Alternative Apple

Teil 10: Apple-Computer im Test

Wer von einem Windows-PC auf einen Apple umsteigen will, möchte vielleicht einige lieb gewonnene Anwendungen weiter verwenden oder einfach nur nicht den Sprung ins kalte Wasser wagen. Windows auf einem Mac zu betreiben, ist kein Problem und auf mehrere Weisen möglich.

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Darfs auch ein bißchen mehr sein? Die Zuweisung der Partitionsgröße für die Bestriebssysteme bekommt auch ein Dreijjähriger hin.

Mit spezieller Software wie Parallels (www.parallels.com) lassen sich Betriebssysteme (neben diversen Windows-Versionen auch Linux oder OS/2) und deren Anwendungen unter Mac OS X ausführen. Kostenlos, allerdings nur mit einer Windows XP Installations-CD, die auch das Service Pack 2 beinhaltet, geht es mit dem von Apple entwickelten Boot Camp, das auf der Webseite von Apple heruntergeladen werden kann.

Die Einrichtung ist denkbar einfach. Apple weist zwar darauf hin, dass man wichtige Daten vorher sichern sollte, allerdings kann so gut wie nichts schief gehen - erst recht nicht für Windows-erfahrene Anwender, da die Installation des Microsoft-Betriebssystems die größte Hürde darstellt.

Zunächst hilft ein Installations-Assistent unter Mac OS bei der Verteilung der Festplattenkapazität. Wahlweise kann man die Größen per Schieberegler frei zuweisen oder einen der beiden Vorschläge auswählen. Dabei hat man die Wahl zwischen der salomonischen Halbe-Halbe-Verteilung oder einer 32-GByte-Partition für Windows, die sich mit FAT32 formatieren lässt. Auf diese kann man auch unter Mac OS X zugreifen und Daten zwischen den Systemen leichter austauschen.

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Ist die Aufteilung erfolgt, fordert der Assistent zum Einlegen einer beschreibbaren CD auf. Diese wird mit den für Windows benötigten Gerätetreibern beschrieben. Danach kann die Installation mit Windows weitergehen. Einzig möglicher Stolperstein ist hier die Auswahl der korrekten Partition. Das Boot-Camp-Handbuch weist aber explizit darauf hin, dass die als "C:" bezeichnete Partition gewählt werden muss, so dass auch hier keine Probleme auftauchen sollten.

Ist Windows installiert, kommt die bereits erwähnte Treiber-CD zum Einsatz. Einmal eingelegt, installiert sie alle benötigten Treiber automatisch - für Mac OS verwöhnte Benutzer eben. Gestört wird dieser Vorgang nur durch einige Meldungen, wonach die Treiber keine Windows-Zertifikate besitzen. Klickt man auf "Installation fortsetzen", ist die Installation nach wenigen Minuten abgeschlossen und man erkennt keinen Unterschied zu einem normalen Windows Rechner.

Selbst die Tastatur macht keine Schwierigkeiten: Die Apfel-Tasten dienen als Windows-Tasten und Sonderzeichen sind da, wo man sie vermutet. So ist beispielsweise das @- Symbol sowohl über die Taste "L", wie beim Mac üblich und auf der Tastatur aufgedruckt, als auch über die unter Windows gebräuchliche Taste "Q" erreichbar.

Welches Betriebssystem als Voreinstellung geladen werden soll, lässt sich mehr oder weniger einheitlich in den Systemeinstellungen von Windows oder Mac OS einstellen. Möchte man zwischen den Betriebssystemen wechseln, muss der Rechner neu gestartet werden. Über die so genannte "Wahl-Taste" (für Windows-Benutzer: die ALT-Taste) kann beim Starten das jeweilige Betriebssystem ausgewählt werden.

In unserem Test funktionierte Boot Camp trotz des Beta-Status bei den meisten Systemen hervorragend, so dass ein Leistungsvergleich mit "normalen" PCs möglich war. Lediglich der iMac ließ sich nicht zu einer Installation von Windows überreden.

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