Elefantenrennen

Teil 2: Neue Browser im Test

Ein Suchfenster kann nun auch der IE vorweisen, für das der Anwender seine Lieblingssuchmaschine auswählt. Voreingestellt ist MSN. Die Funktionen des Suchfensters hat aber Firefox 2 deutlich weiter entwickelt: Wenn eine Suchmaschine Suchvorschläge unterstützt, so erscheinen diese auch im Browser-Fenster. Das ist bei Google der Fall: Tippt der Anwender die ersten Buchstaben seines Suchbegriffs ein, so schlägt Google die meist gesuchten passenden Begriffe vor. Diese Liste klappt unter dem Browser-Suchfenster aus und verändert sich je nach Eingabe des Suchenden. Firefox bedient sich des Open-Search-Standards, mit dem sich der Anwender eigene Suchfenster basteln kann, etwa für Websuchen, die selbst keine Sucherweiterung für Firefox anbieten.

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Firefox übernimmt die Suchvorschläge, sofern die eingestellte Suchmaschine solche anbietet. Hier: Google.

Beide Browser bieten Phishing-Blocker, die die angesurften Webseiten prüfen. Microsoft vergleicht die Adressen mit einer Online- Phishing-Datenbank. Das heißt, der IE sendet jede besuchte Adresse an die Server von Microsoft. Hinzu kommen "anonymisierte Statistikdaten" über die Verwendung des Webbrowsers, wie es in der Hilfe heißt. Das sind z.B. "Zeitraum und die Gesamtzahl an besuchten Websites". Die Firma versichert zwar: "Microsoft nutzt die empfangenen Informationen nicht dazu, Sie persönlich zu identifizieren", aber kontrollieren kann das keiner. Beispielsweise ist fraglich, ob eine Identifizierung nicht doch nachträglich möglich wäre. Nun muss der Anwender den Dienst nicht verwenden. Er kann gezieltWebseiten prüfen lassen, indem er die Automatik abschaltet. Die aktuelle Seite schickt er mit einem Klick auf das Fenster-Logo mit Ausrufezeichen am unteren Bildschirmrand zum Online-Phishing-Wächter. Die entsprechende Funktion des Firefox bedient sich einer lokalen Datenbank, die regelmäßig aktualisiert wird. Nur aufWunsch greift der Anwender auf eine Online-Quelle zu.

Viele Elemente des Testsiegers haben die beiden anderen Browser noch nicht. Erst einmal besteht Opera den offiziellen Acid-2-Test für CSS (www.webstandards.org/action/ acid2). Ferner kann der Anwender die aktuelle Sitzung speichern, das schlägt der IE nur dann vor, wenn mehrere Tabs geöffnet sind. Firefox stellt den Zustand nach einem Absturz wieder her, auch das ist hilfreich. Sehr praktisch sind die seitenspezifischen Einstellungen von Opera gerade für Sicherheitsfunktionen: Cookies, Pop-ups, Passwörter usw. Opera zeigt mehrere Fenster auf einer Seite und er skaliert alle Webseiten auf die Fenstergröße. Dafür greift er tief in die Struktur der Webseite ein und bricht Tabellen und Layer um.

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Dennoch sind alle Inhalte gut leserlich. Sehr schön ist auch das erweiterte Navigationstool, dasOpera einblendet, wenn der Anwender eine Adresse eingibt. Es bietet die Lesezeichen oder eine Liste der zehn meistbesuchten Webseiten an. Ein bisschen hinterher ist Opera bei den Sicherheitsfunktionen: Es gibt keinen Phishing-Blocker, der Browser prüft nur das Zertifikat.

Eines sei noch erwähnt: Microsoft hat zur Freude der Tester ein Ärgernis beseitigt: Wenn man sich bei der Webadresse vertippt hat, so bleibt der falsche Eintrag stehen und man muss nicht alles von vorne tippen.

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