Computer:Netzwerk:WLAN & Router

Teil 3: So richten Sie WLAN richtig ein

Tipp 6: Dualband-Router

WLAN unterstützt neben dem 2,4-GHz-Frequenzband nach den Standards 802.11b, 802.11g und 802.11n (2,4 GHz) auch das in Deutschland noch wenig verbreitete 5-GHz-Frequenzband nach den Standards 802.11a und 802.11n (5 GHz). Ein Dual-Band-Router kann mit beiden WLAN-Frequenzen funken.

Dual-Band-Router lassen sich bei Bedarf, zum Beispiel bei hoher WLAN-Router-Dichte in Großstädten, einfach auf das andere, weniger stark "frequentierte" Frequenzband schalten. Nach dem Umschalten des Access Points auf 5 GHz kann dieser anschließend jedoch nur noch mit WLAN-Geräten kommunizieren, die die Standards 802.11n (5 GHz) oder 802.11a verstehen. Dual-Band-Router, die immer nur ein einziges Funknetz aufspannen können, sind deshalb für den Einsatz in der Praxis kaum geeignet. Allerdings finden sich mittlerweile auch Dual-Band-Router, die beide Frequenzbänder gleichzeitig und somit zwei voneinander unabhängige drahtlose Netze aufspannen können. D-Links Draft-n-WLAN-Router DIR-855 oder auch der WRT610N von Linksys by Cisco beispielsweise unterstützen die gleichzeitige Übertragung von Funksignalen sowohl im 2,4-GHz- als auch im 5-GHz-Frequenzbereich. Diese besondere Dual-Band-Technik - D-Link verwendet hierfür auch den Begriff "Parallelband" - ermöglicht es, dass man beispielsweise über das 2,4-GHz-WLAN im Internet surft und gleichzeitig hochauflösende HD-Videos über das 5-GHz-WLAN überträgt. Beide WLANs sind vollständig voneinander abgeschirmt und kommen sich dadurch nicht in die Quere.

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Während sich die Fritz!Box 7270 zwischen n-2,4-GHz oder n-5-GHz entscheiden muss, unterstützen die Parallelband-Router von D-Link und Linksys beide Frequenzen gleichzeitig.

WLAN-Voraussetzungen

Um WLAN im Heimnetz nutzen zu können, benötigen Sie einen WLAN-Access-Point (AP) und Endgeräte, die mit einem WLAN-Adapter ausgestattet sind. Jeder halbwegs moderne Heimrouter hat bereits einen WLAN-Access-Point integriert ("WLAN-Router"). Ein WLAN-Access-Point beziehungsweise WLAN-Router sollte zumindest den Standard 802.11g oder besser noch den Standard 802.11n (2,4 GHz) unterstützen. Mehr dazu lesen Sie im Quicktipp "WLAN-Standards". Alle WLAN-Komponenten (WLAN-AP und sämtliche WLAN-Adapter) müssen die Verschlüsselungsmethode WPA-PSK (TKIP) oder besser noch WPA2-PSK (AES) unterstützen.

WLAN-Standards

Aktuelle WLAN-Geräte werden mit den Funkstandards 802.11g, teilweise auch 802.11a sowie 802.11n (2,4 GHz oder 5 GHz) angeboten. 802.11g bietet (Brutto-)Übertragungsraten von bis zu 54 Mbit/s. Der aktuell noch vorläufige Standard 802.11n erreicht eine (Brutto-) Übertragungsleistung von bis zu 300 Mbit/s und existiert in zwei Varianten: 802.11n (2,4 GHz) und 802.11n (5 GHz). Die 2,4-GHz-Variante ist zu 802.11g-Geräten kompatibel, während die 5-GHz-Variante zu 802.11a-Geräten kompatibel ist. Achten Sie darauf, dass WLAN-Router und sämtliche WLAN-Adapter in Ihrem Heimnetz untereinander kompatibel sind.

Firmware-Updates durchführen

Die meisten Router-Hersteller geben für ihre Geräte in unregelmäßigen Abständen neue Firmware-Versionen heraus. Diese beheben Sicherheitslücken und Fehlfunktionen im WLAN-Router, können diesen jedoch auch mit neuen Funktionen ausstatten. Wir empfehlen, regelmäßig auf der Homepage des Herstellers nach aktuellen Firmware-Versionen für den eigenen WLAN-Router Ausschau zu halten. Wie Sie das Firmware-Update durchführen, entnehmen Sie dem Handbuch Ihres Geräts.

Wie Sie Ihren Router am besten aufstellen, steht auf der letzten Seite...

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