Workshop DVD-Recorder

Teil 2: Pioneer DVR-LX 70D

19.12.2007 von Redaktion pcmagazin und Roland Seibt

ca. 3:30 Min
Ratgeber
  1. Pioneer DVR-LX 70D
  2. Teil 2: Pioneer DVR-LX 70D

Alternative Quellen

Ein DVD-Recorder kann nicht nur vom eingebauten TV-Tuner, sondern auch von externen AV-Quellen aufzeichnen. Hier sind es Settop- Boxen für Digital-TV, die in RGB-Qualität über Scart Eingang finden, oder DV-Camcorder, die digital und ohne Schärfe-Einbußen über Firewire-Fronteingänge angeschlossen werden. Dabei sollte Wert gelegt werden auf die erweiterten Schnittfunktionen des Standards "-VR", der nicht nur Werbung herausschneiden kann, sondern Elemente in ihrer Reihenfolge verändern kann. Erst so sind Schnittlisten möglich, die die Szenenfolge beeinflussen. Eine echte Nachvertonung oder Trickblenden sind mit keinem DVD-Recorder durchführbar, weshalb ein Computer für den ambitionierten Filmer die einzig wahre Schnittplattform bleibt.

DVD-Recorder
Gefällt der Film, kann er schnell auf einen DVD-Rohling gebrannt werden. Dabei lassen sich mehrere Filme auswählen und unverändert oder mit einer Platz sparenden, verlustbehafteten Umkodierung archivieren.
© Archiv

Bilderfluten

Mit dem Siegeszug der Digitalfotografie wird der Wunsch nach Archivierung und Verwaltung der persönlichen Schnappschüsse immer stärker. Jeder DVD-Player muss am Computer erstellte Foto- CDs wiedergeben können und da liegt es nahe, Bilder auf die Festplatten der DVD-Recorder kopieren und dort verwalten zu können. Das Beispiel Pioneer DVR-LX 70 D zeigt, was man maximal alles mit den Bilddateien anstellen kann, ohne dabei einen Computer bemühen zu müssen.

DVD-Recorder
Multimedia die erste: JPG-Fotos können direkt von CD/DVD, USB-Medium oder Fotoapparat angesehen werden -oder sie lassen sich auf die Festplatte des Recorders kopieren und können dort weiterverarbeitet werden.
© Archiv

Fotos lassen sich direkt über USB von einer Kamera auf die Festplatte kopieren oder einfach nur anschauen. An diesem Eingang funktionieren auch Kartenleser, in die man die Fotospeicherkarten einschiebt, oder USB-Sticks und sogar externe Festplatten (FAT-formatiert) mit JPG-Bildern. Auch Daten-CDs und -DVDs werden als Bilderquelle akzeptiert. Von überall her lassen sich Fotos auf die Festplatte kopieren und sie werden dort in Ordnerstrukturen verwaltet, lassen sich löschen, umbenennen und kopieren.

Diashow
Befinden sich die Bilder auf der Festplatte, werden sie in Ordnern verwaltet und können als Diashow mit Musik wiedergegeben, als Fotofilm auf voll kompatible DVDs gebrannt oder gar direkt ausgedruckt werden.
© Archiv

Die Vorführung der Fotos erfolgt in Diashows von Ordnern oder Listen von ausgewählten Einzeldateien. Sehr nett ist, dass bei einer Fotoshow Musik aus dem Festplattenarchiv unterlegt werden kann. Die Songs einer frei wählbaren Favoritenliste werden abgespielt. Für diejenigen, die ihre Bilder andererorts auf DVD-Playern ohne direkte Fotofunktionen vorführen wollen, hat Pioneer die Option integriert, eine normkonforme Fotoshow auf DVD zu brennen. Neben den eigentlichen Bilddateien im voll aufgelösten Original-JPG-Format wird ein echter DVD-Film erzeugt und aufgespielt, der die Fotos zeigt und auf wirklich jedem DVD-Player laufen muss. Schwachstelle der Fotofunktionen ist, dass leider noch kein DVD-Recorder die Fotos in HD verarbeitet. Sie werden zum Anschauen auch über HDMI auf das schwache PAL-Format heruntergerechnet.

DVD-Recorder
Pioneer hat eine zweite USB-Buchse unter der Frontklappe speziell für PictBridge-fähige Drucker integriert. Mit kompatiblen Geräten gelingt ein Ausdruck jedes Fotos, auch dem Laien - ganz ohne Computer.
© Archiv

Musikarchiv

Moderne Menschen ? so heißt es ? sind des Handlings von CDs überdrüssig, haben Quantität vor Qualität gestellt, daher ihre Sammlung längst in eine MP3-Bibliothekumgewandelt und laden neue Songs sowieso aus dem Internet. Es ist im Endeffekt schon wirklich praktisch, mit einem Knopfdruck auf tausende von Songs zugreifen zu können, sie nach Genres und Gefallen zu sortieren und seinen Abend passend zur jeweiligen Laune durch unterschiedliche Playlists mit Musik untermalen zu lassen. Der Boom der MP3-Player zeigt, wo die musikalische Reise hingeht.

Kopieren von Multimedia-Inhalten
Zuerst werden die Multimedia-Inhalte kopiert. Quelldiscs können dabei TV-Aufnahmen, MP3/WMA-Musik oder JPEG-Fotos enthalten. Die Funktion "Disc-Backup" erstellt 1:1-Kopien von zuvor archivierten Aufnahmen.
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Da bietet sich der DVD-Recorder durch seine Festplatte auch wieder als Multimediaverwalter an. MP3-Songs werden bei Pioneer wie bereits die Fotos von mehreren Quellen angenommen und auf die interne Festplatte kopiert. Darunter befinden sind wieder USB-Geräte (jetzt auch MP3-Player, die sich als Massenspeicher melden), MP3-Daten-CDs und -DVDs. Neu hinzugekommen ist die Musik- CD ? die Scheibe, von der jeder Unmengen ordentlich gekaufter Exemplare im Schrank stehen hat und um die es eigentlich geht beim beschleunigten Zugriff durch die Multimedia-Bibliothek. Hier gibt es nur ein Problem bei der Archivierung: Die Songs machen zwar Musik, haben jedoch keine Namen. Und diese Namen der Interpreten, des Albums und der Lieder, sie sind unabdingbar für eine ordentliche Verwaltung der Musikstücke. MP3-Dateien besitzen bereits so genannte Tags - Informationseinheiten, die diese wichtigen Parameter preisgeben. Die Infos werden beim CD-Rippen im Computer aus Internet-Datenbanken geladen, die aus der exaten Länge aller Songs (deren Kombination bei keiner CD gleich ist) alle Daten des Silberlings erkennen. Diesen Trickwendet jetzt Pioneer erstmals in einem DVD-Recorder an. Der DVR-LX 70 D hat zwar keinen Internetzugriff, dafür aber befindet sich einfach die gesamte Datenbank aller Musik-CDs mit auf seiner 500-GByte-Festplatte.

PC
Die Top-Recorder von Pioneer nutzen eine weitere Quelle für Musik. Am PC über USB angeschlossen, medlen sie sich als tragbare Player an und können die Bibliothek des Computers kopieren - jedoch nicht zurückspielen.
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Bringt die Informationssuche keine Ergebnisse, müssen die Lieder nicht etwa umständlich per Fernbedienung mit Namen versehen werden. Hier punktet Pioneer dadurch, dass über USB eine handelsübliche PC-Tastatur angeschlossen werden kann, die die Eingabe ungemein vereinfacht. Wer schon viele Songs auf seiner PC-Festplatte hat, kann diese sehr einfach in den Pioneer übertragen. Über USB mit dem PC verbunden, meldet er sich beim Windows Media Player als externes Gerät an und schon lassen sich die Bibliotheken synchronisieren, allerdings nur in Richtung PC zu Pioneer. Musik wird dabei anders gespeichert als Fotos. Während man bei Bildern die Ordnerstrukturen selbst wählen kann, sortiert der Pioneer Lieder zuerst nach Interpret, dann nach Album. Jeder Song lässt sich in vier Favoritenlisten einfügen, die nach Stimmung oder Geschmack angelegt werden können.

CD ripping
Ganz neu ist Pioneers verlustfreie CD-Ripping-Option mit der Musikdatenbank. Fast alle Musik-CDs werden mit Interpret und Namen ihrer Lieder erkannt und als PCM-Wavedatei auf die Festplatte kopiert.
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Auch in diesem Artikel konnte nur eine kleine Übersicht über den gigantischen Funktionsumfang eines DVD-Recorders gegeben werden. Im Detail sind alle Features noch viel umfangreicher ausgeprägt und bieten jede Menge weiterer Optionen.

Playlists
Auf der Harddisc werden die Songs unter Interpreten- und Albumnamen sortiert verwaltet. Mehrere Playlisten und eine automatische Registrierung der Favoriten speichern dabei persönliche Vorlieben.
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Bildergalerie

Home-Menü

Workshop DVD-Recorder

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