Android-Apps in der Cloud

Anspruchvolle Anwendungen, Smartphone einbeziehen

Inhalt
  1. Android-Entwicklung mit dem Google App Inventor
  2. Funktionalität des Programms
  3. Anspruchvolle Anwendungen, Smartphone einbeziehen

Anspruchsvolle Anwendungen

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© PC Magazin

Block-Editor und Simulator: In einander geschachtelte Blöcke: Mit when ... do-Blöcken definieren Sie Ereignishandler, mit call-Blöcken rufen Sie die passenden Methoden auf.

Sie brauchen bei der Android-App-Entwicklung viele Basisfunktionen nicht neu aufzusetzen, sondern verwenden einfach die vorhandenen, die in den meisten Fällen bereits als AI-Komponenten integriert sind. Auf diese Weise gelingt es Ihnen, beeindruckend leistungsfähige Apps ohne großen Aufwand und mit überschaubaren Blockstrukturen zu entwickeln.

Eine App mit Kamerafunktion und Bildanzeige ist beispielsweise mit wenigen Handgriffen fertig. Erstellen Sie im AI Designer ein neues Projekt. Ziehen Sie eine Camera-Komponente aus der Kategorie Media auf den Viewer. Der Benutzer der App soll später per Button-Klick die Kamerafunktion aufrufen und ein Foto schießen können, das dann zusammen mit dem Verzeichnispfad der gespeicherten Bilddatei auf dem Display angezeigt wird.

Zur Anzeige des Fotos verwenden Sie ein Image- und für die Anzeige des Verzeichnispfades ein Label-Element. Außerdem benötigen Sie einen Button. Fügen Sie diese Komponenten ebenfalls Ihrer App hinzu. Die Kamera erscheint als nicht sichtbare Komponente im Komponentenfach unterhalb des Viewers.

Ändern Sie die Text-Eigenschaft des Buttons zu Fotografieren und die des Labels zu Speicherort des Fotos. Außerdem bietet es sich an, für das Screen-Element einen Titel zu vergeben (Eigenschaft Title), z.B. Fotokamera mit Bildanzeige.

Rufen Sie nun den Blocks Editor auf. Ziehen Sie dort den Ereignisblock Button1.Click (Register My Blocks) auf die Editorfläche und klinken Sie in diesen die Methode Camera1.TakePicture ein. In dieser Methode sind sämtliche Funktionen implementiert, die zum Aufruf der Systemkamera notwendig sind. Sie müssen jetzt nur noch dafür zu sorgen, dass das Foto und dessen Speicherort auf dem Display erscheinen.

Dafür benötigen Sie eine zweite Ereignisroutine, die das Camera-Objekt zur Verfügung stellt. Schauen Sie sich einfach im Register My Blocks die zur Verfügung stehenden Member der Camera-Komponente an. Sie finden dort außer dem Objekt selbst (Camera1) die bereits verwendete Methode TakePicture und den Ereignisblock Camera1.AfterPicture.

Ziehen Sie den Ereignisblock Camera1.AfterPicture auf den Editor. Das damit verbundene Ereignis tritt automatisch ein, nachdem der Benutzer ein Foto aufgenommen hat. Nun gilt es, in diesem Block zu definieren, was daraufhin geschehen soll.

Die Ereignismethode AfterPicture besitzt einen Parameter image, der den Verzeichnispfad der Bilddatei enthält. Das entsprechende Verbindungsstück klinkt sich im Kopf des Ereignisblocks automatisch ein, nachdem Sie diesen in den Editor gezogen haben. Das Verbindungsstück für den Wert der Variablen finden Sie in der Kategorie My Definitions.

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© PC Magazin

Blockstruktur der Kamera-App: Mit zwei grafisch aufbereiteten Ereignismethoden ist alles erledigt.

Um den Text für ein Label zu ändern, weisen Sie der gleichnamigen Eigenschaft den neuen Text als Wert zu. Integrieren Sie also den Eigenschaftsblock set Label1.Text to in den Ereignisblock Camera1.AfterPicture und weisen Sie den Wert der Variablen image zu. Anschließend machen Sie es mit set Image1.Picture to und value image genauso.

Die Eigenschaft Picture der Image-Komponente verweist auf die anzuzeigende Bilddatei, deren Pfad Sie ebenfalls als Wert zuweisen. Damit ist die Kamera-App auch schon fertig. Die vollständige Blockstruktur entnehmen Sie der Abbildung unten. Zum Testen benötigen Sie ein Smartphone, da der Emulator keine Kamerafunktion zur Verfügung stellt.

So trivial die visuelle Entwicklung von Android-Apps mit Google App Inventor auf den ersten Blick möglicherweise anmutet, sind der Komplexität von anspruchsvollen Apps dennoch keine Grenzen gesetzt. Tatsächlich können Sie mit AI so ziemlich alles erreichen, was Ihnen vorschwebt.

Smartphone in die Entwicklung einbeziehen

Die App Inventor Setup Software installiert auch Treiber für die gängigsten Android-Smartphones. Wie gesagt: Sie können Apps auch ohne angeschlossenes Smartphone entwickeln, indem Sie auf den Simulator zurückgreifen (was wir im Folgenden tun werden).

Wenn Sie Ihr Smartphone einbinden wollen, müssen Sie auf diesem USB-Debugging aktivieren und dafür sorgen, dass das Display des Telefons immer aktiv bleibt. Die entsprechenden Optionen finden Sie gewöhnlich im Menü Entwicklung (unter Einstellungen/Anwendungen). Setzen Sie hier bei USB-Debugging und Aktiv bleiben jeweils ein Häkchen.

Außerdem müssen Sie sicherstellen, dass die Autorotation des Displays abgeschaltet ist (Einstellungen, Display bzw. Sound und Display, Option Ausrichtung deaktivieren). Beachten Sie, dass der permanente Betrieb des Displays verhältnismäßig viel Strom verbraucht und damit die Akkulaufzeit verringert. Sie sollten die Einstellung Aktiv bleiben daher wieder deaktivieren, wenn Sie Ihr Smartphone nicht mehr für die Entwicklung brauchen.

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