Spieleflatrate mit Familienanschluss

Teil 2: TEST: Metaboli - Spieleflatrate für die ganze Familie

27.6.2009 von Redaktion pcmagazin und Michael Orth

ca. 2:20 Min
Ratgeber
  1. TEST: Metaboli - Spieleflatrate für die ganze Familie
  2. Teil 2: TEST: Metaboli - Spieleflatrate für die ganze Familie

Schwachpunkt Abspielsoftware

Ein rechter Graus bei Metaboli sind allerdings Bedienung (umständlich bis mitunter frustrierend) sowie die nötige Software (schlicht mies). Sie brauchen den "Metaboli Player" sowohl zum Download als auch zum Start der Spiele. Dummerweise läßt sich aber nur ein Titel nach dem anderen auf den Rechner befördern. Zwar zeigt der Account brav alle Titel an, bei denen Sie auf "Download" geklickt haben - tatsächlich passieren tut aber nur bei einem Spiel was - oder manchmal auch gar nichts. Verwirrt sitzt man vor dem Rechner, hat Funktionen und Schalter vor sich, die nirgendwo erklärt werden und wundert sich ab und an über französische Fehlermeldungen.

Auch beim Starten eines Spiels gibt sich der Metaboli-Player trantütig; auf unserem Testsystem funktionierte er mitunter gar nicht. Angesichts seiner bescheidenen Qualitäten gibt er sich erstaunlich zickig: An Browsern mag er nur den Internet Explorer und Firefox. Und - viel schlimmer noch - 64-Bit-Betriebssysteme mag er gar nicht. Dabei sind die gerade bei Spielerechnern klar auf dem Vormarsch. Die heruntergeladenen Spiele entsprechen im Grunde ihren Retail-Versionen. Einzige Ausnahme: Die .exe-Datei zum Ausführen des Programms wurde entfernt und durch eine Datei ersetzt, die zwingend den Metaboli-Player braucht. Nach dem Beenden des Abos sind die Spiele dadurch unbrauchbar, immerhin bleiben die Spielstände für einen etwaigen späteren Wiedereinstieg erhalten. Besonders stolz ist Metaboli auf seinen intelligenten Download-Algorithmus: Die Software lädt zuerst die zum Betrieb essentiellen Dateien eines Spiels. So kann schon gespielt werden, obwohl der Download noch gar nicht beendet ist. Je nach Titel reichen so rund 50 bis 80 Prozent der Datenmenge, der Rest wird während des Spielens "gestreamt". Nette Idee, die dadurch erzielte Ersparnis von durchschnittlich einer Viertelstunde macht den Kohl nicht fett.

Praxistest Metaboli - Spieleflatrate für die ganze Familie
In dieser Liste sind ihre Spiele verzeichnet. Sie nervt mit umständlicher Bedienung, unerklärten Symbolen und umständlichen Downloads.
© Archiv

Bildergalerie

Praxistest Metaboli - Spieleflatrate für die ganze Familie

Spieleflatrate mit Familienanschluss

Praxistest Metaboli - Spieleflatrate für die ganze Familie

Kinder unter Kontrolle

Immerhin ist das "Familiy"-Label keine hohle Phrase. Neben der passablen Software-Zusammenstellung bietet Metaboli auch ein relativ komplexes Tool für Eltern, um die Computernutzung ihrer Zöglinge zu kontrollieren. Zuerst legen Sie für jedes Kind einen eigenen Account an. Dann können Sie in einer grafisch ansprechend gestalteten Übersicht genau bestimmen, wann, wie oft und wie lange sie an den Computer zum Spielen dürfen. Außerdem können Sie bestimmte Spiele oder ganze Genres von Ihren Sprösslingen komplett fernhalten. Eine praktische, wenn auch beim Nachwuchs bestimmt nicht gerne gesehene Möglichkeit: Wahlweise können Sie auch nur die besonders süchtig machenden Multiplayer-Matches verhindern.

Ein grundsätzliches Problem: Ältere Kinder werden sich auf Dauer nicht durch die Sperren vom Zocken abhalten lassen; zumal sie im Umgang mit Computern meist findiger sind als ihre Eltern. Sinnvoller (und wirkungsvoller) sind die Eingriffsmöglichkeiten bei Kindern im einstelligen Altersbereich. Allerdings wird bei den ganz Kleinen sowieso geraten, mit den Kids gemeinsam den Computern zu erkunden - und dann sind die Sperren überflüssig.

Praxistest Metaboli - Spieleflatrate für die ganze Familie
Für jeden Sprössling lassen sich recht detailliert die Einstellungen bzw. Einschränkungen vornehmen - Änderungen sind nur über den Hauptaccount möglich.
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Fazit: Eine nette Idee ist das "Family Pack" von Metaboli schon, zumal der Familien-Aspekt bei Kinderkontrolle und Spieleauswahl leidlich gut umgesetzt wurde. Und für die 9,90 Euro im Monat bekommen Sie auch einen ensprechenden Gegenwert. Allerdings wird man durch das Bezahlmodell quasi dazu gedrängt, das Angebot auszunutzen - für ein halbes Stündchen im Monat lohnt sich das Download-Abo daher nicht. Leider hat Metaboli beim Bedienkonzept geschlampt, und der notwendige Metaboli-Player ist eine technische Frechheit. Insgesamt gilt: Noch empfehlenswert.

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