Backup: Wer zu spät kommt...

Teil 3: Datensicherung

14.3.2007 von Redaktion pcmagazin

ca. 2:00 Min
Ratgeber
  1. Datensicherung
  2. Teil 2: Datensicherung
  3. Teil 3: Datensicherung
  4. Teil 4: Datensicherung
  5. Teil 5: Datensicherung
  6. Teil 6: Datensicherung

Über das regelmäßige Backup hinaus sind einige weitere Kniffe, Einstellungen und Überlegungen wichtig, um Ihre Daten effizient zu schützen.

Datensicherung
© Archiv

Das Einfachste ist die so genannte SMARTÜberwachung, weil Sie dazu nicht einmal eine Software kaufen müssen. Hinter der Abkürzung, die für "Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology" steht, verbirgt sich eine Funktion, welche die Festplatten im Hintergrund überwacht.

Die Prüfung umfasst eine ganze Reihe von Messwerten, unter anderem die Temperatur. Die Festplatten-Hersteller haben Grenzwerte festgelegt, werden diese zu lange überschritten, kann SMART prognostizieren, ob und wann der Datenspeicher crasht.

Die Voraussetzung ist, dass Festplatte und BIOS diese Funktion unterstützen. Das ist bei allen PCs der vergangenen Jahre der Fall. Sind Sie nicht sicher, ob Ihr Mainboard diese Funktion bietet, kontrollieren Sie dies im BIOS. Dazu starten Sie den Rechner neu und drücken während des Bootens die "Entf"-Taste (oder die, welche der Bildschirmdialog angibt). In der Regel finden Sie die SMART-Funktion im Register "Advanced Features". Schalten Sie sie mit "Enabled" ein, speichern Sie die Einstellungen und starten Sie den Rechner neu.

Neben dem BIOS gibt es eine Reihe von Programmen, die nicht nur während des Bootens, sondern ständig auf die SMARTÜberwachung zugreifen. Ein Beispiel ist SI Guardian. Dieses Programm prognostiziert aus den Analysedaten sogar den Tag, an dem die Festplatte kaputtgeht.

Datensicherung
Kontrollieren Sie, ob die SMART-Funktion im BIOS Ihres Rechners mit „Enabled“ eingeschaltet ist.
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Doch nehmen Sie das prognostizierte Ende Ihrer Festplatte nicht zu ernst. Denn es geht nicht um den genauen Tag, sondern um eine gute Schätzung, ob Ihre Platte noch zwei Jahre oder vier Wochen laufen wird. Mit Everest Home stellen Sie den Hersteller Ihrer Festplatte fest. Anschließend laden Sie von dessen Seite Prüfprogramme herunter, die speziell auf die Laufwerke abgestimmt sind. Eine Übersicht dieser Direkt-Links listet die Seite http://tinyurl.com/ke4lz unten auf. Beachten Sie, dass die Hersteller-Tools nur für die eigenen Festplatten konzipiert sind: also die "Sea"-Tools nur für Seagate-Platten. Das Gleiche gilt für die übrigen Hersteller.

Schließlich stellt sich die Frage, auf welchem Medium Sie Ihr Backup am besten speichern. Für den Heimgebrauch stehen zwei Möglichkeiten im Vordergrund: sichern auf einer externen Festplatte (USB oder Netzwerk) oder brennen auf DVD. Während die Festplatte bequemer zu handhaben ist, bieten die Scheiben mehr Sicherheit. Wichtig ist darüber hinaus, die Datenträger nicht im gleichen Raum wie den PC aufzubewahren.

Eine dritte Alternative ist die Online-Speicherung: Mehrere Mail-Provider bieten inzwischen bis zu 5 GByte kostenlosen Speicherplatz. Das reicht in der Regel für die "Eigenen Dateien". Bleibt allerdings das Problem der Datenspeicherung, also der Übertragung. Beim gewöhnlichen 1000er-DSL-Anschluss dauert der Upload von wöchentlich beispielsweise 50 MByte Backup- Volumen jeweils schon rund eine Stunde. Der Vorteil dieses Systems ist andererseits, dass die Backup-Sicherung wirklich weit weg von zu Hause und von den damit verbundenen Gefahren ist.

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