Green-IT in der Praxis

Teil 2: Green-IT: Kampf gegen Stromkosten

3.5.2009 von Redaktion pcmagazin und Stefan Schasche

ca. 2:55 Min
Ratgeber
  1. Green-IT: Kampf gegen Stromkosten
  2. Teil 2: Green-IT: Kampf gegen Stromkosten
  3. Teil 3: Green-IT: Kampf gegen Stromkosten

Wer verbraucht was?

Ob Notebook, PC, Monitor, Drucker oder der Plasma-Fernseher im Wohnzimmer - jedes Gerät trägt seinen Teil zur Stromrechnung bei. Wie viel das jeweils ist, hängt maßgeblich vom Gerät selbst und natürlich von der Einsatzzeit ab. Aber auch der viel diskutierte Standby-Modus spielt eine Rolle, denn viele Geräte verbrauchen im Standby viel mehr Strom als es dem Anwender lieb ist. Solche Geräte sollte man wenn möglich nicht in den Standby-Modus schalten, sondern am besten mithilfe einer Steckdosenleiste komplett vom Netz trennen.

Green-IT: Stromfresser entdecken, abschalten und richtig sparen
© Archiv

Hier nun eine Beispielliste aktueller Geräte, ihrem Stromverbrauch im Einsatz und im Standby-Modus und die jährlichen Kosten, die sich aus dem Verbrauch und einem Strompreis von 18 Cent pro kWh ergeben: • Notebook: Standby 0W, Betrieb 23W, Jahreskosten: 12 EuroCore-2-Duo-PC: Standby 3W, Betrieb 104W, Jahreskosten: 57 EuroAtom-PC: Standby 0,6W, Betrieb 26W, Jahreskosten: 15 Euro Laserjet 2100TN: Standby 13W, Betrieb bis zu 475W, Jahreskosten: 35 EuroLCD-Monitor: Standby 0,8W, Betrieb 40W, Jahreskosten: 22 EuroPlasmafernseher: Standby 17W, Betrieb 300W, Jahreskosten: 120 EuroExt. Festplatte: Standby 32W, Betrieb 45W, Jahreskosten: 50 Euro

Leistungsstarke PCs und Röhrenmonitore sind energiehungrig.

So sparen Sie Energie

Strom sparen heißt bares Geld sparen. Schalten Sie deshalb alle Geräte, die einen Netzschalter besitzen, nach dem Einsatz wirklich über den Netzschalter ab. Der Standby-Betrieb ist oft nicht so sparsam, wie die Hersteller es gern behaupten. Ein paar Watt hier, ein paar weitere dort - das summiert sich im Laufe der Monate durchaus zu einer spürbaren Erhöhung Ihrer Stromrechnung. Besitzt ein Gerät keinen Netzschalter gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder ziehen Sie den Netzstecker oder sie kaufen sich für ein paar Euro eine abschaltbare Steckdosenleiste, mit der Sie praktischerweise gleich mehrere Geräte gleichzeitig komplett vom Netz trennen.

Green-IT: Stromfresser entdecken, abschalten und richtig sparen
Notebooks und Mini-PCs sehen gut aus und sparen bares Geld
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Zu beachten ist hier allerdings, dass nicht alle Geräte komplett vom Netz getrennt werden sollten. Ist beispielsweise ein PC zu lange ohne Strom, leert sich die BIOS-Batterie und das Mainboard "vergisst" die Einstellungen mit dem Ergebnis, dass Sie die Batterie ersetzen und die BIOS-Einstellungen neu vornehmen müssen. Ein Satellitenempfänger kann schon mal seine Einstellungen "verlieren", wenn man ihn vom Netz trennt. In diesem Fall bleibt nichts anderes übrig, als das Gerät am Netz und im Standby zu belassen. Auch Plasma- oder LCD-Fernseher haben oftmals keinen richtigen Netzschalter.

Dennoch können Sie diese Geräte problemlos per Steckdosenleiste vom Stromnetz trennen, allerdings erst, nachdem Sie den Fernseher in den Standby-Modus geschaltet haben. Leistungsstarke Rechner, Röhrenmonitore und Laserdrucke sind sehr energiehungrig. Viele Modelle verbrauchen im Betrieb 50 und mehr Watt, was sich bei 10 Stunden täglichen Einsatzes auf Stromkosten von über 35 Euro jährlich summiert. Ein TFT-Monitor verursacht dagegen Kosten von gerade einmal 20 Euro. Ein guter 19-Zoll-TFT-Monitor kostet heute etwa 110 Euro, allein durch die gesparten Stromkosten haben Sie den Kaufpreis also nach wenigen Jahren hereingeholt.

Das bessere, augenschonendere und der geringere Platzbedarf auf dem Schreibtisch Bild kommen als weitere Vorteile hinzu. Bei PCs verhält es sich ähnlich. Ein leistungsstarker PC mit schneller Grafikkarte verbraucht leicht 100 und mehr Watt und verursacht so Kosten von 60 und mehr Euro im Jahr. Ein kleiner Mini-PC mit stromsparendem Atom-Prozessor kommt mit einem Viertel aus und erledigt Office-Aufgaben ebenso gut. Wer die Leistung des Boliden sowieso niemals nutzt, der kann diesen ohne nennenswerte Nachteile durch einen Energiespar-PC ersetzen. Oder aber, man stellt dem Boliden einen kleinen Rechner zur Seite. Für die Arbeit benutzt man den einen, zum Spielen oder zur Bildbearbeitung den anderen. Hier eine Beispielrechnung: Ein gut ausgestatteter Core-2-Duo-PC mit schneller Nvidia-Grafikkarte verbraucht im Einsatz etwa 100 Watt, ein 22-Zoll-TFT-Display etwa 40. Bei acht Stunden Einsatz täglich ergeben sich jährliche Stromkosten von 75 Euro. Ein Averatec A1, das ist ein PC mit Atom-CPU und 18,4-Zoll-Display, verbraucht insgesamt etwa 26 Watt. Jährliche Kosten: 13 Euro. Im Jahr spart der Rechner also sage und schreibe 62 Euro an Stromkosten, kostet allerdings in der Anschaffung etwa 480 Euro.

Bildergalerie

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Bis zu 210 Euro kann man im Beispielfall beim Wechsel des Stromanbieters sparen.

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