Ratgeber: "Sicherheit"

So verhindern Sie Spionage durch Updater

7.2.2012 von Wolf Hosbach

Chrome, iTunes, Java oder Windows - fast alle weitverbreiteten Programme funken regelmäßig über das Internet mit ihren Herstellern. Besonders dreist sind Updater, die sich fest ins System fressen. Schützen Sie sich vor diesen Spionageattacken.

ca. 1:15 Min
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So verhindern Sie Spionage durch Updater
So verhindern Sie Spionage durch Updater
© Archiv

Heutzutage ist es weniger eine Frage, welche Tools nach Hause telefonieren, sondern vielmehr, welche es nicht tun. Denn fast jedes Programm nimmt ungefragt Kontakt mit seinem Hersteller auf, meist um auf neue Updates zu prüfen.

Bei Sicherheitsprogrammen geschieht das oft stündlich oder sogar öfter. Für einen Updater, der nach neuen Programmversionen guckt, ist es hingegen nicht nachvollziehbar, dass er sich wie der Google Updater stündlich meldet. Und fast alle Free- und Shareware-Programme rufen nach der Installation im Browser die Hompage des Herstellers auf. Auch das ist eine Form der Kontaktaufnahme, bei der der Server mindestens die IP-Adresse der Anwender aufzeichnen kann.

Die Updater installieren sich zudem häufig eigenständig und verbleiben meist auch nach der Deinstallation aller zugehörigen Programme im System. Ärgerlich ist ferner, dass Updater als Dienst arbeiten, mit Windows starten und so permanent aktiv sind, ob sie gerade gebraucht werden oder nicht.

Programme und Dienste aus dem Autostart entfernen

Google-Updater, software
Der Google-Updater meldet sich einmal stündlich bei seinem Hersteller. Eine stichhaltige Erklärung für diese hohe Frequenz liegt nicht vor.
© Hersteller/Archiv

Die Gegenstrategie sieht wie folgt aus: aus dem Autostart mit dem Tool Autoruns. Autoruns zeigt eine Liste aller Anwendungen und Dienste, die mit Windows starten, geordnet nach den Autostart-Orten im System: Autostart-Ordner, Registry, Dienste, Treiber oder Aufgaben. Es zeigt auch den Herausgeber der Anwendungen, sodass sich gezielt nach Google oder Apple suchen lässt.

Mit einem Klick deaktiviert der Anwender einen Eintrag, wenn er das Tool als Administrator ausführt. Dazu klickt er mit der rechten Maustaste auf das Startsymbol (zum Beispiel auf dem Desktop) und findet dann den Menüeintrag Als Administrator ausführen.

Vorsicht: Beim Deaktivieren sollte er allerdings nicht über das Ziel hinausschießen. Viele Dienste sind für den Betrieb von Windows notwendig oder steuern als Treiber Hardware-Komponenten.

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