PC Magazin

Msconfig deaktiviert unerwünschte Autostarts nur. Damit eignet es sich gut für Tests, ob ein bestimmter Autostart wirklich entbehrlich ist oder doch noch benötigt wird. Will man die Einträge dauerhaft loswerden, benutzt man am besten das kostenlose Tool Autoruns von Sysinternals (http://technet.microsoft.com/de-de/sysinternals/bb963902.aspx).

Es bietet unter dem Reiter Everything einen umfassenden Blick auf Programme, Betriebssystemerweiterungen, Dienste und sonstige Autostarts. Mit dem Befehl [CTRL-D] löschen Sie unerwünschte Einträge sofort aus der Liste und aus der Registry. Wollen Sie erst einmal testen, was ohne den Autostart passiert, deaktivieren Sie ihn, indem Sie das Häkchen ganz links entfernen.

Wissen Sie einmal nicht, zu was ein Programm gut ist, klicken Sie den entsprechenden Eintrag mit der rechten Maustaste an und wählen Search Online. Schon startet in Ihrem Standard-Browser eine Google-Suche nach dem jeweiligen Programm.

Wie msconfig hat auch Autoruns eine Funktion, um Windows-Komponenten auszublenden. So können Sie gezielt auf die Jagd nach unnötigen Zusatz-Tools gehen. Klicken Sie dafür auf die Option Options/Hide Microsoft and Windows Entries, und drücken Sie anschließend die [F5]-Taste, um die Ansicht zu aktualisieren. Jetzt sehen Sie nur die Autostarts von Drittanbietern.

Die Liste unter dem Reiter Everything kann gerade auf älteren Systemen, auf denen viel installiert wurde, überwältigend sein. Über verschiedene weitere Reiter bietet Autoruns deshalb Sortierfunktionen an, mit denen man gezielt nach bestimmten Autostarts sucht. So sieht man unter dem Reiter Explorer unter anderem alle installierten Explorer-Erweiterungen.

Ebenso tauchen unter Internet Explorer alle Einträge auf, die den Microsoft-Browser betreffen. Unter Driver schließlich sehen Sie eine Liste aller installierten Systemtreiber. Kontrollieren Sie diese Liste auf Treiber, deren zugehörige Geräte Sie schon längst nicht mehr verwenden.

Vorsicht beim Aufräumen

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Mit Autoruns von Sysinternals verschaffen Sie sich einen Überblick über alle Programme, Dienste und Programmerweiterungen, die etwas mit dem Systemstart zu tun haben.
© PC Magazin

Unerwünschte Autostarts entstehen typischerweise dann, wenn bei der Deinstallation eines Programms Komponenten übrig bleiben. Können Sie diese Komponenten eindeutig identifizieren, können Sie diese auch gefahrlos löschen.

Schwieriger wird es bei unerwünschten Programmen, wie zum Beispiel runservice.exe, einem Lizenzwächter für einige Spiele. Löscht man solche Programme, kann es sein, das diese Spiele nicht mehr funktionieren und neu installiert werden müssen.

Sind Sie sich nicht sicher, deaktivieren Sie zunächst das entsprechende Programm nur. Treten Fehler auf, hilft meist eine Reaktivierung. Deaktivieren Sie immer nur ein Programm auf einmal. Sonst können Sie bei späteren Problemen nicht mehr feststellen, welche Aktion den Fehler verursacht hat.

Stoßen Sie beim Stöbern in den Autostarts auf einen Virus, versuchen Sie nicht, einfach den Autostart zu löschen. Gegen so simple Löschaktionen sind die meisten Schadprogramme nämlich immun. Besorgen Sie sich lieber ein spezielles Reinigungs-Tool der Antiviren-Hersteller und scannen Sie Ihren Computer anschließend auf mögliche weitere Infektionen.

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