Achtung, Klappe!

Teil 3: Workshop: Webcast - Das benötigen Sie

18.1.2010 von Redaktion pcmagazin und Tim Kaufmann

ca. 2:40 Min
Ratgeber
  1. Workshop: Webcast - Das benötigen Sie
  2. Teil 2: Workshop: Webcast - Das benötigen Sie
  3. Teil 3: Workshop: Webcast - Das benötigen Sie
  4. Teil 4: Workshop: Webcast - Das benötigen Sie

Dasselbe gilt für Überblendungs-Layer, mit denen Sie für einen harmonischen Ablauf und ein professionelles Aussehen sorgen. Das fertige Video landet in einem Quicktime-Film und lässt sich von dort aus zum Beispiel in Flash Video konvertieren oder mittels Apple Podcast Producer ausspielen.

Auch die lokale Ausgabe des Vollbilds über die Videobuchse des Rechners ist möglich. Eine Komponente zum Verbreiten der Videos über das Internet fehlt leider. Doch dank Apple und des kostenlosen Darwin Streaming Servers (DSS) können Sie ihre Quicktime-Filme über das Internet streamen. Der Empfang läuft über den Quicktime Player oder VLC.Boinx TV gibt sich betont benutzerfreundlich und ist schnell zu erlernen. Videoschnitt-Erfahrung ist nicht erforderlich und mit den - wenngleich auch am US-Markt orientierten - Layer-Vorlagen kommen Sie zügig zu professionellen Ergebnissen.

Videobroadcasting fürs Web
Die poppige Mogulus-Oberfläche mit zwei Videoquellen im Ablaufplan.
© Archiv

Das Programm ist als Demo kostenlos erhältlich, aber auf spärliche fünf Tage begrenzt. Die Vollversion kostet 499 US-Dollar. Die billigere Boinx TV Sponsored Edition kostet zwar nur 199 US-Dollar, erzeugt aber eine Werbeeinblendung des Herstellers. Boinx TV läuft auf Apple-Rechnern mit Power Mac G5 oder Intel-Prozessor und erfordert Mac OS X 10.5 (Leopard).

Wirecast

Die zweite Broadcasting-Lösung die wir Ihnen vorstellen wollen, heißt Wirecast () und ist für Windows und Mac OS X erhältlich. Im Vergleich zu Boinx TV gibt sich das Programm optisch schlicht, entschädigt aber mit einer deutschsprachigen Übersetzung.

WireCast verwendet sogenannte Shots zur Konstruktion des Videos und verfolgt damit eine den Layern von Boinx TV ähnliche Ebenentechnik. Jeder Shot enthält ein separates Element, beispielsweise Töne, Fotos oder Text.

Auch vorproduzierte Videos nimmt Wirecast an, und zwar nicht nur in den üblichen Formaten wie Mpeg und Quicktime sondern auch in Fomaten professioneller Schnittprogramme wie Avid.

Die Shots werden vor der eigentlichen Aufnahme zusammengestellt und - kombiniert mit Übergängen unterschiedlicher Geschwindigkeit und Richtung - ein- und ausgeblendet. Eine Vorschaufunktion erlaubt Ihnen die vorherige Kontrolle der Effekte. Nur selten reicht ein einziger Shot, sodass man in der Praxis fast immer eine Serie von Shots auf einmal abfährt.

Die Reihenfolge, in der die einzelnen Shots eingeblendet werden, können Sie dabei per Drag and Drop verändern. Leider lässt sich im Live-Betrieb immer nur die gesamte Serie aktivieren. Deshalb setzt Wirecast eine weitaus genauere Planung voraus als Boinx TV und steht dem wirklich flexiblen Einsatz der Ebenen im Weg.

Letzteres würde auch die kleinteilige Programmoberfläche verhindern, deren Optik und Ergonomie längst nicht an die von Boinx TV heranreicht.

Andererseits beherrscht Wirecast einen Modus, der Boinx TV schlichtweg fehlt. Es kann das Videosignal nicht nur als Datei auf der Festplatte ablegen, sondern dank des integrierten Streaming-Servers auch gleich live via Internet oder im LAN bereitstellen.

Auch mit Apples Darwin, einem kostenlosen Streaming-Server für Windows und Mac OS X arbeitet Wirecast zusammen. Alternativ vertrauen Sie die Auslieferung des Videos einem professionellen Streaming-Dienst an. So benötigen Sie zum Upload nur eine relativ dünne Leitung. Die Massen stürzen sich hingegen auf den Server-Anbieter.

Wirecast ist für Windows XP/Vista und Mac OS X (ab 10.4 Tiger) erhältlich und kostet 499 US-Dollar. Vorab können Sie es mit einer auf eine Laufzeit von dreißig Tagen beschränkten Testversion ausprobieren.

Mogulus

Mogulus ist ein webbasierter Webcast-Dienst, der sich über eine mit Werbeeinblendungen garnierte Gratis-Version und eine als Abonnement verkaufte Pro-Version finanziert. Bedient wird der Dienst vollständig per Browser.

Wer Letzteren mit dem obligatorischen Flash-Plugin ausstattet und eine Webcam mitbringt, der erfüllt schon alle wichtigen Voraussetzungen.

Los geht es bei Mogulus mit dem Upload eines Senderlogos. Danach rufen Sie die Farbeinstellungen aus einer Reihe vordefinierter Designs ab. Ähnlich mühelos und schnell gelingen auch statische oder animierte Einblendungen von Text.

Das Fazit finden Sie auf der letzten Seite...

zm_timkaufmann

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