Mehr übrig fürs Sparschwein

Steuerprogramme im Vergleich

Steuerprogramme sind ein bewährtes Mittel im alljährlichen Kampf gegen den Fiskus. Doch die Wahl der Waffen wird immer schwieriger, denn die Programme sind kaum noch voneinander zu unterscheiden. Wir haben sechs digitale Steuerknechte unter die Lupe genommen.

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Steuerprogramme im Vergleich

Während des ersten Regierungsjahrs ist der Mut zu Veränderungen noch am größten. Dementsprechend hoch fällt die Zahl der steuerrechtlichen Neuregelungen für das Jahr 2006 aus. Abgesehen von der Reichensteuer gab es zwar keine nominelle Steuererhöhung, doch dafür sind eine ganze Reihe lieb gewonnener Subventionen dem Rotstift zum Opfer gefallen. Hierzu gehört beispielsweise der Wegfall der Steuervergünstigungen für Abfindungen, Geburts- und Heiratsprämien. Besonders hart trifft es die Autofahrer, die nicht nur verschärfte Rahmenbedingungen für die 1%-Regelung hinnehmen, sondern künftig auch mit einer reduzierten Pendlerpauschale leben müssen. Immerhin gibt es auch ein paar Verbesserungen, etwa was die Abzugsfähigkeit von Kinderbetreuungskosten, haushaltsnahen Beschäftigungsverhältnissen oder Aufwändungen für Pflegebedürftige angeht. Ob unterm Strich ein Plus oder Minus steht, ist von Fall zu Fall verschieden. Klar ist nur eines: Auch in diesem Jahr wird die Steuererklärung komplizierter.

Mussten 2005 Rentner und Selbstständige auf mehrseitigen Zusatzblättern Farbe bekennen, trifft es diesmal Steuerzahler mit Unterhaltsverpflichtungen. In der neuen Anlage "Unterhalt" erwartet der Fiskus ab sofort detaillierte Angaben zu den finanziellen und persönlichen Beziehungen von Geldgeber und Zahlungsempfänger. Steuerzahler, die ihr Kapital breit gestreut haben, ihren Lebensunterhalt aus unterschiedlichen Quellen bestreiten und auf eine abwechselungsreiche Beziehungsgeschichte zurückblicken kommen so, ohne sich anzustrengen, auf über zwanzig Seiten formvollendete Bürokratie. Kein Wunder, dass sich Steuerberater und Lohnsteuervereine über eine konstant hohe Nachfrage freuen. Dumm ist dabei nur, dass beide partout nicht zum Sozialtarif arbeiten wollen.

Billiger ist das Do-it-yourself-Verfahren, doch ohne Unterstützung können die wenigsten Menschen den Steuerparcours bewältigen. Die beste Ausrüstung für das letzte große Abenteuer unserer Zeit ist eine Steuersoftware. Die gängigen Programme begleiten Anwender Schritt für Schritt durch den Wust der Formulare.

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