Windows-Tuning

Startbeschleunigung für Windows 7

24.3.2011 von Manuel Masiero

Wenn sich Windows 7 viel Zeit beim Starten lässt, ist es höchste Zeit, das System von unnötigem Ballast zu befreien. Mit unseren Tuning-Maßnahmen können Sie die Startzeit sogar noch unter den Ausgangswert drücken.

ca. 2:40 Min
Ratgeber
VG Wort Pixel
  1. Startbeschleunigung für Windows 7
  2. Autostarts
  3. Windows-Dienste
  4. Dienste
  5. Extensible Firmware Interface
rakete
rakete
© PC Magazin

Ein frisch installiertes Windows 7 fährt zwar meistens viel zügiger hoch als sein Vorgänger Vista, doch auf vielen Rechnern dauert es trotzdem lange, bis Sie endlich loslegen können. Wenn Sie laufend neue Software, Treiber und Updates installieren, verlängert sich die Wartezeit noch weiter. Wer auf die richtigen Betriebssystem-Knöpfe drückt und einige clevere Tools einsetzt, kann Windows aber schnell wieder Beine machen.

Windows protokolliert Startzeit

Start des Windows-7-Testsystems
Start des Windows-7-Testsystems
© PC Magazin

Um die Bootzeit von Windows 7 zu messen, brauchen Sie keine Stoppuhr. Das Betriebssystem protokolliert nämlich bei jedem Start bis auf die Millisekunde genau mit, wie schnell der Rechner hochfährt und speichert diese Daten in der Ereignisanzeige. Um sie abzurufen, klicken Sie auf Start und geben im Eingabefeld den Befehl eventvwr.exe ein.

In der Ereignisanzeige verbergen sich die Boot-Zeiten unter Anwendungs- und Dienstprotokolle, Microsoft, Windows, Diagnostics-Performance und Betriebsbereit. In der nun erscheinenden, nach Datum sortierten Liste zeigt Windows unter der Ereignis-ID 100 an die jeweilige Startdauer an.

Aus der Ereignisanzeige lässt sich fast immer eine eindeutige Tendenz ablesen: Windows fährt mit fortschreitendem Betriebssystem-alter meist deutlich langsamer hoch.

Als Beispiel dient unser fleißig mit Anwendungen und Tools gefüttertes Testsystem, auf dem Windows 7 seit Februar 2010 läuft. Die Startzeit hat sich dort von anfangs 41 Sekunden auf 78 Sekunden erhöht, dauert mittlerweile also mehr als eine halbe Minute länger.

Sicherung anlegen

Bevor Sie mit dem System-Tuning von Windows 7 loslegen, sollten Sie ein Backup der Systemeinstellungen anlegen. Damit sind sie auf der sicheren Seite, denn wenn wider Erwarten etwas schief geht, können Sie die vorherige Konfiguration schnell wieder herstellen. Die Windows-Sicherung rufen Sie in der Systemsteuerung über System und Sicherheit und Sicherung des Computers erstellen auf.

Das Sichern und Wiederherstellen der Systemeinstellungen unterstützen alle Versionen von Windows 7, doch wem das interne Tool nicht zusagt, der findet viele empfehlenswerte Alternativen. Das Betriebssystem können Sie zum Beispiel auch mit leistungsfähigen Gratis-Tools wie Paragon Backup & Recovery Free Edition oder DriveImage XML sichern.

Bootmenü optimal anpassen

Google Updater
Erwischt: Der Google Updater verankert sich tief im System, doch dessen Schnüffelfunktionen können Sie mit Sysinternals Autoruns lahmlegen.
© PC Magazin

Sind auf Ihrem Rechner mehrere Betriebssysteme installiert, können Sie Windows bereits beschleunigen, noch bevor es überhaupt hochgefahren ist. Nach dem Einschalten zeigt Windows 7 automatisch ein Bootmenü mit allen zur Verfügung stehenden Betriebssystemen an. Wählen Sie keines davon aus, wartet Windows in der Standard-Konfiguration 30 Sekunden, bevor es sich selbst startet.

Das kann sich allerdings ändern, wenn Sie weitere Betriebssysteme installieren oder von der Festplatte entfernen - Windows 7 ist dann möglicherweise nicht mehr als Standard-OS gesetzt und muss bei jedem PC-Start umständlich per Hand auswählt werden.

Das Standardbetriebssystem können Sie unter Windows 7 festlegen. Rufen Sie dazu die Systemsteuerung auf und wählen Sie in der Kategorie System und Sicherheit das System aus. Klicken Sie dann in der linken Fensterhälfte auf Erweiterte Systemeinstellungen und im nächsten Fenster unter der Rubrik Starten und Wiederherstellen auf die Schaltfläche Einstellungen.

Wählen Sie nun das Standardbetriebssystem aus und geben Sie in das Eingabefeld neben Anzeigedauer der Betriebssystemliste eine Zeit in Sekunden ein, wenn Ihnen der Standardwert von 30 Sekunden nicht zusagt. Alle Eingaben speichern Sie mit einem Klick auf Ok.

Wollen Sie die einzelnen Einträge im Bootmenü bearbeiten oder deren Reihenfolge verändern, bietet Windows dagegen nur wenig Hilfe an. Zum einen, weil es die Datei boot.ini, in der die Windows-Vorgänger ihre Bootmenü-Einstellungen ablegen, unter Windows 7 nicht mehr gibt und die Einstellungen stattdessen in die Registry gewandert sind.

Zum anderen steht mit bcdedit.exe nur ein Kommandozeilen-Tool zur Verfügung, das sich damit nur sehr umständlich einsetzen lässt. Deutlich besser und vor allem schneller gelingen die Bootmenü-Einstellungen mit der Freeware EasyBCD, mit der sie alle Änderungen bequem über eine grafische Benutzeroberfläche vornehmen können.

Mehr lesen

Chronologische Liste und Netflix-Links

Marvel-Filme- und -Serien: Das ist die richtige Reihenfolge

Neuerscheinungen in der Übersicht

Netflix: Neue Filme und Serien

Vorschau auf Film- und Serien-Highlights

Amazon Prime Video: Neuheiten

Weiter zur Startseite  

Mehr zum Thema

Windows schneller machen: Autostart bearbeiten

Mehr Kontrolle

Windows 10 und 7: Programme aus dem Autostart entfernen

Wir zeigen, wie Sie die Kontrolle behalten und Programme aus dem Autostart von Windows 10, 8.1 und 7 entfernen und das System optimal konfigurieren.

Lizenzschlüssel / Software-Produktschlüssel (Symbolbild)

So geht's

Lizenzschlüssel auslesen und Software neu installieren

Sie wollen ein Programm neu installieren, finden aber den Lizensschlüssel nicht? Wir zeigen Ihnen wie Sie den Programmkey bequem auslesen können.

Windows Explorer Alternative Dateimanager

Administrative Laufwerksfreigabe

Windows 10: Admin-Freigabe einrichten - so geht's

Wir zeigen, wie Sie Admin-Freigaben unter Windows 10 und 8.1 einrichten. Damit greifen Sie unkompliziert auf Laufwerke im Heimnetzwerk zu.

Windows 10 oder Windows 8.1

Lizenz-Downgrade

Von Windows 10 zurück zu Windows 7 oder 8.1

Wir zeigen, wie das Lizenz-Downgrade von Windows 10 zurück auf Windows 7 oder Windows 8.1 nach dem Gratis-Update funktioniert.

Windows 10 für Gamer

DirectX 12 & Xbox One

Windows 10 - Was bringt das neue Betriebssystem für Gamer?

Mit Windows 10 will Microsoft auch Gamer glücklich machen. DirectX 12 und Xbox One sind die Schlagworte - was bedeutet das für den PC?