So bleibt Ihre Stromrechnung niedrig

Teil 2: Energie sparen: Stromfresser im Haushalt ausschalten - so gehts

Getreu der Devise "Kleinvieh macht auch Mist", lohnt ebenfalls ein Blick auf elektrische Kleinverbraucher, die jahrein, jahraus in Betrieb sind. In unserem Haus arbeitete ein DSL-Router mit WLAN (12 Watt), eine Fritz ISDN Box (2,3 Watt) sowie zwei Siemens Schnurlostelefone (2,0 und 2,6 Watt).

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Der einfachste Weg, heimliche Standby-Verbraucher in den Griff zu bekommen, ist eine Steckdose mit Netzschalter.

Zusammen ergeben sich knapp 20 Watt entsprechend 35 Euro im Jahr. Diesen Wert übertreffen übrigens handelsübliche 8- oder 16-Port-Ethernetswitches im 19-Zoll-Format, wie sie in vernetzten Häusern mittlerweile zu finden sind, auch ganz alleine.

Hier lohnt sich vor dem Kauf auf alle Fälle ein Blick in das Datenblatt des Herstellers, denn schnell können aus gesparten 20 Euro beim Kauf, 30 Euro pro Jahr an zusätzlichen Stromkosten anfallen. Denn auch wenn einem 2-, 12- oder 30-Watt zunächst unbedeutend erscheinen, bei 20 Cent pro kWh kostet jedes Watt im 24-Stunden-365Tag-Betrieb 1,75 Euro pro Jahr.

All die Standby-Verbraucher wie Steckernetzteile, Fernseher, Festplattenrekorder, elektrische Zahnbürsten und Ladestationen, die stets und immer -meist nutzlos - im Betrieb sind, können zusammengenommen schon ganz erkleckliche Kosten verursachen. Einen guten ersten Anhaltspunkt gibt Ihnen dabei der "Handtest": Den besagten Gegenstand einfach mal anfassen und spüren ob er merklich erwärmt ist.

Alles, was warm wird, braucht auch spürbar Strom, alles, was kalt bleibt, spielt im Verbrauch kaum eine Rolle. Wer es genauer wissen will, sollte sich einen einfachen Verbrauchsmesser zulegen (siehe Kasten "So messen Sie selbst").

Der PC als Verbraucher

Wie sich nun der PC als Energiekostenfaktor einordnet, hängt entscheidend von dessen Ausführung und Einsatzzweck ab. Die Diskrepanz zwischen einem extrem Energiesparenden Homeserver mit Atom-CPU, der im Betrieb kaum 40 Watt benötigt und einem High-End-Spielesystem mit SLI-Grafik mit über 800 Watt Leistungsaufnahme ist extrem. Wer mit letzteren Tag und Nacht zockt, wird sich mit Sicherheit über eine saftige Stromrechnung freuen dürfen.

Bei einem normalen PC-Nutzer, der im Schnitt täglich zwei Stunden vor seinem Monitor sitzt, sollten weniger als 100 kWh pro Jahr anfallen - und somit keine 20 Euro Kosten verursachen. Tendenziell sind ältere PCs mit ehemals leistungsfähigen Grafikkarten nicht übermäßig genügsam beim Energieverbrauch. Ein von uns getesteter Oldie mit Intel Pentium 3-GHz-P4-Prozessor und ATI Radeon X800 Grafikkarte benötigt bei weitgehender Untätigkeit - sprich im Idle-Modus - rund 100 Watt.

Bei voller Belastung (3DMark 06) verdoppelte sich der Konsum auf 200 Watt. Nimmt man 150 Watt als Mittelwert ergeben sich inklusive 15-Zoll-TFT-Monitor 178 Watt. Bei zwei Stunden am Tag ergibt das überschaubare 130 kWh pro Jahr, entsprechend 26 Euro. Ärgerlich ist der Verbrauch so manch älteren Rechners im abgeschaltetem Zustand.

Der Rechner zieht dann immer noch 7 Watt aus dem Netz, der Monitor 1,4 Watt. Zusammengenommen zahlt man für 8,4 Watt, die 22 Stunden am Tag überflüssigerweise anfallen, nicht weniger als 13,50 Euro im Jahr - oder immerhin mehr als die Hälfte dessen, was der PC beim angenommenen 2-Stunden-Betrieb im Jahr kostet.

Ein im Vergleich getesteter, aktuellerer Intel Core 2 Duo mit nVidia 8600-GT-Grafikkarte brauchte im Idle-Modus ebenfalls 100 Watt, wollte aber partout auch nicht mehr als 150 Watt aus dem Stromnetz ziehen. Der dazugehörige, aktuelle 22-Zoll-Monitor, verbrauchte zusätzliche 50 Watt. Daraus ergibt sich mit 175 Watt ein fast identischer Verbrauch.

Deutlich besser als der Oldie schneidet der aktuelle Rechner im ausgeschalteten Modus ab. Hier begnügt sich der Rechner mit 2,5 Watt und der Verbrauch des Monitors ist kaum noch messbar. Dank des geringeren Standby-Verbrauchs liegt der Neue in unserem Szenario bei den jährlichen Stromkosten mit 31,20 Euro sogar vorne.

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