Report: Verkaufszahlen, Sicherheitsrisiken und Co.

Smartwatch als Sicherheitsrisiko: Sensible Daten im Netz

Inhalt
  1. Smartwatches: Am Puls der Zeit
  2. Smartwatch als Sicherheitsrisiko: Sensible Daten im Netz

Sind solche Szenarien noch Zukunftsmusik, so steht es außer Frage, dass smarte Uhren jede Menge sehr sensibler Daten sammeln. Wie viel sich der Nutzer bewegt, ob er schon beim Gang zum Bäcker aus der Puste kommt oder welchen Weg er zur Arbeit wählt: Alles wird gespeichert und meist an das mit der Uhr gekoppelte Smartphone gesendet. Das geschieht via Bluetooth, und leider werden die Daten bei der Übertragung nicht immer verschlüsselt.

Ferner weisen Sicherheitsspezialisten darauf hin, dass die Daten auch von Drittanbieter-Apps eingesehen und genutzt werden. Weitere Sicherheitslücken haben aktuell Experten von Kaspersky aufgedeckt. Hierzu dieses Interview.

Interview mit Denise Pflock (Kaspersky Lab)

In einem Experiment haben Sicherheitsspezialisten von Kaspersky Lab gezeigt, dass Wearables als Spionage-Tool recht einfach eingesetzt werden können.

PCgo: Fitness-Tracker oder Smart-Watches sollen sich als Spionage-Tool eignen. Wo sind deren Schwachstellen? 

Denise Pflock: In einem Experiment haben unsere Spezialisten bei Kaspersky Lab untersucht, welche Nutzerinformationen solche Geräte generell unbefugten Dritten zur Verfügung stellen könnten. Dafür haben unsere Experten eine App entwickelt, die Daten zu Beschleunigung und Ausrichtung des Nutzers sammelt und im Anschluss an einen Remote-Server sendet. Mit diesen Daten können dann einzigartige Datensätze der Nutzer zur Überwachung erstellt werden.

PCgo: Welche Daten können dabei abgegriffen werden? 

Denise Pflock: Cyberkriminelle können den Standort des Nutzers abgreifen – aber auch dessen Handbewegung und damit sensible Daten, da die Bewegung beziehungsweise die Ausrichtung der Hand mit dem Gyroskop, das in dem Wearable verbaut ist, aufgezeichnet wird. So lassen sich mit relativ hoher Trefferwahrscheinlichkeit, PIN-Eingaben am Bankautomat, Passworteingaben auf dem Computer aber auch das Entsperrmuster für das Smartphone nachvollziehen. Fallen solche sensiblen Daten in die Hände von Cyberkriminellen, ist das Spektrum an möglichen Konsequenzen groß.

PCgo: Was können Nutzer dagegen tun? 

Denise Pflock: User sollten stets wachsam sein. Besondere Aufmerksamkeit gilt zum Beispiel, wenn das Gerät oder die dazugehörige App eine Anfrage zum Abruf von Nutzerkontoinformationen sendet oder Berechtigungen zum Senden von Daten – wie GPS-Daten – anfragt. Ansonsten gelten Basics der IT-Sicherheit wie für andere Endgeräte auch. Apps sollten niemals aus unbekannten, sondern nur aus vertrauenswürdigen Quellen heruntergeladen werden. Darüber hinaus sollten Nutzer Betriebssystem und Software der Wearables und der damit verbundenen Geräte wie Smartphones stets auf dem aktuellsten Stand durch regelmäßige Updates halten. Der Einsatz einer Sicherheitslösung auf allen Geräten, die mit dem Smart-Wearable verbunden sind, bietet zusätzlichen Schutz.

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