Kamera-Handys im Test

Teil 2: Kamerahandys

8.4.2008 von Redaktion pcmagazin

ca. 4:25 Min
Ratgeber
  1. Kamerahandys
  2. Teil 2: Kamerahandys

Das Foto-Handy KG920 von LG ist eins von zwei Geräten im Test, die eine 5-Megapixel-Kamera besitzen. Doch die größere Auflösung verspricht mehr als sie hält, denn die Kamera liefert im Nahbereich erschreckend unscharfe Bilder. Dafür erreichte das KG920 wiederum bei der Farbtreue die meisten Punkte. Bei den Verzögerungszeiten blieb es im Mittelfeld. Neben einer üppigen Ausstattung mit Motivprogrammen, Filtern, Blitz- und Weißabgleichmodi bietet LG auch einige Hardware- Extras.

Kamerahandys
LG KG920
© Archiv

Die Kamera lässt sich maximal 180 Grad um die Längsachse, aber nur in eine Richtung drehen. Der Sinn ist jedoch zweifelhaft: Damit lassen sich allenfalls Fotos aus der Froschperspektive und Selbstporträts schießen. UMTS und Videotelefonie, für die das drehbare Objektiv nützlich wäre, werden indessen nicht unterstützt. Da der Akku mit drei Stunden Gesprächszeit recht schwach ist, hat LG einen Zusatzakku inklusive Ladestation beigelegt.

FAZIT: Das LG KG920 hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Die 5 Megapixel versprechen viel, doch die Fotos sind im Nahbereich unscharf. Andererseits ist die Farbtreue überragend.

Motorola MotoRazr maxx V6

Motorola stattet selbst seine ausgewiesenen Multimedia-Handys immer noch mit 2-Megapixel-Kameras aus. Auch wenn sich die Fotos damit weniger für den Ausdruck eignen, erzielt das MotoRazr maxx V6 durchschnittliche Ergebnisse bei Kontrast, Helligkeit und Farbwerten. Die Schärfe lässt allerdings zu wünschen übrig. Würde es nicht lange 7,5 Sekunden dauern, bis die Kamera einsatzbereit ist, wäre das Handy ideal für Schnappschüsse. Die Auslöseverzögerung betrug im Test nämlich nur 1,6 Sekunden, zum Speichern wurden im Durchschnitt nur 2,5 Sekunden gebraucht.

Kamerahandys
Motorola MotoRazr maxx V6
© Archiv

Neben den drei üblichen GSM-Frequenzen unterstützt das MotoRazr maxx V6 auch die GPRS-Erweiterung EDGE sowie die UMTS-Erweiterung HSDPA. Sitzt die Kamera außen im Scharnier des Klapphandys, so ist eine zweite Kamera für Videotelefonate auf der Innenseite des Scharniers angebracht.

FAZIT: Das Motorola MotoRazr maxx V6 ist ein ideales Handy für schnelle Fotos zwischendurch, die beispielsweise per MMS verschickt werden sollen. Hier überzeugt das Gerät außerdem durch schnelle Datenverbindungen.

Nokia N95

Nokia bezeichnet das neue N95 als Multimedia Computer – und dementsprechend umfangreich ist das Handy ausgestattet. Es besitzt ein großes und brillantes 2,6-Zoll-Display, das 16,7 Millionen Farben wiedergibt. Schiebt man es nach oben, wird die Handy-Tastatur freigegeben, schiebt man es nach unten, erscheinen vier Player-Tasten. Das Quadband- Handy unterstützt den Datenfunk EDGE und die UMTS-Erweiterung HSDPA. Neben Bluetooth 2.0 und WLAN ist auch ein GPS-Empfänger integriert. Zum intern verfügbaren Speicher von 160 MByte gehört eine microSD-Karte mit 512 MByte zum Lieferumfang. Bei aller Funktionsvielfalt ist das Gerät nicht größer, dicker oder schwerer als ein normales Handy.

Kamerahandys
Nokia N95
© Archiv

Auch die Kamera punktet mit 5 Megapixeln und einem Carl-Zeiss-Objektiv. Es gibt zahlreiche Optionen für den Weißabgleich, Motivprogramme, Filter und Bildbearbeitungsfunktionen. Schwache Testwerte erzielte das Gerät bei Einsatzbereitschaft und Auslöseverzögerung.

FAZIT: Das Nokia N95 ist ein teures, aber fantastisch ausgestattetes Handy. Auch mit der 5-Megapixel-Kamera setzt es Maßstäbe, obgleich noch Schwächen bei Schärfe und Verzögerungszeiten festzustellen sind.

Nokia N73

Das Nokia N73 ist bei den Kamera- und Videofunktionen ganz ähnlich ausgestattet wie das N95. Es besitzt ebenfalls ein Carl- Zeiss-Objektiv mit einer Brennweite von ungefähr 35 Millimetern, allerdings mit nur 3,2 Megapixeln. Die Optionen für den Weißabgleich, Motivprogramme, Filter und Bildbearbeitungsfunktionen sind identisch. Die geringere Auflösung macht sich jedoch bei Helligkeit, Schärfe und Kontrast bemerkbar. Vor allem die Farbtreue ist zu kritisieren, beim automatischen Weißabgleich neigt die Kamera bei Kunstlicht zu einem Blaustich. Auch bei der Auslöseverzögerung gab es Punktabzug.

Kamerahandys
Nokia N73
© Archiv

Ansonsten ist das N73 nicht ganz so üppig ausgestattet wie das N95, unterstützt aber alle GSM-Frequenzen und UMTS. Die zweite Kamera für Videotelefonate hat sogar eine VGA-Auflösung (640x480 Pixel), während die Videofunktion der 3,2-Megapixel-Kamera nur mit CIF-Auflösung (352x288 Pixel) arbeitet. Zum intern verfügbaren Speicher von 42 MByte kommt leider nur eine miniSD-Speicherkarte mit 128 MByte hinzu.

FAZIT: Das beliebte Nokia N73 ist ein attraktives Gerät für alle Fälle. Es bringt viele Kamerafunktionen mit, bei Farbtreue und Auslösezeit zeigt es aber Schwächen.

Samsung SGH-D900i

Das flache Samsung-Handy aus der Ultra Edition 12.9 überraschte mit seiner 3,2- Megapixel-Kamera durch gestochen scharfe Fotos vor allem bei nahen Motiven und durch eine reine Farbwiedergabe. Der automatische Weißabgleich kam allerdings nicht mit Kunstlicht zurecht, der Testaufbau hatte einen deutlichen Blaustich. Während die Messwerte für Einsatzbereitschaft und Speicherzeit sehr gut sind, hatte das Samsung-Handy mit durchschnittlich 2,76 Sekunden die größte Auslöseverzögerung im Test.

Kamerahandys
Samsung SGH-D900i
© Archiv

Hält man das Gerät horizontal und legt es auf, um die Bilder nicht zu verwackeln, löst man versehentlich die Wipptaste für den Zoom aus. Im horizontalen Modus werden seltsamerweise Fotos im Hochformat aufgenommen, hält man das Handy vertikal (und hat dabei Mühe, den Auslöser zu bedienen), entstehen Bilder im Querformat. Das Quadband-Handy unterstützt den Datenfunk GPRS und EDGE, jedoch kein UMTS. Als Speicher stehen nur 60 MByte intern zur Verfügung, eine microSDSpeicherkarte liegt nicht bei.

FAZIT: Das Urteil "Sehr gut" verdankt das SGH-D900i seinen überragend scharfen Fotos. Bei der Handhabung von Kamera und Handy gibt es dagegen Probleme.

Sony Ericsson K810i

Das Modell K810i aus der Cybershot-Reihe von Sony Ericsson ist der Nachfolger des beliebten K800i. Das Foto-Handy erhielt eine sehr gute Bewertung bei Schärfe, Kontrast und Helligkeit der Aufnahmen. Weniger gut ist die Farbtreue, die Fotos wirken schon auf den ersten Blick reichlich blass. Durchgängig gute Zeiten lassen sich bei Einsatzbereitschaft, Auslöseverzögerung und Speicherdauer messen.

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Sony Ericsson K810i
© Archiv

Die Handhabung des Handys und speziell der Kamera ist einfach. Außerdem bietet Sony Ericsson die meiste Foto- Software. Damit lassen sich Effekte oder Cliparts einfügen, Gesichter verzerren, Bilder ausdrucken oder direkt an ein Foto-Blog senden. Zwei eigene Fototasten oberhalb des Displays ermöglichen einen schnelleren Zugriff auf die Optionen im Album- und Kameramodus. Das Triband-Handy unterstützt GPRS und UMTS einschließlich Videotelefonie. Zum internen Speicher von 64 MByte kommt ein Memory Stick Micro mit nur 128 MByte hinzu.

FAZIT: Das Sony Ericsson K810i überzeugt bei den Kamerafunktionen, wird aber auch den meisten Ansprüchen an ein Handy gerecht. Schwach ist lediglich die Farbwiedergabe der Fotos.

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