Alles halb so schlimm

Teil 2: Die 10 größten Handy-Mythen entlarvt: Nie wieder Angst

19.8.2009 von Redaktion pcmagazin und Margrit Lingner

ca. 1:50 Min
Ratgeber
  1. Die 10 größten Handy-Mythen entlarvt: Nie wieder Angst
  2. Teil 2: Die 10 größten Handy-Mythen entlarvt: Nie wieder Angst
  3. Teil 3: Die 10 größten Handy-Mythen entlarvt: Nie wieder Angst
  4. Teil 4: Die 10 größten Handy-Mythen entlarvt: Nie wieder Angst

3. Handyfonieren bei Gewitter und an Tankstellen

Dass an Tankstellen Mobiltelefonate nicht erwünscht sind, stammt aus Zeiten, als Handys noch in den Kinderschuhen steckten. Die frühen Handys hatten weitaus größere Akkus und arbeiteten mit höheren Spannungen. Fielen die recht schweren Geräte auf den Boden, bestand beim Aufprall tatsächlich die Gefahr von Funkenschlag, der eine Explosion auslösen könnte. Moderne Mobiltelefone sind nicht nur wesentlich kompakter und leichter. Sie verfügen auch über kleinere Akkus und versenkte Kontaktpunkte. So kann es kaum zu einem Kurzschluss und Funkenschlag kommen. Bislang ist auch noch kein Fall bekannt, bei dem durch ein Handy eine Tankstelle filmreif in Flammen aufging.

Gewitter Blitz schiene bahn
Die Handynutzung bei Gewitter erhöht nicht das Risiko, vom Blitz getroffen zu werden.
© Archiv

Mineralölkonzerne argumentieren zugunsten des Handyverbots an Tankstellen, weil durch die statische Aufladung der meist aus Kunststoff bestehenden Handygehäuse Funken entstehen, die gefährlich werden könnten. Doch verbietet niemand, zum Beispiel einen MP3-Player an der Zapfsäule zu benutzen. Kleben aber an Zapfsäulen die Handyverbotsschilder, muss sich der Kunde daran halten. Ins Reich der Mythen gehört auch, dass die Handynutzung während eines Gewitters das Risiko eines Blitzeinschlags erhöht. Für die Blitzentladung ist es völlig unerheblich, ob sie in einem kleinen metallenen Gegenstand, Holz oder Gewebe erfolgt. Selbst die geringe Strahlung des Mobiltelefons vermag einen Blitz nicht dazu zu bewegen, genau dort einzuschlagen.

4. Handyakkus müssen immer "leer" sein

Dass Akkus für eine längere Lebensdauer immer völlig entladen werden mussten, stimmt heutzutage nicht mehr. Nötig war dies, als in Handyakkus Nickel-Cadmium-( NiCd) oder Nickel-Metallhydrid-Verbindungen (NiMH) verwendet wurde. Dabei trat der sogenannte Memory-Effekt auf, wenn sie vor einem Ladevorgang nicht vollständig entladen wurden. Der damit einhergehende Kapazitätsverlust verstärkt sich mit jedem Ladevorgang und verkürzt die Lebensdauer des Akkus. Die Probleme der vollständigen Entladung von Handyakkus entfallen dadurch, dass heute fast ausschließlich Lithium-Ionen-Akkus (bzw. Lithium-Polymer-Akkus) in Mobiltelefonen eingesetzt werden. Sie zeichnen sich durch eine hohe Energiedichte aus und liefern eine konstante Spannung über die gesamte Entladezeit. Ihre Lebensdauer beträgt ungefähr 500 Ladezyklen (abhängig u.a. von der Betriebstemperatur).

5. Handys in Krankenhäusern stören medizinische Geräte

Moderne medizinische Geräte arbeiten mit hochempfindlicher Elektronik. Im unmittelbaren Umkreis von 1-2 Metern können Handys möglicherweise die Funktion dieser Geräte beeinflussen. Zumindest sind Störungen nicht grundsätzlich auszuschließen. So lautet die Begründung für das Handyverbot in Krankenhäusern. Mehrere Studien haben inzwischen allerdings ergeben, dass dies nicht der Fall ist. Vielmehr vermuten Kritiker, dass Krankenhausbetreiber mit den teuren Patiententelefonen Geld verdienen wollen. Statt Handy müssen Patienten meist ein Krankenhaustelefon benutzen und dafür hohe Gebühren entrichten.

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