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Starlink: Alle Infos zu Elon Musks "Revolution des Internets"

24.3.2022 von Laura Pippig

Starlink ist der satellitenbetriebene Internetdienst von Elon Musk, der in Verbindung mit SpaceX steht. Wie sind die Vorteile und Kosten des Projekts?

ca. 2:50 Min
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Ist Starlink eine sinnvolle Alternative?
© SpaceX

Schnelles Internet, immer und überall. Fortschrittliche Technologie, unabhängig von äußeren Umständen. Und das alles mit einem fairen Preismodell. Das soll Starlink, der satellitenbetriebene Internetdienst von Elon Musk, in Zukunft darstellen.

Das klingt fast zu gut, um wahr zu sein. Doch tatsächlich steckt hinter der Idee jede Menge Potenzial. Mittlerweile ist es sogar mehr als eine Idee, denn Starlink ist bereits in einigen Ländern an den Start gegangen. Wie ist also der aktuelle Stand des ambitionierten Projekts?

Was ist Starlink?

Starlink soll neue Maßstäbe für schnelle Internetnutzung setzen. Es bringt Highspeed-Internet in Gebiete, an die klassischen Modelle wie Glasfaser und 5G nicht herankommen. Das Projekt steht eng in Verbindung mit Musks SpaceX-Programm, das immer wieder Raketen und Satelliten in die Umlaufbahn schickt. Mit wachsender Satellitenzahl soll sich die Datengeschwindigkeit, Latenz und Betriebszeit stetig verbessern.

Die Latenz ist dabei deutlich niedriger als bei herkömmlichen Satelliten, da die Starlink-Satelliten näher an der Erde positioniert sind. In der Beta-Phase können Starlink-Nutzer Datengeschwindigkeiten von 50 Mbit/s bis 150 Mbit/s und Latenzzeiten von 20 ms bis 40 ms erwarten.

Wann startet Starlink?

Starlink ist bereits in mehreren Ländern verfügbar. Nach der USA und Kanada kamen auch einige europäische Regionen hinzu, unter anderem auch Deutschland. Allerdings ist der Service hier noch in einer Art Beta-Phase.

Bis August 2021 sollte Starlink bereits weltweit verfügbar sein. Das Ziel wurde allerdings verfehlt. Es wird noch daran gearbeitet, die größten Macken zu beheben. Auf der offiziellen Webseite von Starlink können Sie sich aber bereits anmelden.

Wie viel kostet Starlink?

Bis Anfang 2022 kostete der Dienst 99 Euro im Monat, plus Anschaffungsgebühr von ca. 500 Euro für das Starlink-Kit – nicht gerade günstig. Aufgrund der Inflation wurde Kunden und Vorbestellern Ende März mitgeteilt, dass die Kosten um gut 10 Prozent angehoben werden müssten. Seitens Starlink wird ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt. In Deutschland bedeutet das 629 Euro für die Hardware (zzgl. Versand) und einen monatlichen Betrag von weiterhin 99 Euro.

Dennoch erscheint der Preis fair. Schließlich investierte Musk Milliarden in die Entwicklungskosten sowie die Platzierung der mittlerweile fast 2.000 Satelliten. Laut SpaceX wurden seit Oktober 2020 die Anzahl der Satelliten um den Faktor 3 und die Anzahl der Bodenstationen um den Faktor 4 ausgebaut.

Starlink-Mission (09.05.2021)

Quelle: SpaceX
SpaceX streamte die Mission, die im Mai 2021 die ersten 60 Satelliten ins Weltall brachte.

Starlink Premium

Wer allerdings noch mehr investieren möchte, für den gibt es seit Neuestem auch "Starlink Premium". Durch die doppelte Antennen-Leistungsfähigkeit erhält man bei diesem Modell einen Downstream von 150 bis 500 MBit/s sowie einen Upstream von 20 bis 40 MBit/s. Außerdem soll der Dienst schneller, stabiler und besser verfügbar sein.

Die monatlichen Kosten für Starlink Premium belaufen sich laut SpaceX auf 500 Dollar. Das Angebot richtet sich vorrangig an Unternehmen und Ausnahme-Kunden mit hohen Ansprüchen.

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Gibt es Kritik an Starlink?

Elon Musks Vorstellung ist kaum zu kritisieren, denn eine zuverlässige, faire Alternative zu Glasfaser und 5G für schnelle Internetnutzung ist erstrebenswert. Doch seine Methode steht stark in der Kritik.

Das Projekt gefährde die Arbeit von Astronomen und hellt den Nachthimmel zu sehr auf. Denn die Satelliten reflektieren zu stark und befinden sich so nah an der Erde, dass sie schon mit bloßem Auge erkennbar sind. Auch Kollisionen mit anderen Objekten (z.B. der NASA) sind möglich – und beinahe schon passiert.

Ist Starlink gefährlich?

Laut Experten mangelt es an der nötigen Aufsicht, denn auch Starlinks Folgen für die Umwelt sind bislang kaum abzusehen. Die Atmosphäre wird mit jedem Raketenstart, der neue Satelliten in die Umlaufbahn bringt, erneut belastet. Darunter leidet die Ozonschicht, und auch die globale Erwärmung könnte durch die Rückstrahlung vorangetrieben werden.

Laut Musk arbeiten Starlink und SpaceX allerdings mit führenden Astronomen zusammen, die diese Eventualitäten untersucht und minimiert haben. Es bleibt also abzuwarten, welche Folgen dieses Projekt sowohl für die Internetnutzung als auch die Umwelt haben wird. Fakt ist: Wer Starlink ausgiebig testen möchte, kann das ab August tun.

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